Hallo liebe Community,
gibt es vielleicht jemanden der Erfahrung damit hat mit Plenty ein Tochterunternehmen und ein eigenes Lager in den USA abzubilden?
Würde mich sehr über einen Austausch freuen, weil man sich vielleicht ja gegenseitig mit workarounds helfen kann.
Uns beschäftigen akut solche Fragen wie: Welche Versanddienstleister bekomme ich angebunden, wie lösen wir das mit dem Sales Tax Nexus in den verschiedenen Bundesstaaten und noch einige mehr.
Die erste Frage ist, warum du Plenty in den USA nutzen möchtest, wenn es für den dortigen Markt nicht die nötigen Schnittstellen mitbringt.
Anbinden kannst du grundsätzlich alles über Exporte/Importe und API. Die einfachste Variante ist z.B. ein Auftragsdaten Export, mit dem Paketlabels erstellt werden können. Nur bequem oder einfach ist es deshalb nicht unbedingt.
Ich habe im Vorjahr einem Kunden bei der Einrichtung des US-Shops/Warenwirtschaft geholfen, der hat Veeqo (gratis, von Amazon) zum Datenaustausch zwischen Amazon FBM, eBay und Shopify verwendet, und für den FBM Versand (günstigere Versandlabels bei UPS, Fedex und USPS).
Die Sales Tax / Nexus Geschichte kann man z.B. in Shopify direkt konfigurieren, und bei Bedarf Dienstleister anbinden. In Plenty müsstest du das alles selbst bauen/einrichten, wahrscheinlich irgendwie möglich, aber mit Lösungen die für den US Markt ausgelegt sind ist es vermutlich einfacher.
Bezüglich Sales Tax würde ich frühzeitig planen wo du lagern willst und in welche Staaten du liefern willst. Amazon FBA Nutzung führt automatisch zu diversen Nexus wegen der Lagerung. Der Unterschied beim Aufwand zwischen “kleiner Webshop verkauft im eigenen Staat und wenigen anderen Staaten” und “in allen 50 Staaten registriert sein)” ist enorm, das würde ich früh mit US Steuerdienstleistern etc. abklären, und die technische Lösung dafür klären.
Wir wollten mit Plenty starten, weil wir das System aktuell schon haben und kennen, wir werden in den USA keine Mitarbeiter haben und alles von hier aus steuern.
Wir nutzen kein amazon und lagern in einem Fulfillment Center, das aber nur Fläche und Arbeitskraft stellen wird und keine Software.
Wir haben einige B2B Bestellungen an Händler, die wir von dort aus abwickeln werden und ansonsten unseren Shopify Shop, den ich gerne mit Shopify Plus und Shopify Markets für die USA auslegen möchte.
Das Thema, das du anbringst ist mir auch schon über den Weg gelaufen, also ich merke es gibt 0 passende Schnittstellen für Themen, die einem in den USA über den Weg laufen.
Shipping und Labelerstellung überlege ich jetzt direkt in Shopify zu machen, da es in den USA “Shopify Shipping” gibt, wo auch die größten Versanddienstleister (UPS, Fedex, USPS) angebunden sind und man direkt einen Vergleich der Rates in Shopify hat.
Lässt sich veeqo auch ohne amazon nutzen, oder macht das deiner Meinung nach keinen Sinn?
Wir schauen uns grade mittel bis langfristig auch nach einer neuen passenderen Enterprise Software um. Aber ein wechsel wird sehr zeitintensiv und falls plenty funktionieren würde, könnte ich mir auch vorstellen da zu bleiben.
@leoweichalpaca Veeqo ist für den Datenabgleich zwischen Plattformen sinnvoll, damit zB bei Shopify, Amazon und eBay der selbe Bestand steht. Wenn man nur den Webshop betreibt dann braucht man das nicht.
Wenn du einen Shopify Shop hast (für den US Markt) und alles darüber verkaufst dann würde ich rund um Shopify Software/Plugins etc. zusammenstellen.
ERP: Die Frage ist nicht “was kennen wir schon” sondern “was soll das ERP überhaupt machen was zB der Webshop nicht machen kann”.
Dein US Geschäft mit Logistiker wird ganz andere Anforderungen haben als dein DE Geschäft. Von “wie erstellt der Logistiker seine Versand Labels mit US Carrieren” bis “wie führe ich die US Sales Tax in den verschiedenen Staaten ab.
Für das alles gibt es Lösungen, aber ein deutsches ERP ist nicht unbedingt perfekt dafür.
Für uns ist ein großer Teil das erstellen von B2B Bestellungen, die erstellen wir manuell und nicht über shopify und hier muss dann auch der Bestand an das Lager übermittelt werden.
Die B2B Bestellungen erstellen wir manuell, weil die Anforderungen sehr sehr unterschiedlich sind, je nach Händler.
Und natürlich eine saubere Lager und Fulfillment Führung.
Danke schonmal, wir schauen uns weiter um und uns bleibt nichts anderes übrig als in den nächsten Wochen schrittweise passende Lösungen für alle Probleme zu finden.
Denn das Lager ist angemietet, die Bestellungen sind da, das US Unternehmen ist gegründet.
Also kann es gut sein, dass es bei vielem erstmal Übergangslösungen gibt und dann wird schrittweise konsolidiert und optimiert.