Suche Workflow für Falschlieferungen und Umtäusche

Hi,

wir suchen aktuell einen guten Weg, wie man mit Falschlieferungen und einen Umtausch innerhalb von Plenty am besten umgeht. Unser aktueller Workflow ist einerseits fehleranfällig (es wird schlicht im Auftrag ein Kommentar hinterlegt und der Bestand korrigiert) und ist vor allem nicht wirklich analysierbar.

Grüße
Jens

Wäre vielleicht ne Kombi aus Retoure und Gewährleistung eine Möglichkeit?

Kunde gibt an dass er etwas falsches erhalten hat.

Warenbestand des falschen (-1) und des richtigen (+1) wird manuell korrigiert.

Retoure wird auf den falschen Artikel umgelegt.
So wäre trackbar ob die Rücksendung auch wirklich eingeht. Stand ließe sich über Status steuern. (Warten auf Eingang, Erhalten…)

Über die Gewährleistung wird das neue Produkt versendet.
Auch hier mit Status (Warte auf Rücksendeingang, versendet…)

Bei Umtausch wäre der selbe Ablauf möglich, nur ohne Warenbestandskorrektur?

Meinst du damit, dass ich hier einfach die Artikelposition austausche?

Wir haben noch nie mit Gewährleistung gearbeitet, lassen sich für diese separate Label erstellen (DHL + Retouren Label)?

Wäre dann vermutlich bei Eingang Retoure anlegen, Artikel einbuchen, Gewährleistung anlegen und neuen Artikel versenden.

Danke erst einmal, das Grundprinzip verstehe ich zumindest soweit und sieht auch machbar aus.

Grüße
Jens

Ja. Die Gewährleistung ist wie ein neuer Auftrag – nur eben mit Verknüpfung zum eigentlichen Auftrag. (Betrachte es wie eine Art Lieferauftrag.)

Vorab:
Das ganze war nur eine Idee. Wir machen das nicht so. Mit Retouren kenne ich mich nicht aus, nur mit Gewährleistungen.

Meine Idee: Die Retoure ist ja auf den Kunden angelegt.
Nehmen wir an er hat Artikel B erhalten, obwohl er A wollte.

Wenn du jetzt eine „normale Retoure“ machst für A, dann sorgt es ja für Verwirrung, wenn B zurück kommt. Und es wird dann auch A wieder eingebucht (nach Erhalt der Retoure) obwohl B zurück gekommen ist.
In meinem Beispiel würde entsprechend Artikel B zurück kommen, wie es in der Retoure steht und dann entsprechend auch zurückgebucht. (Wenn vorher der Warenbestand um 1 reduziert wurde (weil ja einmal fälschlich versendet wurde) stimmt der Bestand dann nach der Einbuchung wieder)

In der Retoure kann man ja auch hinterlegen was passieren soll wenn die Retoure bearbeitet wird: Bitte Gutschrift erstellen. Bitte Gewährleistung xy freischalten…

Die Gewährleistung nutzen wir. Hier kannst du Lieferscheine erstellen und auch Versandlabel.
Retourelabel kann ich dir nicht sagen.
Die solltest du aber in der Retoure erstellen können (weiß ich aber nicht).
Ansonsten im Hauptauftrag. Würde ich auch nicht als Problem sehen, schließlich arbeitet ihr aus dem Hauptauftrag ja initial.

Das wäre eine Möglichkeit. Oder wenn du schon weißt dass der Kunde von Größe S auf XL will, kannst du auch schon vorher die Gewährleistung anlegen und z.B. in Status „abwartend“ setzen und an der Retoure die Notiz hinterlegen: „Wenn eingebucht, bitte Gewährleistung xy bearbeitetn!“

Heißt Retourelabel gehen dort auch?

Gute Frage. Den Fall hatten wir noch nicht. Eigentlich erzeugen wir Retourenlabel ausschließlich an Retouren.

Macht ja auch mehr Sinn.
@JVolke wenn das in der Retoure so geht mit dem Retourelabel ist es ja nochmal deutlich besser. Dann hast du direkt in der Retoure die Sendungsnummer und kannst dort auch den Versandstatus verfolgen.

Ich hatte da mal eine Kombination aus Prozess mit Dialog->Statuswechsel und Plugin.
Bei entsprechendem Statuswechsel für einen Umtausch wurde eine Gewährleistung angelegt und der ursprüngliche Artikel gelöscht.

Letztendlich hat der Kunde entschieden keinen Umtausch mehr anzubieten :smiley:

Falschlieferungen und Umtäusche

Kommt da halt arg auf den Usecase an.

  • Was wurde bestellt
  • Was wurde verschickt
  • Was kam zurück

Hallo zusammen,

Ja.

Sinnvoll wäre es auch den ursprünglichen Auftrag in einen extra Status (7.xx Falschlieferung, oder Umtausch, etc…) zu setzen.

Auch die Anregung von @HASS ist eine gute Lösung.
Mit den richtigen Dialogen im Retouenprozess kann der Auftrag direkt in einen Status geschoben werden, eine (vordefinierte) Notiz hinterlegt werden und auch noch z.B. getaggt werden.

Gruß Uli

Wir machen das super-banal :speak_no_evil_monkey:

Beispiel falsche Größe:

  • Kunde meldet sich und sendet zurück
  • wir speichern alte Sendungsnummer und setzen den Versand dann im VC zurück
  • Sendung wird neu verpackt und angemeldet
  • Inventur regelt Warenbestände am Ende des Monats

Am ursprünglichen Auftrag würde ich nichts machen, sowas übersehen die Sachbearbeiter gern.

Grundsätzlich empfiehlt sich ein einziger Prozess mit unterschiedlichen Zusatzprodukten.

Kommt aber wieder drauf an, wie die Retouren gehandelt werden (macht ja jeder etwas anders)

Gewährleistung auf das korrekte Produkt und zusätzlich eine Retoure auf das falsche Produkt anlegen. In Beiden Vorgängen dann ein virtuelles Produkt hinterlegen „Falschen Artikel erhalten“.

Wird der Auftrag zum Versand bearbeitet, steht bei vorhandensein des virtuellen Artikels eine Bestandsprüfung aller in der Gewährleistung enthaltener Artikel an, bevor der Warenausgang gebucht wird.

Erhält die Retourenabteilung nun die Rücksendung kann im Prozess direkt auf dieses Zusatzprodukt eingegangen werden, da klar erkennbar ist, dass hier was Falsch geliefert wurde. Hier gilt ja dann auch :

„Keine Einbuchung der Ware, Bestandsprüfung“
„Einbuchung der Ware + Bestandsprüfung“
„Bestandsprüfung + Einbuchung der Ware“

Letzteres wäre der korrekte Weg, da dann in der History die Korrektur + der neue Wareneingang in Korrekter Reihenfolge existiert.

Bestandskorrekturen müssen an der Stelle meines Erachtens immer JIT geschehen, da man nie weis, ob der Fehler systematisch ist.

Man kann das ganze auch als Status-Lösung machen, aber da erweitert man ja nur das Status-System sinnfrei. Mit dem virtuellen Artikel hat man nachträglich auch statistische Vorteile.

Ähnlich handhaben wir das auch bei Gutschriften, wo wir Versandkosten abziehen. Hier kommen dann auch verschiedene Virtuelle Versandkostenprodukte zum Einsatz.