Am ursprünglichen Auftrag würde ich nichts machen, sowas übersehen die Sachbearbeiter gern.
Grundsätzlich empfiehlt sich ein einziger Prozess mit unterschiedlichen Zusatzprodukten.
Kommt aber wieder drauf an, wie die Retouren gehandelt werden (macht ja jeder etwas anders)
Gewährleistung auf das korrekte Produkt und zusätzlich eine Retoure auf das falsche Produkt anlegen. In Beiden Vorgängen dann ein virtuelles Produkt hinterlegen „Falschen Artikel erhalten“.
Wird der Auftrag zum Versand bearbeitet, steht bei vorhandensein des virtuellen Artikels eine Bestandsprüfung aller in der Gewährleistung enthaltener Artikel an, bevor der Warenausgang gebucht wird.
Erhält die Retourenabteilung nun die Rücksendung kann im Prozess direkt auf dieses Zusatzprodukt eingegangen werden, da klar erkennbar ist, dass hier was Falsch geliefert wurde. Hier gilt ja dann auch :
„Keine Einbuchung der Ware, Bestandsprüfung“
„Einbuchung der Ware + Bestandsprüfung“
„Bestandsprüfung + Einbuchung der Ware“
Letzteres wäre der korrekte Weg, da dann in der History die Korrektur + der neue Wareneingang in Korrekter Reihenfolge existiert.
Bestandskorrekturen müssen an der Stelle meines Erachtens immer JIT geschehen, da man nie weis, ob der Fehler systematisch ist.
Man kann das ganze auch als Status-Lösung machen, aber da erweitert man ja nur das Status-System sinnfrei. Mit dem virtuellen Artikel hat man nachträglich auch statistische Vorteile.
Ähnlich handhaben wir das auch bei Gutschriften, wo wir Versandkosten abziehen. Hier kommen dann auch verschiedene Virtuelle Versandkostenprodukte zum Einsatz.