Zu deiner Frage, ob man das über die Kataloge macht: davon hängt ab, welcher Weg bei dir überhaupt funktioniert. Ich würde deshalb als erstes zwei Minuten lang nachschauen, wie dein Amazon-Anschluss eingestellt ist. Dabei veränderst du noch nichts.
Schau unter Einrichtung » Märkte » Amazon » Einstellungen » [dein Konto] » Artikeleinstellungen, was bei „Artikelexport“ steht, und unter Daten » Kataloge, ob dort ein aktiver Produktkatalog für Amazon liegt.
Wenn Artikelexport auf „Nein“ steht und kein aktiver Produktkatalog existiert, gehen von Plenty aus nur Bestand und Preise zu Amazon (so wie Johannes das beschreibt). Dann werden die Titel bei Amazon selbst gepflegt, und der Weg über eine Flat File in Seller Central ist der richtige.
Wenn aber ein aktiver Produktkatalog läuft, exportiert der die Artikeldaten einmal pro Nacht neu zu Amazon, inklusive Titel. In dem Fall würden Titel, die du in Seller Central korrigierst, beim nächsten nächtlichen Lauf einfach wieder überschrieben. Die neuen Titel müssen dann in Plenty rein, über Daten » Import (das neue Tool), mit Abgleich über die Varianten-ID. Wähl im dritten Schritt unbedingt „Nur bestehende Datenfelder aktualisieren“ aus, denn mit der Standardeinstellung legt jede Zeile, die nicht zugeordnet werden kann, still einen neuen Artikel an, und bei 15.000 Zeilen will man das wirklich nicht. Es lohnt sich außerdem, die gekürzten Titel in Name 2 zu pflegen und den Katalog darauf zeigen zu lassen, statt Name 1 zu überschreiben, weil aus Name 1 auch die Artikel-URLs im Shop gebaut werden.
Falls du im Flat-File-Fall bist, kann ich ein paar von den Punkten beantworten, die hier im Thread offen geblieben sind. Der Produkttyp wird pro Datei tatsächlich gebraucht, und der normale Lagerbestandsbericht enthält ihn nicht. Der Bericht, der ihn enthält und gleich die passende Vorlagenstruktur mitliefert, ist der Kategorie-Angebotsbericht. Den muss man einmal formlos beim Seller Support freischalten lassen. Das ist ein Standardvorgang und geht nach den Berichten, die ich gefunden habe, meist innerhalb eines Tages. Die Freischaltung gilt dann jeweils etwa eine Woche und lässt sich beliebig oft neu anfragen.
Bei beiden Wegen würde ich zuerst einen Testlauf mit 20 bis 50 SKUs machen, danach den Bericht neu ziehen und vergleichen, ob die neuen Titel wirklich angekommen sind. Amazon lehnt Titel-Updates in manchen Fällen still ab, vor allem wenn man nicht Markeninhaber der ASIN ist, und das merkt man sonst erst, nachdem man alle 15.000 gemacht hat. Amazon schreibt zu lange Titel seit Ende Juli außerdem nach und nach selbst per KI um. Solange du deine eigene korrigierte Fassung hast, vergleichst du beim Testlauf also gegen deine Texte und nicht gegen die Fassung von Amazon.
Die Excel selbst würde ich vor dem Hochladen auch noch einmal prüfen. Bei 15.000 von Hand bearbeiteten Zeilen schleichen sich fast immer Fehler ein, zum Beispiel Titel, die nach dem Kürzen doch noch über 75 Zeichen liegen, SKUs, die Excel beim Öffnen als Zahl umformatiert und dabei verfälscht hat, oder doppelte SKUs mit unterschiedlichen Titeln. Ich habe mir für sowas eine kleine Prüfroutine gebaut. Wenn du magst, schreibe ich dir die Prüfliste hier in den Thread, oder ich schaue über deine Datei drüber.
Das ist mein erster Beitrag hier. Ich baue beruflich kleine Tools und Automatisierungen für einzelne Händler und Selbstständige, deshalb interessiert mich genau diese Sorte Problem.