Amazon-Produkttitel kürzen

Guten morgen zusammen,

damit uns nicht langweilig wird hat ja Amazon beschlossen das alle Produkttitel nur noch 75 Zeichen enthalten dürfen.

Ich habe nun einen Bericht (Bericht+zu+allen+Angeboten) heruntergeladen - mit diesem Bericht habe ich nun alle Produkttitel korrigiert (knapp 15.000) - jetzt habe ich allerdings Probleme meine bearbeitete (aktuell noch Excel-Format) Liste wieder in Amazon hochzuladen.

Wie habt ihr das denn umgesetzt? Oder hat jemand einen Ratschlag oder Idee wie ich nun die Titel in Amazon aktualisiert bekomme.

Wäre für eure Unterstützung sehr dankbar.

Lg

Jessi

Guten morgen nochmal zusammen,

hat hier niemand einen Tipp oder ähnliches dazu? Ihr müsst das ja auch irgendwie gelöst haben - oder macht ihr das größten Teils über die Kataloge?

Wäre echt dankbar für ein paar Infos.

Lg

Jessi

Wir machen bei Amazon nichts über Kataloge, Plenty macht lediglich den Bestandsabgleich und importiert die Bestellungen. Wir haben es im Prinzip so gemacht wie ihr, Bericht gezogen, Titel bearbeitet und über Lagerbestandsdateien wieder hochgeladen.

Gruß Johannes

Hi @Johannes

für den Upload mit der Lagerbestandsdatei bräuchte ich aber ja jeweils die passenden Flatfiles bzw Lagerbestandsdateien - da wir sehr viele unterschiedliche Ware haben sind das einige… hattest du dann nur eine Liste? Verstehe es leider nicht das Amazon gerade für diese Umsetzung keine “kleine” Liste zur Verfügung stellt wo man nur den Produkttitel anpassen kann (so ähnlich wie die Bestandsliste)

Lg

Jessi

Wir haben nicht ganz so viele verschiedene Produktkategorien, deshalb habe ich das möglichst sauber aufgesetzt und jeweils pro Kategorie eine normale Lagerbestandsdatei in der aktuellen Version heruntergeladen und mit jeweils einem Produkt und allen Varianten befüllt. Theoretisch kannst du aber auch bei der Erstellung der Vorlage für die Lagerbestandsdatei alle Kategorien auswählen die ihr bedient und dann große Mengen an SKUs gleichzeitig aktualisieren. Ich bin mir zudem auch nicht ganz sicher ob die Aktualisierung sogar nicht auch ohne Angabe der Kategorie über die Lagerbestandsdateien funktioniert.

Ich verstehe auch vieles nicht was Amazon so treibt, aber meist findet man ja einen Weg um zum gewünschten Ziel zu kommen.

Gruß Johannes

Wir haben aktuell knapp 15.000 Artikel in Amazon gelistet… es gibt bestimmt um die 20 verschieden Kategorien in die diese ja dann auch noch einsortiert gehören… ich verzweifele gerade wie ich das verarbeiten soll..

Bei uns ist nur eine niedrige vierstellige Anzahl an SKUs in 10 Kategorien, insofern ist der Aufwand etwas überschaubarer. Das Bearbeiten der Titel ist über die Berichte von Amazon ja recht einfach zu bewerkstelligen, auch bei größeren SKU-Mengen. Ich vermute das du dir dann aber letztendlich die Mühe machen musst zumindest die Produkttypen in der Lagerbestandsdatei pro SKU richtig anzugeben.

Gruß Johannes

Hey @Jessi-Gray ,

Mehr Produkte heißt zwangsläufig auch mehr Aufwand.
Daher müsstest du die dir Flat Files herunterladen, bearbeiten und hochladen.
Die Menge von 15.000 bleibt unverändert, du hast lediglich unterschiedlich viele Dateien.
Am besten vorher einen Überblick über alle Kategorien erstellen und dann abarbeiten.

Ich meine jedoch, dass du alle Angebote mit dem Bericht „Kategorie-Angebotsbericht“ herunterladen kannst, den musst du meistens jedoch erst über den Support freischalten.

Beste Grüße
Kim

Zu deiner Frage, ob man das über die Kataloge macht: davon hängt ab, welcher Weg bei dir überhaupt funktioniert. Ich würde deshalb als erstes zwei Minuten lang nachschauen, wie dein Amazon-Anschluss eingestellt ist. Dabei veränderst du noch nichts.

Schau unter Einrichtung » Märkte » Amazon » Einstellungen » [dein Konto] » Artikeleinstellungen, was bei „Artikelexport“ steht, und unter Daten » Kataloge, ob dort ein aktiver Produktkatalog für Amazon liegt.

Wenn Artikelexport auf „Nein“ steht und kein aktiver Produktkatalog existiert, gehen von Plenty aus nur Bestand und Preise zu Amazon (so wie Johannes das beschreibt). Dann werden die Titel bei Amazon selbst gepflegt, und der Weg über eine Flat File in Seller Central ist der richtige.

Wenn aber ein aktiver Produktkatalog läuft, exportiert der die Artikeldaten einmal pro Nacht neu zu Amazon, inklusive Titel. In dem Fall würden Titel, die du in Seller Central korrigierst, beim nächsten nächtlichen Lauf einfach wieder überschrieben. Die neuen Titel müssen dann in Plenty rein, über Daten » Import (das neue Tool), mit Abgleich über die Varianten-ID. Wähl im dritten Schritt unbedingt „Nur bestehende Datenfelder aktualisieren“ aus, denn mit der Standardeinstellung legt jede Zeile, die nicht zugeordnet werden kann, still einen neuen Artikel an, und bei 15.000 Zeilen will man das wirklich nicht. Es lohnt sich außerdem, die gekürzten Titel in Name 2 zu pflegen und den Katalog darauf zeigen zu lassen, statt Name 1 zu überschreiben, weil aus Name 1 auch die Artikel-URLs im Shop gebaut werden.

Falls du im Flat-File-Fall bist, kann ich ein paar von den Punkten beantworten, die hier im Thread offen geblieben sind. Der Produkttyp wird pro Datei tatsächlich gebraucht, und der normale Lagerbestandsbericht enthält ihn nicht. Der Bericht, der ihn enthält und gleich die passende Vorlagenstruktur mitliefert, ist der Kategorie-Angebotsbericht. Den muss man einmal formlos beim Seller Support freischalten lassen. Das ist ein Standardvorgang und geht nach den Berichten, die ich gefunden habe, meist innerhalb eines Tages. Die Freischaltung gilt dann jeweils etwa eine Woche und lässt sich beliebig oft neu anfragen.

Bei beiden Wegen würde ich zuerst einen Testlauf mit 20 bis 50 SKUs machen, danach den Bericht neu ziehen und vergleichen, ob die neuen Titel wirklich angekommen sind. Amazon lehnt Titel-Updates in manchen Fällen still ab, vor allem wenn man nicht Markeninhaber der ASIN ist, und das merkt man sonst erst, nachdem man alle 15.000 gemacht hat. Amazon schreibt zu lange Titel seit Ende Juli außerdem nach und nach selbst per KI um. Solange du deine eigene korrigierte Fassung hast, vergleichst du beim Testlauf also gegen deine Texte und nicht gegen die Fassung von Amazon.

Die Excel selbst würde ich vor dem Hochladen auch noch einmal prüfen. Bei 15.000 von Hand bearbeiteten Zeilen schleichen sich fast immer Fehler ein, zum Beispiel Titel, die nach dem Kürzen doch noch über 75 Zeichen liegen, SKUs, die Excel beim Öffnen als Zahl umformatiert und dabei verfälscht hat, oder doppelte SKUs mit unterschiedlichen Titeln. Ich habe mir für sowas eine kleine Prüfroutine gebaut. Wenn du magst, schreibe ich dir die Prüfliste hier in den Thread, oder ich schaue über deine Datei drüber.

Das ist mein erster Beitrag hier. Ich baue beruflich kleine Tools und Automatisierungen für einzelne Händler und Selbstständige, deshalb interessiert mich genau diese Sorte Problem.

Womit macht Ihr den eine vernünftige Produkttitel, wo alle wichtige Daten enthalten sind, die absolut nicht verzichten kann, der auch noch passt? Mit Claude oder mit was?

Ich kann mir nicht vorstellen, das man zB. 15.000 Varianten sauber mit der Hand macht.

Bitte denkt auch daran das neue Attribut „highlights“ zu befüllen mit max 125 Zeichen. So kommt ihr zusammen mit den 75 Zeichen für den Titel wieder auch 200 Zeichen (alte Titellänge)

Wir nutzen für solche Aufgaben Synesty: Anbinden & Automatisieren Ohne Programmieren

Flow bauen - Titel auslesen - mit ChatGPT / Claude … bearbeiten nach neuen Regeln und zurück zu Plenty.

Ich würde den Flow mit einen Tag am Artikel starten (zB Tag: „Titel bearbeiten“) und einfach in 100er Batches laufen lassen (alle 30 Minuten (oder du testet dich ran wieviele Artikel bei welchem Prompt du pro 30 Minuten bei Synesty schaffst).

Bei 100 Artikel / 30 Minuten bist du vollautomatisch one was zu machen in 3 Tagen durch :wink:

Andreas

Mit welchem Modell ist fast egal, Claude und ChatGPT können das beide ordentlich, wenn man ihnen pro Artikel die richtigen Daten mitgibt (Marke, Kategorie, und die Attribute, die auf keinen Fall wegfallen dürfen). Die eigentliche Arbeit steckt in drei Dingen drumherum:

  1. Die Zeichengrenze darf man nicht dem Modell überlassen. Sprachmodelle können schlecht Zeichen zählen. Nach jedem Durchlauf prüft ein kleines Skript oder eine Tabellenformel die Länge, und alles über 75 Zeichen geht automatisch noch einmal zurück.

  2. Bei 15.000 Varianten würde ich nicht 15.000 Titel einzeln generieren lassen, sondern pro Artikel einen Grundtitel, und die Variantenangaben wie Größe und Farbe danach mechanisch anhängen. Dann bleiben von 15.000 Varianten vielleicht 2.000 bis 3.000 echte Aufgaben übrig, und die Varianten eines Artikels bleiben untereinander konsistent.

  3. Pro Kategorie einmal festlegen, was zuerst gekürzt wird, wenn der Platz nicht reicht. Bei Technik ist die Typbezeichnung meist wichtiger als die Marke, bei Mode eher Größe und Material. Diese Regeln schreibt man einmal, danach läuft der Rest als Batch.

Der Hinweis von DanielM mit den Highlights passt da gut rein: was aus dem Titel rausfällt, kann derselbe Durchlauf direkt ins Highlights-Feld schreiben.

Vor dem Zurückschreiben würde ich pro Kategorie eine Stichprobe von Hand anschauen. Danach kann der Rest durchlaufen, ob über Synesty wie bei Andreas oder über ein eigenes Skript.

Wir haben es mit dem Claude Plugin in Excel gelöst. Hier kann man mit einem vernünftigen Prompt direkt die Zeilen mit Titel und Highlights befüllen/schreiben lassen. Am besten man gibt der KI noch weitere Infos (z.B. Bullet-Points, alter Titel, Beschreibung, etc.) mit damit mehr Kontext und Informationen vorhanden sind.

Kostet zwar extra aber trotzdem noch weniger wie wenn man händisch an den 15.000 Produkten dran hockt.
Bei uns hat es bei ca. 2.500 Produkten mit wieder einspielen an Amazon ca. einen halben Tag gedauert.

Hi,

vielen Dank für die vielen netten Hinweise zum bearbeiten der Titel - aber die habe ich jetzt soweit alle fertig- mein Problem gerade ist das ich die Sachen irgendwie wieder zurück ins Amazon bekomme.

Dein eigentliches Problem ist ja der Rückweg nach Amazon. Der Grund, warum sich dein Bericht nicht einfach wieder hochladen lässt, ist der Produkttyp. Der „Bericht zu allen Angeboten“ enthält SKU und Titel, aber keinen Produkttyp, und ohne den nimmt Amazon die Lagerbestandsdatei nicht an. Bei dir hängt also alles an einer Zuordnung von 15.000 SKUs zu ihrem jeweiligen Produkttyp, und nicht am Hochladen selbst.

Es gibt einen Bericht, der beides auf einmal liefert, nämlich den Kategorie-Angebotsbericht, den Kim oben erwähnt hat. Das „ich meine jedoch“ lässt sich auflösen, die Freischaltung über den Support gibt es wirklich. Sie ist ein Routine-Schalter, wird meist innerhalb eines Tages erledigt und gilt dann jeweils etwa eine Woche, danach kann man sie neu anfragen. Es reicht zu schreiben: „Bitte um Freischaltung des Kategorie-Angebotsberichts / Reverse Feed.“ Danach liegt er unter Berichte » Lagerbestandsberichte » Angebote nach Kategorie.

Der Bericht kommt in derselben Spaltenstruktur wie die Lagerbestandsdatei der jeweiligen Kategorie und hat den Produkttyp schon ausgefüllt. Du bekommst die Zuordnung und die fertige Upload-Vorlage damit im selben Dokument und musst die Produkttypen nicht von Hand nachtragen. Ausgegeben wird pro Kategorie, bei euch also um die 20 Dateien. Diese Aufteilung ist wirklich unvermeidbar, aber sie kostet 20 Downloads und nicht 20 mal die Arbeit an den 15.000 Zeilen.

Die „kleine“ Liste, die du dir weiter oben gewünscht hast, gibt es übrigens auch, nur nicht als eigene Vorlage. In der Lagerbestandsdatei gibt es die Spalte update_delete, und wenn dort PartialUpdate steht, aktualisiert Amazon nur die Felder, die tatsächlich einen Wert enthalten, und ignoriert leere Zellen. Du kannst also SKU, Produkttyp und Titel füllen und den Rest leer lassen. Das kenne ich nur aus Praxisberichten und nicht von einer Amazon-Seite, weil deren Hilfe hinter dem Login liegt, es ist aber der übliche Weg für Änderungen an bestehenden Angeboten. Ohne PartialUpdate überschreiben leere Zellen die Live-Daten.

Eine formal korrekte Datei kann im Verarbeitungsbericht als erfolgreich durchlaufen und die Detailseite trotzdem nicht ändern, wenn Amazon die Daten eines anderen Beitragenden für stärker hält. Bei markengebundenen ASINs passiert das, ohne dass eine Fehlermeldung kommt. Ich würde deshalb erst 20 bis 50 SKUs aus mehreren Kategorien hochladen, die Verarbeitung abwarten, danach den Angebotsbericht noch einmal ziehen und die Live-Titel mit dem vergleichen, was du eingereicht hast. Erst wenn dieser Abgleich sauber ist, würde ich den Rest hinterherschicken.

Und falls bei euch doch ein aktiver Produktkatalog für Amazon läuft, gilt das alles nicht. Dann müssen die neuen Titel über Plenty rein, sonst überschreibt sie der nächtliche Export wieder.

Den Teil, der bei 15.000 Artikeln die eigentliche Arbeit macht, habe ich gebaut: aus dem Kategorie-Angebotsbericht und deiner fertigen Titelliste die Upload-Dateien.

Du lädst die Berichte rein, einen pro Kategorie, dazu deine Titeltabelle, .xlsx geht direkt. Heraus kommt pro Kategorie eine Lagerbestandsdatei in der Spaltenstruktur deines eigenen Berichts. Gefüllt sind nur SKU, Produkttyp und Titel, update_delete steht auf PartialUpdate, alle anderen Spalten bleiben leer. Für den Probelauf gibt es einen Knopf, der reihum aus jeder Kategorie 20 bis 50 SKUs nimmt, damit die Stichprobe nicht aus einer einzigen Kategorie kommt.

Wenn die Verarbeitung durch ist, ziehst du den Bericht noch einmal und lädst ihn im letzten Schritt. Dann steht pro SKU da, ob dein Titel live angekommen ist, ob noch der alte dort steht, oder ob jemand anders einen dritten Text gesetzt hat. Der mittlere Fall ist der, den Amazon ohne Fehlermeldung durchgehen lässt.

Vorher schaut die Seite deine Titelliste durch, auf Titel über 75 Zeichen, leere Titel, Tabulatoren im Text, doppelte SKUs mit verschiedenen Titeln und SKUs, die Excel in Exponentialschreibweise verwandelt hat. Bei 15.000 handbearbeiteten Zeilen ist davon meistens etwas dabei.

Deine Dateien bleiben dabei im Browser, es geht nichts hoch. Nachsehen kannst du das im Netzwerk-Tab, oder du lädst die Offline-Fassung herunter und trennst die Verbindung. Falls die Freischaltung des Berichts noch nicht durch ist, liegen Beispieldateien auf der Seite, damit kannst du den Ablauf jetzt schon einmal durchspielen.

Was ich nicht prüfen konnte, ist, ob Amazon die fertige Datei am Ende annimmt. Ich habe keinen Zugang zu deinem Konto, und PartialUpdate kenne ich weiterhin nur aus Praxisberichten und nicht von einer Amazon-Seite. Genau dafür ist die Testcharge da.

Falls dein Bericht anders aufgebaut ist als erwartet, schick mir die Kopfzeile, dann passe ich es an.