Ich habe keinen aktuellen Marktüberblick. Allerdings bleibe ich bei der Aussage, dass Laserdrucker stets schneller verschleissen, wenn viele einzelne Aufträge über den Tag verteilt gedruckt werden müssen und der Drucker dazwischen „abkühlt“.
Wer noch die alten HP-Laser-Panzer kennt, die man gleich morgens eingeschaltet hat, weil die erst nach mehreren Minuten warm waren: Die sind teilweise heute noch in Betrieb. So gut wie unkaputtbar. Warum? Na, die heizen ein Mal langsam auf und dann bleibt das so – bis man die abends abschaltet.
Kostet halt entsprechend Strom. Wobei man die Rechnung mal aufmachen müsste, ab wann das günstiger ist als ständiges Schnellaufheizen.
Wenn man sich also mit einem Tintenstrahler anfreunden kann (sprich das Vorurteil „Laser = Profi, Tinte = Hobby“ beiseite schiebt), dann wäre meine erste Anlaufstelle heute sicher Epson mit der WorkForce Enterprise Serie. Das empfohlene Druckvolumen wird mit 30.000 Seiten pro Monat beziffert. Ist also passend zur Anforderung.
(Die 384.000 Seiten pro Monat bei „Druckvolumen“ bitte ignorieren. Das ist so was wie „Kann man mal einen Monat lang machen, ist aber nicht empfohlen“.)
Mit dem Wissen von heute würde ich aber Epson bzw. den jeweiligen Partner direkt fragen, ob der sofortige Druck (also erste Seite nach 5,5 Sekunden gedruckt) auch bei konsekutiven Aufträgen gilt.
Wir hatten einen Drucker aus einer bzw. zwei Serien darunter im Einsatz. Und ja, nach 5,x Sekunden war der erste Druck abgeschlossen und auch bei mehreren Seiten in einem Druckauftrag ging es entsprechend flott.
Aber bei den plenty-Prozessen hatten wir ja getrennte Aufträge für Rechnung und Label über denselben Drucker laufen lassen. Der erste Druckauftrag rauscht also durch. Alles fein. Und dann machte der Drucker so eine Art „Nachdenk-Programm“. Ich habe nicht gemessen, wie lange das jeweils dauerte, aber es war lange genug um sehr zu nerven.
Ist natürlich auch ein eher spezielles Problem, das vom individuellen Workflow abhängt. Aber ich wollte es mal erwähnen, weil solche „Kleinigkeiten“ nicht in Datenblättern zu finden sind.
Die Label würde ich heute auch nicht mehr über den gleichen Drucker wie die Rechnungen laufen lassen. Lieber einen Zebra-Drucker pro Arbeitsplatz oder so.
Apropos Drucker pro Arbeitsplatz: Das ist natürlich eine Alternative. Zum Beispiel Epson EcoTank (nur schwarz). Kosten vergleichsweise wenig – kann man sich also auch einen oder zwei als Ersatz auf Lager packen, falls mal einer ausfällt.
Preis der Tinte ist übrigens bei den teureren Business-Geräten zu vernachlässigen oder bereits über ein Servivepaket mit einem Partner abgedeckt.
Und Tinte staubt nicht und dunstet auch kein Ozon usw. aus. Allein schon deswegen würde ich keinen Laserdrucker nehmen, wenn dieser nicht in einem eigenen Raum mit spezieller Abluft läuft. 