Drucker Empfehlung: Laserdrucker

Hi,

ich wollte mal fragen, ob jemand Drucker empfehlen kann, wir haben tägliches Druckvolumen von mindestens 100 Blatt, in Stoßzeiten 1.000+ Blatt. Aktuell nutzen wir einen Brother HL-L5100 DN und sind damit, was Geschwindigkeit und auch Haltbarkeit angeht recht zufrieden, allerdings spürt man mittlerweile auch den Verschleiß und damit verbunden ein “schlechtes” Druckbild.

Daher wollte ich mich mal umhören, ob jemand andere Drucker empfehlen kann, wichtig ist ein schneller Druck (der Brother schafft bis zu 40 Seiten / Minute) und idealerweise günstige Wartungs- und Verbrauchsmaterialkosten.

Grüße

Jens

Hey @JVolke,

@uweschuermann hatte sich da mal gut zu geäußert im alten Forum:
https://forum.plentymarkets.com/t/welchen-drucker-habt-ihr-im-einsatz/623076

Bin gespannt ob er noch heute etwas empfehlen kann :slight_smile:

Wir arbeiten weitesgehend digital, daher muss ich mich mit A4 Druckern größtenteils nicht beschäftigten.

Sven von der webimpact® GmbH
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Ich habe keinen aktuellen Marktüberblick. Allerdings bleibe ich bei der Aussage, dass Laserdrucker stets schneller verschleissen, wenn viele einzelne Aufträge über den Tag verteilt gedruckt werden müssen und der Drucker dazwischen „abkühlt“.

Wer noch die alten HP-Laser-Panzer kennt, die man gleich morgens eingeschaltet hat, weil die erst nach mehreren Minuten warm waren: Die sind teilweise heute noch in Betrieb. So gut wie unkaputtbar. Warum? Na, die heizen ein Mal langsam auf und dann bleibt das so – bis man die abends abschaltet.

Kostet halt entsprechend Strom. Wobei man die Rechnung mal aufmachen müsste, ab wann das günstiger ist als ständiges Schnellaufheizen.

Wenn man sich also mit einem Tintenstrahler anfreunden kann (sprich das Vorurteil „Laser = Profi, Tinte = Hobby“ beiseite schiebt), dann wäre meine erste Anlaufstelle heute sicher Epson mit der WorkForce Enterprise Serie. Das empfohlene Druckvolumen wird mit 30.000 Seiten pro Monat beziffert. Ist also passend zur Anforderung.

(Die 384.000 Seiten pro Monat bei „Druckvolumen“ bitte ignorieren. Das ist so was wie „Kann man mal einen Monat lang machen, ist aber nicht empfohlen“.)

Mit dem Wissen von heute würde ich aber Epson bzw. den jeweiligen Partner direkt fragen, ob der sofortige Druck (also erste Seite nach 5,5 Sekunden gedruckt) auch bei konsekutiven Aufträgen gilt.

Wir hatten einen Drucker aus einer bzw. zwei Serien darunter im Einsatz. Und ja, nach 5,x Sekunden war der erste Druck abgeschlossen und auch bei mehreren Seiten in einem Druckauftrag ging es entsprechend flott.

Aber bei den plenty-Prozessen hatten wir ja getrennte Aufträge für Rechnung und Label über denselben Drucker laufen lassen. Der erste Druckauftrag rauscht also durch. Alles fein. Und dann machte der Drucker so eine Art „Nachdenk-Programm“. Ich habe nicht gemessen, wie lange das jeweils dauerte, aber es war lange genug um sehr zu nerven.

Ist natürlich auch ein eher spezielles Problem, das vom individuellen Workflow abhängt. Aber ich wollte es mal erwähnen, weil solche „Kleinigkeiten“ nicht in Datenblättern zu finden sind.

Die Label würde ich heute auch nicht mehr über den gleichen Drucker wie die Rechnungen laufen lassen. Lieber einen Zebra-Drucker pro Arbeitsplatz oder so.

Apropos Drucker pro Arbeitsplatz: Das ist natürlich eine Alternative. Zum Beispiel Epson EcoTank (nur schwarz). Kosten vergleichsweise wenig – kann man sich also auch einen oder zwei als Ersatz auf Lager packen, falls mal einer ausfällt.

Preis der Tinte ist übrigens bei den teureren Business-Geräten zu vernachlässigen oder bereits über ein Servivepaket mit einem Partner abgedeckt.

Und Tinte staubt nicht und dunstet auch kein Ozon usw. aus. Allein schon deswegen würde ich keinen Laserdrucker nehmen, wenn dieser nicht in einem eigenen Raum mit spezieller Abluft läuft. :wink:

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Aus diesem Grund hab ich mal über eine Zoll-Auktion 20 alte Kyocera für 100 Euro gekauft.
Wenn es das Unternehmen so schon nicht mehr gibt, die Drucker laufen heute noch.

Das einzige was ich maximal lernen musste, war die Reinigung, weil wieder ein Lagerist die Kartusche geschüttelt hat.

Dank Documenten-Builder kann man ja jetzt auch die Lieferscheine so Drucken.
Wobei wir auch einen Mini-Bondrucker im Einsatz hatten, für die Barcodes des Korbes nach der Komissionierung.

Das war unser Plan, wenn die Drucker nicht mehr gehen. Waren sogar beim gleichen Ergebnis (Tintenpreis etc)

:rofl:

Wenn ich das heute noch mal planen müsste und Platz genug vorhanden wäre, dann würde ich auch zwei Drucker pro Platz einplanen: Zebra Labeldrucker und Epson s/w Tinte mit Tank. Ließen sich wahrscheinlich sogar übereinander stellen mit einem kleinen „Tischmöbel“.

Wobei ich gestehen muss, dass ich bei Rechnung und Lieferschein vorher noch mal evaluieren würde, ob diese überhaupt ausgedruckt werden müssen. Selbst bei Lieferungen ins Non-EU-Ausland kann man es (je nach Konstellation) hinbekommen, dass die Begleitdokumente digital übermittelt werden.

Natürlich muss man das unter verschiedenen Aspekten durchgehen und dann eine Entscheidung treffen. Bei privaten Lieferungen finde ich es aber eher lästig, wenn ich papierhafte Lieferscheine und Rechnungen erhalte statt per E-Mail.

Unsere Erfahrungswerte:
Als wir die Rechnungen weggelassen haben, hat sich keiner Beschwert, gab sogar positive Reaktionen.

Lieferscheine wurde häufiger bemängelt, aber da nur bei großen Sendungen.
Wir haben dann geschaut, wer sich so beschwert hat. Bei Bestellungen mit einer entsprechenden Produktanzahl wurde dann ein Lieferschein beigelegt, für alle anderen haben wir die Versand-Mail angepasst, damit dort auch alle Produkte separat gelistet werden.

Gab es den Fall „große Bestellmenge mit Lieferauftrag“ wurde vom Lageristen entschieden, nach dem Schema „1 Produkt nur Teilmenge geliefert oder viele Produkte“ - LS beilegen

Damit war dann jeder glücklich.

Das sollte man aber definitiv in Erwägung ziehen, zumal man an Privatkunden ja nicht unbedingt eine Rechnung erstellt (und somit übermittelt) werden muss. Diese zu digitalisieren ist also der erste schritt, papier zu sparen.

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Wir setzen auch auf die Epson Eco Tank Geräte und sind damit sehr zufrieden. Günstiger Drucker (wir haben ecotank et m1170), geringe laufende Kosten und relativ schneller Druck in den Prozessen.
Zwei kleine Kritikpunkte:

  • Papierfach eher klein
  • Wir haben die Rückseite des Druckers nach vorne stehen, da sich die gedruckten Seiten dann leichter entnehmen lassen

Gruß Simon

Für wie viele Seiten reicht denn eine Patrone?

Das einzige Manko bei dem Drucker wäre die geringere Geschwindigkeit 20 - 30 statt 40 Seiten pro Minute, was bei uns zumindest in der Hochsaison eine Rolle spielen würde.

Schickt ihr die 40 Seiten auf einmal hin?
Bei uns wird der Artikel gescannt und dann der Lieferschein gedruckt - in der Regel nur eine Seite. Das klappt relativ schnell. Ich hatte damals einen Drucker gesucht, der die erste Seite schnell druckt.

Ich arbeite in der Regel im Homeoffice und bin erst am Donnerstag wieder im Lager. Wenn ich daran denke, mach ich mal ein kurzes Video und frage nach dem Verbrauch/der Reichweite.

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Ja, wir arbeiten noch relativ analog im Lager, d.h. frühs werden erst einmal alle Aufträge ausgedruckt und dann mit Label ins Lager gegeben.

Wird zeit auf digital umzustellen.
Wir hatten das früher auch mit „der erste job ist aufträge drucken“

Die Anschaffung von Scannern + Prozess-Umbau war zwar tricky aber die Kosten haben sich schnell relativiert. On top wurde das Lager merklich schneller.

Lediglich zeitkritische Aufträge mussten etwas „vorgeplant“ werden, was aber an dem alten Mittwochsproblem von Plenty lag (label wurden dann schon einen Tag vorher genertiert)

Ich sehe das wie @DarkCMS-Kevin: Lager digitalisieren. Die plenty-Prozesse bieten in Verbindung mit der App schon länger Möglichkeiten dazu. Andere Anbieter sind da sogar noch weiter, aber man bekommt in plenty durchaus zügig einen ersten Ablauf hin, der für alle passt und kann dann weiter fein justieren.

Bei den Prozessen artet das leider irgendwann aus, wenn man es ernst meint. Wir hatten dann ein Konstrukt, das ziemlich lang wurde und damit durch die „Sprünge“ unübersichtlich. Würde ich heute wohl zumindest teilweise über Ereignisse abhandeln. Wobei ich nicht weiß, ob es das übersichtlicher macht. :sweat_smile:

Grob gesagt, kann man in plenty die Auftragsverarbeitung sowohl in Wellen als auch einzeln handhaben – oder als Hybridform.

Unser „erster“ Prozess war eher komplett „Welle“. Also erst mal eine Menge Aufträge die Packliste drucken, picken, dann alle Dokumente automatisch drucken (mit 100 Seiten pro Minute beim Brother damals ein Traum), alles in die Kartons und dann fertig packen und verschicken. Aufgrund von Fehlzuordnungen hatte ich es dann noch mal um eine Artikelerfassung erweitert.

Das war die Basis für den späteren Prozess. Das Picken fand immer noch gesammelt für eine bestimmte Anzahl Aufträge statt. Ab dann wurden aber einzeln (also pro Auftrag) die Artikel erfasst und die Dokumente gedruckt. [Daher der Hinweis weiter oben, dass es je nach Drucker nervig sein kann, wenn zwei aufeinanderfolgende Druckaufträge nur mit Bedenkzeit zwischen beiden gedruckt werden.] Dann alles fertig gepackt und verschickt. Leider bei plenty mit Medienbruch. Picken mit MDA oder Tablet und Packen mit Computer.

Bei Odoo waren wir mit dem Aufsetzen eines voll automatisierten Prozesses leider nicht mehr fertig geworden. Aber der halbautomatische war so ähnliche aufgesetzt wie bei plenty. Also erst mit MDA picken, dann mit Computer packen.

Falls du Anregungen oder so wegen Automatisierung brauchst oder Fragen hast, kannst du dich übrigens gern melden. :wink:

Wenn das wirklich ein wichtiges Kriterium bleiben sollte, dann ist die Epson WorkForce Enterprise Serie (werden bei Epson auch gern „Abteilungsdrucker“ genannt) durchaus einen Blick wert. Der DIN A4 Drucker kann 55 Seiten pro Minute.

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Ich habe heuer von den alten Canon LBP6x Modellen auf Kyocera P3055/3060 umgestellt. Bis zu 55 bzw. 60 Seiten / Minute. Im Vergleich zu den Canon hervorragende Geräte. Die Wechseltoner enthalten auch nur das Pulver - keine (glaube?) Entwicklereinheit wie bei Canon. Und man kann die “Innereien” der Geräte mit relativ wenig Aufwand wechseln und so die Lebensdauer eines Gerätes deutlich verlängern. Zudem wird überschüssiger Toner in einem seitlich befindlichen Fläschchen aufgefangen und nicht nur in die Umgebungsluft hinausgeblasen.

Ich hab mir gerade hier ein paar schnelle Tauschmodelle für die Weihnachtssaison als Reserve geholt. Der eine den ich jetzt ausgepackt hatte, hat ganze 27 Seiten gedruckt - quasi neuwertig. Und das für 200€ VB Kyocera P3055dn / Laserdrucker / NUR 8 Seiten gedruckt! TONER 99% in Baden-Württemberg - Herrenberg | Drucker & Scanner gebraucht kaufen | kleinanzeigen.de

Die passenden Papierfächer (wir haben oben A4 und darunter die DHL A5 Etiketten) hat er auch, habe ich z. B. preislich rausgehandelt.

Und Alternativtoner mit Befüllung bis 30.000 Seiten für n Appel-Ei sind auch gar kein Problem. Günstiger gehts vermutlich wirklich nicht mehr. Allerdings noch keine Langzeiterfahrung, da der Wechsel erst vor 10 Monaten stattfand.

Empfohlen wurden mir die Geräte von einem kleinen Fachbetrieb, der sich ausschließlich mit Druckern beschäftigt und ich dort eigentlich die Canon LBPs angefragt habe.

Gruß

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Nur als Info:

Wir haben uns am Ende für den Epson EcoTank ET-M1170 entschieden und sind damit bisher sehr zufrieden. Zwar ist die Geschwindigkeit spürbar langsamer aber immer noch ausreichend genug, sodass am Ende „ich“ der limitierende Faktor bin und nicht die Druckgeschwindigkeit.

Weiterhin muss ich sagen, dass eine Füllung extrem lange hält, wenn man im Entwurf-Modus druckt. Wir sind jetzt schon über 6k Seiten mit der ersten Füllung und da ist immer noch Tinte im Tank.

Nochmal ein Danke für Alle, die hier ihre Empfehlungen und Erfahrungen ausgetauscht habe. :slight_smile:

Grüße
Jens

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Falls es jemand interessiert:
Wir drucken unsere labels auf Thermoetiketten, früher mit Toshiba, die funktionierten zwar zuverlässig waren aber eine Katastrophe zu konfigurieren, DIP Schalter am Gerät inklusive. Seit Jahren sind nun Zebra GK Drucker dafür im Einsatz, zuverlässiger gehts kaum, ich glaub unser erster hatte 250.000 Labels rausgelassen bevor das Druckbild etwas fleckig wurde, aber immer noch gut nutzbar war.

Rechnungen die wir auch zum kommissionieren nutzen sind ein ganz anderes Thema.
Zwar sind Kyocera PA4000 und die Vorgänger grundsätzlich solide aber die Mechanik hat bei uns kaum Lebensdauer. Wir drucken am Packplatz und mittlerweile in einer Kalthalle und da wir dort auch Kartonagen tackern ist das eher staubig. Nach spätestens zwei Jahren sind die Lauf und Grip Rollen der Drucker durch und es kommt regelmäßig zu Papierstau.
Daher ist der Plan das kurzfristig auch auf Thermoetikett umzustellen.
Entwicklereinheiten sind aber solide und es gibt Drittanbietertoner.
Im Büro haben unsere kyoceras das Problem nicht da stehen MFC.

Also Lieferschein auf einem Thermodrucker und für Exportsendungen / Dokumente dann weiterhin einen “klassischen” A4 Drucker?

Hat hier jemand für das Thema Thermodrucker und A4 (A5?) eine Empfehlung?