Es ist vollbracht, ich bin gestern vom Plentyshop LTS auf einen neuen Wordpress/Woocommerce Shop umgestiegen:
Der größte Unterschied ist, dass der Shop-Bereich (Woocommerce) nur mehr ein kleiner Bereich der Seite ist. Der größere Teil ist Content, der klassisch mit Wordpress verwaltet wird.
Der Hintergrund ist bei diesem Projekt, dass 20 Jahre Geschichte und Content langfristig erhalten bleiben sollten, in Zukunft eher in Form eines Ratgebers, während der Shop nur mehr ein Randbereich ist.
Mit Plentyshop war ich beim Content immer ziemlich eingeschränkt: Ich hatte Kategorieseiten und Produktseiten. Wenn eine Produktkategorie aus dem Sortiment genommen wurde (zu wenige Verkäufe…) sind meist auch die Inhalte verschwunden.
Bei der neuen Wordpress/Woo Seite habe ich insgesamt 4 Content Ebenen:
- Umfangreiche Content Seiten, die Texte, Bilder, Bilder-Galerien und Videos enthalten können, sehr bequem zu erstellen (was mir beim Plentyshop immer gefehlt hat). z.B. Schwarzlicht – Neon-Deko, Bodypaint & UV-Beleuchtung - Eventlights.shop
- Produktgalerie - ein Archiv mit über 100 früher verkauften Produkten, inkl. Bilder und Videos. Wurde mit dem ACF Plugin erstellt, sieht ein wenig wie ein Shop aus, aber ohne Shop System: Produktgalerie - Eventlights.shop
- Blog Bereich, in dem flexibel Artikel zu Themen veröffentlicht werden können, für die es keine fixe große Content Seite gibt: https://www.eventlights.shop/ideen/
- WooCommerce Shop: Der eigentliche Shop Bereich in dem man etwas kaufen kann, mit den typischen Kategorien und Produktseiten: Shop - Eventlights.shop
Die Wordpress/Woo Kombination ist sehr stark im Content Bereich, also wenn man umfangreich Content veröffentlichen möchte, der Verkäufe im Shop Bereich unterstützen kann (Content marketing/SEO…).
Der WooCommerce Shop muss erst mit Funktionen ausgerüstet werden die z.B. beim Plentyshop selbstverständlich sind, z.B. rechtliche Anpassungen mit einem Plugin wie Germanized.
Wenn man Dinge die eher im ERP Bereich sind mit dem Woo Shop machen möchte (Emails versenden, Rechnungen erstellen, Versand buchen, Versandadressen als CSV exportieren für Import beim Paketdienst…) dann kann/muss man das alles mit Plugins nachrüsten. Vieles ist dabei noch gratis möglich. Aber wenn man zB Germanized voll nutzen möchte (Grundpreise…) und Rechnungen damit erstellen möchte dann sollte man schon 5eur/Monat dafür einplanen.
Der Shop wird auf einem kleinen Hetzner Cloud Server (ca 6eur/Monat) gehostet, nutzt ein einfaches Caching Plugin (WP Super Cache, gratis), wenn alles im Cache ist dann ist das ziemlich schnell (3x Seobility Crawler gleichzeitig mit 200ms zwischen Requests, so 20% Auslastung am Server). Wenn der Cache nicht genutzt wird hat man schnell mal 50-100% Auslastung, der Shop bleibt gut nutzbar (halt so 1-2 Sekunden Ladezeit je Seite). Musste ein wenig bei PHP schrauben (auf php-fpm umstellen).
Vergleich mit Plentyshop LTS/Shopbooster: Man muss und kann sich selbst um Caching kümmern, wenn man das im Griff hat (=statische Seiten werden ausgeliefert) dann ist das ganze auch am kleinsten Server sehr schnell. Ich frage mich wirklich, was Plenty da jahrelang mit dem Shopbooster gemacht hat.
Pagespeed Optimierungen bin ich noch nicht angegangen, auch die Videos sind mobil noch nicht ganz optimal, da werde ich noch optimieren, aber Hauptsache es läuft mal ![]()
Fragen, Kommentare etc. gerne posten.