Frage zur KI allgemein?

Hallo,

ich hab da mal eine Frage. Hoffentlich ist das nicht zu peinlich :)?

Wenn ich ein größeres Projekt erstellen möchte, dann würde ich das gerne in verschiedenen Teilen aufteilen - aber so, das die einzelne Bereiche aufeinander zugreifen können.

zB: so:

Bereich A

Bereich B

Bereich c

Bereich Q

Umsetzen würde ich das gerne mit Claude.ai (oder ein noch besseres AI):

Am Ende soll das dann zu einem ganzen kompl. Projekt werden, wo die einzelnen Bereiche ineinander greifen - was man dann veröffentlichen könnte.

Wie stelle ich sowas am Besten an?

Habt Ihr da einen Idee?

Danke & Gruß Dirk

Hallo Dirk,

das, was Du da vorhast, kannst Du mit Claude.ai wunderbar umsetzen. Dort kannst Du tatsächlich Projekte erstellen. Das machst Du am besten im Bereich Claude.cowork. Da erstellst Du Projekte und kannst an diesem Projekt eine genaue Beschreibung geben: was in dem Projekt wie wo beachtet werden soll und auf was es da ankommt und so weiter. Du kannst dort auch Quellen- und Ordner freigeben, auf die Du dieses Projekt zugreifen kannst. Dann kannst Du innerhalb dieses Projekts verschiedene Chats erstellen, die dann einzelne Teilbereiche oder Teilaufgaben von diesem Projekt übernehmen. So kannst Du da vorgehen. Du kannst das aber auch mit jeder anderen KI machen. Kommt immer darauf an, was Du genau machen möchtest.

Gruß

Daniel

Bei KI/LLM-Systemen wie Claude etc. musst du den Kontext managen, auf den das Modell in seinen Chats zugreifen kann.

In Claude legst du ein Projekt an, ladest im Projekt die relevanten Daten (zB Textdateien) hoch. Wenn du dann eine Nachricht schreibst hat das Modell sowohl den Inhalt der Nachricht als auch die Projektdateien als Kontext zur Verfügung.

Da gibt es keine „Bereiche“, alles worauf das Modell zugreifen soll muss im selben Projekt liegen.

Das Problem: Je mehr Kontext im Projekt ist desto „schwerer“ wird jede Nachricht. In einem Projekt mit hunderten Seiten Text als Kontext kann eine einzige Nachricht mit OPUS schon mal die Hälfte des 5-Stunden Budgets verbrauchen.

Daher kann es sinnvoll sein, mehrere getrennte Projekte zu verwenden (jedes mit einem eigenen Kontext). Es kann sinnvoll sein Eingangsdaten zuerst zusammenfassen zu lassen, und dann nur die zusammengefassten Infos im Projekt zu hinterlegen. Bzw. auch wieder Daten aus dem Projekt zu löschen, oder einen alten Bericht durch einen konsolidierten neuen Bericht zu ersetzen etc.

Du kannst auch bestimmte Infos bewusst NICHT ins Projekt legen (wo sie bei jedem Chat die verbrauchten Tokens erhöhen), sondern die Datei mit den Infos in einem Chat mit der ersten Nachricht mitschicken.

Zu Dateien: Für Claude eignen sich .md (Markdown) Dateien gut, das sind Textdateien mit einfachen Formatierungen. Claude kann diese Dateien auch gut erstellen, zB mit einem Befehl wie „Fasse die gesendeten Informationen zusammen und stelle sie als .md Artefakt dar“, dann bekommst du rechts neben dem Chat ein extra Fenster wo der Text erstellt wird. Diese .md Datei kannst du dann direkt zum Projekt hinzufügen, oder herunterladen, um sie bei Bedarf in einem neuen Chat wieder mitzugeben.

@thomas.g @DanielM

Ja sowas hatte ich mir schon so gedacht. Danke Euch.

Hab halt nochmal eine Bestätigung für mich gebraucht, ob ich auch richtig liege. Dem ist ja wohl auch so.

Gruß Dirk

Jain, tatsächlich kann man mit Claude (zumindest mit CLI) aus dem Projekt ausbrechen, oder es innerhalb des Projektes fragmentieren.

Beispiel Ausgelagerte Projektteile:
Das obere Projekt ist das Arbeitsprojekt, hier ist Claude aktiv. Die eigentliche App wurde wurde aus dem Projekt heraus erstellt. Erweiterungen werden dort per Agenten durchgeführt. Richtig angepasst, hat dieser Ordner dann auch seinen eigenen Kontext und seine eigene Dokumentation.
image

Anders herum ist es innerhalb des Projektordners ebenfalls möglich das aufzuteilen, benötigt dann aber auch ordentliche Agenten, die sich nur auf diesen Teil konzentrieren. Das Kontext-Problem ist lediglich vorhanden, wenn man alles über einen Akteur macht.

Das gleiche lässt sich bedingt auch innerhalb der Projekte online machen, dort bezieht sich das aber auf die einzelnen Chats die im Projekt angelegt sind. Auch da ist es möglich eine Primäre Unterhaltung zu führen und andere Chats für andere Unterhaltung zu pflegen. Wobei ich das ausmaß noch nicht getestet habe, da ich regulär nicht mit den Onlineoberflächen arbeite.

Ja, das meinte ich mit „Kontext managen“, je größer das Projekt/Programm desto mehr muss man sich Gedanken machen wie man sicherstellt, dass einzelne Anfragen nur mit dem dafür nötigen Kontext arbeiten.

Bei meinem SEO-Tool mache ich z.B. Architektur/Spezifikationen über Claude im Web (Kontext ist die Doku), die Programmierung über Claude Code (Zugriff auf den Code), mit Dokumenten/Programmierbefehlen die zwischen den beiden Infos übertragen.

Anfangs habe ich noch den kompletten Code in eine Datei zusammengefasst um ihn auch Claude im Web zur Verfügung zu stellen, aber beim aktuellen Umfang (etwa 20k Zeilen) sprengt dann 1 Nachricht das Limit.