Man kann die Werte anpassen. Meines Wissens gelten Anpassungen nach oben quasi ab sofort. Nach unten kommt es auf die Mindestlaufzeit an. Man kann ja monatlich und jährlich auswählen.
Ganz grundsätzlich zur Kostenstruktur. Ich hatte das hier im Thread auch schon mal erläutert, aber es ist leider sowohl einfach als auch kompliziert.
- Man bezahlt die Lizenz pro Benutzer; nicht pro Mitarbeiter oder was auch immer.
- Upgrade von Standard zu Custom ist natürlich möglich.
- In Standard hat man Zugriff auf die „Enterprise“ Edition mit allen Apps und das Hosting bei Odoo Cloud ist auch inklusive.
- Was in Standard nicht geht: Drittanbieter-Apps oder eigene Apps. Man hat auch keine freie Wahl beim Hosting.
Will man also selbst hosten oder freie Wahl haben: Custom. Besteht Bedarf an Codeanpassungen über eigene Module oder Drittanbieter-Apps: Custom.
Wählt man Custom und möchte Drittanbieter-Apps, ist man bei Odoo Cloud auch „raus“. Dann muss es also Odoo.sh oder ein anderes Hosting sein – mit den entsprechenden Kosten. Wobei Odoo.sh quasi die „sichere Bank“ ist, weil beides direkt von Odoo kommt.
Wir selbst haben derzeit ein anderes Hosting – relativ ähnlich zu Odoo.sh, aber rein in Deutschland gehostet. Es läuft, aber so richtig glücklich sind wir nicht und werden wohl den Weg gehen einen dedizierten Server aufzusetzen. Was ich damit sagen will: Man hat viele Optionen.
Am Rande: Die „Community“ Edition kann man ohnehin hosten, wo man möchte und nach Belieben erweitern. Die kostet auch keine Lizenzgebühren. Dank Community-Modulen kann man sich auch „so etwas wie“ die Enterprise Edition zusammenstellen. Ist aber meiner Meinung nach etwas für Leute, die Spaß am Basteln haben.
Ansonsten gibt es bei der Kostenstruktur nicht viel zu beachten. Will man die IoT-Box, kostet das noch mal Lizenz pro Box. Will man die „KI-Aufbereitung“ zum Beispiel bei den Lieferantenrechnungen, kann man sich entsprechende Pakete kaufen. Im Großen und Ganzen war es das, wenn ich mich nicht vertue.
Was du zum Start machen kannst: Einfach mal ein System buchen und „Student“ auswählen. Dann lässt dich der Vertrieb in Ruhe und du kannst 14 Tage alle Apps der Enterprise Edition ausprobieren.
Noch ein paar Punkte zum Mitnehmen:
- Odoo kann sehr viel. Manches versteckt sich hinter Einstellungen oder braucht eine aktive App (aus dem Standard).
- Dinge funktionieren ggf. anders als man es gewohnt ist. Ich habe bei uns im Unternehmen auch wieder gemerkt, dass die Aufteilung in Auftrag, Lieferaufträge und Rechnungsdatensätze teilweise zu Verständnisproblemen geführt hat. Ich finde das allerdings deutlich klarer und es bietet flexiblere Möglichkeiten.
- Nimm dir Zeit und mache dir eine Liste, was in plenty wirklich genutzt wird. Setze nicht voraus, dass eine Funktionalität 1:1 oder überhaupt zur Verfügung steht.
- Prüfe auch, was an Drittanbieter-Systemen genutzt wird und was Odoo ersetzen könnte. Das hat bei uns schnell Einsparpotenziale und Entwicklungsmöglichkeiten ergeben.