Österreichische Plenty Nutzer? Andere Länder?

Gibt es hier eigentlich auch Plenty Nutzer, die von Österreich aus über Plenty verkaufen? Oder von anderen Ländern aus?

Bei Eventlights.shop habe ich Plenty ja viele Jahre mit 2 USt.-Standorten (Lager AT / DE) genutzt, was wirklich gut funktioniert hat (perfekte Vorkontierung für den BH-Export je nach Lagerland…).

Da wäre es spannend ob es hier noch mehr Nutzer gibt die verschiedene Länder-Standorte in Plenty nutzen - und wie die Erfahrungen sind.

Andere Länderstandorte haben wir früher genutzt, als wir noch FBA-Pan-EU-Nutzer gewesen sind. Mittlerweile haben wir das Auslandsgeschäft aber praktisch vollständig eingestellt. Funktioniert hat es damals aber recht zuverlässig.

Gruß Johannes

Gruß Johannes

Das war eine tolle Zeit damals, als man EU-Auslandsmärkte fast frei von Hürden erobern konnte… :grinning_face:

Das war auch damals nicht ganz ohne Hürden. Aus meiner Sicht waren die Hürden damals schwerer zu überspringen. Es gab keine Europa-weite Lieferschwelle, sondern jedes Land hatte seine eigene Lieferschwelle definiert. OSS gab es auch nicht, also musste man damals bei der Überschreitung der ungarischen Lieferschwelle (35.000€ Netto/Jahr) in Ungarn eine ungarische USt-Id beantragen und dort Meldungen abgeben. Der Aufwand ist größer als jetzt bspw. die ganzen Regeln zur Verpackung zu befolgen.

Gruß Johannes

Ja das waren noch Zeiten, ich hatte deshalb für ein paar Jahre einen französischen und einen italienischen Steuerberater (in Frankreich war es glaube ich eine 100k Grenze, die ich mal reißen durfte). Ungarn war aber nie wichtig genug bei meinem Geschäft :wink:

Verpackung: Ich habe 3 Jahre das Theater mit Frankreich mitgemacht, und es am Ende doch eingestellt. Ich würde sagen was die dort aufführen ist aufwändiger als die USt. Sache, weil man alle Produktverpackungen kennzeichnen sollte (auch wenn man die gar nicht herstellt), jedes Gramm Verpackung UND Produkt irgendwo melden sollte, auf rein französischen Seiten von „Eco“ Organisationen - fast unmöglich das korrekt einzuhalten.

Und dabei war die größter Hürde wahrscheinlich die Sprache und nicht die Regelungen XD, aber ja, Frankreich ist in der Hinsicht hardcore

Die Sprache war tatsächlich eine Hürde bei den Produkt-Eco-Organisationen, weil man schwierig herausfinden konnte was die wollen wenn man etwa „Baumarkt“ Produkte verkauft. Die ganze Logik ist fremd.

Bei Verpackungen sind unzählige Stunden in die Erstellung von Piktogrammen und die Anpassung von Labels/Produktverpackungen geflossen. Wobei Hersteller die Regeln kaum selbst erfüllt hatten. Sprich wir hätten für jedes Fremdprodukt Zusatzlabels mit Piktogrammen entwerfen müssen.

Und dann wurden vom Entsorger auch noch die Regeln geändert, aus einer Pauschale von 80 eur für tausende Stück wurde ein „sehr komplexe Tabelle zu genauen Verpackungsbestandteilen ausfüllen oder das doppelte zahlen“.

Am Ende dann 3 Jahre Aufwand und Bemühungen, um dann den FR Shop doch abzudrehen.

Und auch bitter: Heute hätte ich so gute Versandtarife wie noch nie für Frankreich und andere Länder, aber der Markt ist längst abgewickelt… :wink: