Pack-Prozess von Lieferschein-Scan auf Artikel-Scan umstellen möglich?

Hi zusammen,

ich grübel gerade etwas über die Optimierung unserer internen Abläufe und bin jetzt auch beim Picken / Packen angekommen.

Wie wir es bisher machen:

Mitarbeiter X: Stapel Lieferscheine + passende Pickliste drucken → Kommissionieren
MItarbeiter Y: Holt sich Ware und zugehörige Lieferscheine → Packen startet pro Auftrag durch Lieferschein Barcode

Ich würde gerne ausprobieren, dass Mitarbeiter X nur eine Pickliste zum Kommissionieren bekommt und Mitarbeiter Y dann mit dem Barcode-Scan eines Artikels beginnt und Plenty dann den zugehörigen Lieferschein ausdruckt. (Sortierung nach Dringlichkeit / Fälligkeit möglich?)

Das würde eine Zeitersparnis beim Suchen der Artikel mit sich bringen und vor allem Aufträge mit einem Artikel deutlich beschleunigen können.

Hat vielleicht einer von euch schon so einen Packprozess am Laufen und kann mir die Logik erklären, wie man sowas aufbaut? Ich habs leider noch nicht rausfinden können, sofern es überhaupt geht.

Gruß
Michael

Hallo @michael_m21

das geht. Das sortieren nach Dringlichkeit/Fälligkeit findet im Vorfeld statt, indem du dem Prozess für das erstellen der Pickliste, per Filter mitgibst, welche Aufträge im Prozess landen sollen. Die Pickliste ist dann bestenfalls wegeoptimiert erstellt, so dass der Lagerist den bestmöglichen weg geht. Die Ware landet dann in einem Einkaufswagen und der Packer greift willkürlich zu und scant den Artikel. Das Label und ggf. der Lieferschein werden dann direkt gedruckt und damit ist der Versand abgeschlossen.

Du kannst das ganze dann auch für Aufträge mit mehr Artikeln machen, dann muss eine Boxkommissionierung dazwischen. Also Es wird alles gepickt, dann gescannt und auf Boxen verteilt. Also erster Artikel, lege in Box 6, zweiter Artikel lege in Box 3 usw. Die Boxen stellen dann komplette Aufträge dar und Label und co können wieder erstellt werden.

Und wenn du picken und packen in einem machen willst, kannst du das alles auch rollend lösen, indem der Packwagen quasi mit zum picken genommen wird und direkt auf dem rollenden Wagen die Ware verpackt wird.

Alles machbar.

Gruß

Daniel

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:package: Box-Kommissionierung

Die Box-Kommissionierung ist ein strukturierter Prozess, um gepickte Artikel effizient zu packen und automatisiert Versanddokumente zu erstellen.

Nachfolgend findest du den Ablauf in zwei Phasen: Pick und Pack.


:receipt:Phase 1: Pick

:one: Pickliste erstellen

Mitarbeiter A druckt (analog) oder erstellt (digital mit MDE & App) eine Pickliste für mehrere Aufträge.

→ Nach dem Erstellen sollten diese Aufträge markiert werden / aus dem Pickstatus wandern. Damit sie nicht mehrfach auf Picklisten auftauchen, wenn schneller gepickt als gepackt wird. (z.B. Status 6).

:two: Ware picken

Mitarbeiter A pickt die Artikel gemäß der Pickliste und legt sie gesammelt in einen Sammelwagen.

Nach Abschluss wird der Wagen an den Packtisch geschoben.


:package:Phase 2: Pack

:one: Prozess starten

Mitarbeiter B startet den Prozess „Box-Kommissionierung“ am PC.

(Option 1) Die Picklisten-ID wird gescannt, um die zugehörigen Aufträge automatisch zu laden.
(Option 2) Ein Auftragsstatus wird geladen, welche ausschließlich und genau die Aufträge beinhalten welche zuvor gepickt wurden / nun im Pickwagen liegen

Eingestellt ist, dass X Boxen (eine pro Auftrag) platzierbar sind.

Es erscheint eine visuelle Übersicht aller Boxen, und eine Eingabemaske für den ersten Artikel öffnet sich.

:two: Artikel scannen und zuordnen

Mitarbeiter B scannt einen Artikel.

Der Artikel wird automatisch der ersten Box zugeordnet, und Mitarbeiter B legt ihn physisch in diese Box.

:three: Weitere Artikel scannen

Beim nächsten Scan erkennt das System:

  • Gehört der Artikel zu einem neuen Auftrag → es öffnet sich eine neue Box.
  • Gehört der Artikel zu einem bestehenden Auftrag → die entsprechende Box wird angezeigt.

:four: Box abschließen

Wenn alle Artikel eines Auftrags erfasst sind, gilt die Box als vollständig.

→ Der Prozess kann nun automatisch alle gewünschten Dokumente erzeugen (z. B. Lieferschein, Versandlabel, Rechnung).


:puzzle_piece: Optionale Erweiterung: Single- und Multi-Pick

Die Kommissionierung kann in zwei Varianten aufgeteilt werden:

:small_blue_diamond:Single-Pick

  • Aufträge mit nur einer Position und Menge
  • Kein Einlegen in eine Box nötig
  • Nach dem ersten Scan ist der Auftrag sofort abgeschlossen
  • Automatisch kann direkt gedruckt werden (Lieferschein, Versandlabel etc.)

:small_blue_diamond: Multi-Pick

  • Aufträge mit mehreren Positionen oder Mengen
  • Box-Kommissionierung läuft wie oben beschrieben
  • Erst nach vollständigem Erfassen aller Artikel wird der Auftrag abgeschlossen

:light_bulb: Tipp:

Die Aufteilung in Single- und Multi-Pick Durchläufe kann den Prozess erheblich beschleunigen und reduziert das Handling pro Auftrag.
Ergibt wahrscheinlich nur ab einer gewissen Auftragsanzahl Sinn (z.B. wenn mehrere Picker & Packer parallel arbeiten können)

Sven von der webimpact® GmbH
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:telephone_receiver: +49 (0) 2974 77 999 99

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perfekt erklärt :slight_smile:

Bei uns ist der KL. nur mit Scanner durchs Lager und hat für 30 (maximale Anzahl Aufträge mit mehr als einer Position) bis 100 Aufträge (Eine Position, Maximale Anzahl Körbe die wir hatten) gepickt.

Wir haben nicht nach Menge geprüft, da es in der Regel so ist, dass die Produkte in der Menge auch beieinander im Wagen liegen.

Wichtigkeit wurde direkt im Picklisten-Prozess, nach Herkunft und Status gemacht.
Das einzige was mich immer geärgert hat, war die fehlende Möglichkeit zu zählen oder speziell auf Zeiten zu filtern.
Also sowas wie: Wenn „Aufträge Amazon > x oder Uhrzeit > 12:00“ dann eigene Pickliste sonst im normalen Lauf aufnehmen.

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