Problem was ich sehe, ist die Rechtfertigung, durch KI ein System brauchbar zu machen.
KI kann mir das aber auch sehr einfach machen, aus einem XT:C-Shop eine Anbindung zu allen Plattformen zu schaffen. Wenn ich jetzt anfange, die Oberflächen für Mitarbeiter zu generieren, kostet mich die zusätzliche Arbeit auch Geld, das man aufrechnen muss.
Zumal dann ja auch der Punkt kommt, wo man ggf. (und das wird bei vielen Firmen geschehen), evtl im Feature-Creep untergeht.
Heute die Artikelanlage, Morgen die Auftragsübersicht, übermorgen die Prozesse.
Kann ich nur unterstreichen was @felix.ries sagt: Shopify & KI = Dinge die mich vor Jahren 30k+ gekostet hätten. aktuelles Projekt ein Konfigurator - gerne zur Ansicht (mit vorgefüllten Artikeln)
Andreas
felix.ries
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Ich bin der Meinung, dass du niemals das perfekte System finden wirst und du höchstens dir das perfekte System selber bauen kannst und das ist das, wo die Zukunft ganz klar hingeht.
Ob dann intern einer diese Sachen für alle Mitarbeiter baut, ob Mitarbeiter sich das selber bauen oder ob die Systeme in Zukunft nachziehen und solche Möglichkeiten bieten, ist erst mal irrelevant.
Denn die Generierung von solchen Ansichten kostet praktisch nichts mehr und dauert nur wenige Minuten.
Sich seine eigene Ansicht zu generieren, geht im Zweifel schneller als ein Ticket bei plenty und co aufzumachen.
Und Entwickler braucht man dafür auch nicht mehr sein (Was der Grund ist, warum ich das auch nicht mehr mache und jetzt anderen zeige, wie es geht. Warum soll ich der Sachbearbeiter sein, der deinen Wunsch ins KI-System gibt, wenn du das selbst kannst..)
Da gebe ich dir recht, aber das ist nicht das Kernproblem. Es macht einen Unterschied, ob ein System grundsätzlich durchdacht ist und funktioniert, oder ob es eben nicht für den Alltag gebaut ist.
Für „einzelne“ mag es funktionieren, sich die Arbeit mit KI zu vereinfachen, aber ich seh dass eher aus Sicht größerer Unternehmen, wo eben mehrere Leute drin arbeiten (die MUs in KMU).
Wir erleben es aktuell selbst, dass KI dazu verleitet, sich die kleinsten aufgaben zu erleichtern, damit aber massiv Zeit zu verlieren, ohne diese Lösung später mehrfach zu verwenden.
Eben nur wenn der Sachverstand vorhanden ist.
Ja, daher ist die Zeit der Anwendungsentwickler vorbei und es ist die Zeit der Anwendungsplaner. Bin selbst froh nichts schreiben zu müssen, aber der Plan ist wichtig, und dass seh ich nicht bei „0815“-KI-Anwendern.
Ich widerspreche der Kernaussage des Videos nicht, aber ich sage eben, es ist nicht die Aufgabe des Kunden, eine Anwendung funktional und anwenderfreundlich zu gestalten. Ich hätte nicht einmal ein Problem damit, wenn Plenty alle Entwickler entlässt und nur noch 10 Planer dort arbeiten und das System am Ende anwenderfreundlich ist.
Und bei einem SEO-Crawler sind Fehler nicht so tragisch („oh, dieser Link ist gar nicht kaputt, wird nur falsch angezeigt“), bei ERP-Anwendungen muss man sich aber 100% auf korrekte Daten verlassen können.
Sprich es muss sauber geplant werden, kann von KI programmiert werden, muss sorgfältig getestet werden, Fehler müssen behoben werden (kann wieder durch KI erfolgen wenn man ihr genau sagt was behoben werden soll).
Ja, viele können das selbst, brauchen weder ein Informatik-Studium noch eine Programmierer-Ausbildung. Aber sobald das ganze mehr wird als „1 Seite schön anzeigen“ ist ein gewisses Informatik-Wissen hilfreich. Und ja, das kann jeder lernen wenn er möchte.
felix.ries
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Hilfreich ja. Für die meisten Fälle die ich Kopf habe nein.
Für mich macht den größten Unterschied vor allen Dingen ob ich unabhängig bin und das ystem an mein Geschäft anpassen kann und nicht umgekehrt. Und ich sehe nicht wie Systeme von der Stange das jemals abbilden werden.
Ich sehe das vor allem aus Sicht der „Ks“ in „KMU“. Das sind die Schnellboote im Markt, die aber aktuell auf Tankern sitzen und sich alles gefallen lassen müssen, weil sie bisher keine Wahl hatten. Das ändert sich gerade radikal.
Meine These:
Wenn ich schon einen Systemwechsel anstrebe, dann auf ein etabliertes System, das gleichzeitig so offen ist wie möglich. Und was heute noch hakelig ist oder schwer zu managen, ist in einem Jahr noch lächerlich einfacher geworden.
felix.ries
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Ich habe oben noch eine Umfrage ergänzt. Würde mich freuen, wenn ihr daran teilnehmt. Dann kann ich auf einzelne Aspekte nochmal genauer eingehen.