Hallo Marc,
ich stehe aktuell vor genau derselben Situation.
Ganz offen gesagt: Ich halte das neue PlentyONE-Preismodell für problematisch. Die Gebühren werden im Kern am Umsatz bemessen – und das ergibt für mich bei einer Software ehrlich gesagt wenig Sinn.
Software verursacht ja keine höheren Kosten, nur weil ein Händler mehr Umsatz macht. Der Aufwand entsteht eher durch Bestellanzahl, API-Calls, Artikelanzahl oder Transaktionen – aber nicht durch den Warenwert.
Das Modell erinnert mich ein bisschen an folgendes Beispiel:
Stell dir vor, du gehst in den Baumarkt und willst einen Besen kaufen.
Der Besen hat keinen Preis. Also fragst du den Verkäufer.
Der Verkäufer fragt dich zuerst:
„Wie viele Quadratmeter wollen Sie damit fegen?“
Wenn du sagst 20 m², kostet der Besen 9 €.
Wenn du sagst 100 m², kostet derselbe Besen plötzlich 150 €.
Genau so fühlt sich für mich das neue Plenty-Preismodell an.
Viele Händler werden dadurch faktisch in teure Tarife gedrückt, ohne dass sich an ihrem tatsächlichen Nutzungsumfang viel ändert.
Bei uns ist es ähnlich wie bei euch:
mehrere Shops
Marktplätze
Plenty vor allem für Bestände, Lager und Marktplatzanbindung
Viele Funktionen aus den großen Tarifen würden wir gar nicht nutzen.
Deshalb sehe ich aktuell nicht ein, warum ich plötzlich ein Vielfaches bezahlen soll, nur weil der Umsatz eine bestimmte Schwelle überschreitet.
Mein Eindruck ist, dass das Modell stark auf Umsatzabschöpfung ausgelegt ist und weniger darauf, welchen realen Nutzen ein Händler aus der Software zieht.
Ich persönlich werde mir dieses Jahr deshalb auch andere Systeme anschauen und mich mit Sicherheit von Plenty nach 15 Jahren verabschieden, denn es reicht mir endgültig
Viele Grüße
Marcel