Diskussion: Preisstaffeln PlentyONE Pläne

Das Angebot habe ich immer als eine Art Verzweiflungsakt wahrgenommen. Welche echte Expertise bzw. Kompetenz hat Plenty in diesem Bereich überhaupt?
Es ging dabei doch im Kern um klassische Agenturleistungen, etwa im Bereich Ads.

Statt sich konsequent auf das eigene Kerngeschäft zu konzentrieren statt es zu vernachlässigen , wird versucht, in fremde Territorien vorzustoßen und Aufgaben zu übernehmen, die klassisch bei spezialisierten Agenturen liegen.

Das ist mir auch aufgefallen, ich folge dem Herdentrieb :sweat_smile:

Was sie dort alles zusätzlich anbieten weiß ich nicht, wir haben noch einen alten Tarif und für ein Vertriebsgespräch habe ich in diesem Jahr keine mehr, so dass ich da noch gar nicht tiefer einsteigen konnte. Keine Ahnung was genau angeboten wird und was es kosten soll, denn für uns spielt das ohnehin keine Rolle.

Gruß Johannes

An erster Stelle steht Odoo. Damit werden wir uns intensiv befassen ab Januar und bekommen da hoffentlich etwas gezaubert.

Alternativ sonst Tricoma wo wir uns recht sicher sind das es funktioniert und alles kann.

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Hallo zusammen,

wir haben aktuell ein Gespräch mit Plenty, da unser CLASSIC-Vertrag laut Aussage eines Mitarbeiters Mitte 2026 ausläuft und uns im Zuge dessen ein Wechsel auf PlentyONE angeboten wurde.

Der Vorschlag geht aktuell in Richtung Ultimate-Tarif, hauptsächlich aufgrund unseres Umsatzes.

Unsere Situation ist jedoch etwas speziell, deshalb würden uns eure Erfahrungen interessieren:

Unser Setup in Kurzform:

  • mehrere Shops (2 x B2C + 1 x reiner B2B Shop)

  • Verkauf über Marktplätze (Amazon, Otto, Kaufland, eBay)

  • relativ geringe Orderanzahl, aber dafür höherer Warenkorb / Umsatz pro Bestellung

  • Nutzung von Plenty hauptsächlich für

    • Lager / Bestände

    • Marktplatzanbindungen

    • Angebote / Auftragsbestätigungen / Rechnungen schreiben

Die Kataloge nutzen wir aktuell eher stiefmütterlich, da das Arbeiten direkt in den Plattformen oft schneller und übersichtlicher ist. Im Grunde wäre für uns bereits ein sauberer Bestandsabgleich zwischen Plenty und den Marktplätzen ausreichend.

Daher stellt sich für uns aktuell die Frage, ob ein Ultimate-Tarif überhaupt sinnvoll ist, da viele der dort enthaltenen Funktionen von uns vermutlich gar nicht genutzt werden würden.

Mich würde interessieren:

  • Wer von euch ist bereits von CLASSIC auf PlentyONE gewechselt?

  • Wurde bei euch auch primär anhand des Umsatzes eine Einstufung vorgenommen?

  • Nutzt ihr tatsächlich viele der Ultimate-Funktionen oder ist das für euch eher „mit Kanonen auf Spatzen geschossen“?

  • Wie empfindet ihr generell das neue Preismodell im Vergleich zu eurem alten Vertrag?

Wir versuchen gerade einfach ein realistisches Bild zu bekommen, bevor wir eine Entscheidung treffen.

Viele Grüße
Marc

Hallo Marc,

ich stehe aktuell vor genau derselben Situation.

Ganz offen gesagt: Ich halte das neue PlentyONE-Preismodell für problematisch. Die Gebühren werden im Kern am Umsatz bemessen – und das ergibt für mich bei einer Software ehrlich gesagt wenig Sinn.

Software verursacht ja keine höheren Kosten, nur weil ein Händler mehr Umsatz macht. Der Aufwand entsteht eher durch Bestellanzahl, API-Calls, Artikelanzahl oder Transaktionen – aber nicht durch den Warenwert.

Das Modell erinnert mich ein bisschen an folgendes Beispiel:

Stell dir vor, du gehst in den Baumarkt und willst einen Besen kaufen.
Der Besen hat keinen Preis. Also fragst du den Verkäufer.

Der Verkäufer fragt dich zuerst:
„Wie viele Quadratmeter wollen Sie damit fegen?“

Wenn du sagst 20 m², kostet der Besen 9 €.
Wenn du sagst 100 m², kostet derselbe Besen plötzlich 150 €.

Genau so fühlt sich für mich das neue Plenty-Preismodell an.

Viele Händler werden dadurch faktisch in teure Tarife gedrückt, ohne dass sich an ihrem tatsächlichen Nutzungsumfang viel ändert.

Bei uns ist es ähnlich wie bei euch:

mehrere Shops

Marktplätze

Plenty vor allem für Bestände, Lager und Marktplatzanbindung

Viele Funktionen aus den großen Tarifen würden wir gar nicht nutzen.

Deshalb sehe ich aktuell nicht ein, warum ich plötzlich ein Vielfaches bezahlen soll, nur weil der Umsatz eine bestimmte Schwelle überschreitet.

Mein Eindruck ist, dass das Modell stark auf Umsatzabschöpfung ausgelegt ist und weniger darauf, welchen realen Nutzen ein Händler aus der Software zieht.

Ich persönlich werde mir dieses Jahr deshalb auch andere Systeme anschauen und mich mit Sicherheit von Plenty nach 15 Jahren verabschieden, denn es reicht mir endgültig

Viele Grüße
Marcel

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Das ist alles durch andere Systeme abzubilden, zu geringeren Kosten. Odoo und JTL werden hier im Forum wohl die haeufigsten Alternativen sein.

Wir waren 2023 vom Enterprise Tarif zu JTL gewechselt. einerseits, weil der Vertrag auf das Laufzeitende zulief und andererseits, weil Plenty mit einer 30% Preiserhöhung ankam und Upsellling zu PlentyOne versucht hat.

Wir haben Plenty auch nur in sehr geringem Umfang verwendet, hatten dann aber Enterprise gewaehlt auf Grund der Order Anzahl (50.000 - 100.000 Bestellungen pro Monat)

Runtergerechnet, hat und Plenty nen niedrigen 5-stelligen Betrag pro Monat gekostet.

Jetzt bei JTL zahlen wir nen hohen 4 Stelligen Betrag pro Jahr. Irgendwas um die 700 euro im Monat, wenn ich mich richtig erinnere.

Du schreibst ja selbst, dass du Plenty nur in geringem Umfang nutzt. Das was du brauchst sind Basics, die viele andere auch können, nur dass du dich nicht dumm und dämlich zahlst. Selbst wenn alle anderen die Preise anziehen, ist die Lücke zu Plenty One Ultimate wohl erheblich.

Noch kalkulieren die anderen Systeme auf Basis des Bestellaufkommens. Wie schon von @Marcel-1 gesagt. Ob eine Order 5 / 50 oder 500 Euro Umsatz macht ist im Verarbeitungsaufwand für das System irrelevant.

Wenn ein Wechsel im Raum steht, solltest du aber auch jetzt aktiv werden. Planung und Umsetzung, Datensicherung etc. dauern dann doch einige Zeit. Bei uns am Ende 3 oder 4 Monate.

Meine Erfahrung: JTL ist sehr altbacken und wir hosten es auf einem Remote Server um es ‘cloudbasiert’ zu haben. Dafür ist es noch immer extrem günstig (für uns, verglichen zu Plenty).

Für Abgleich von Beständen, Nachbestellungen, Angebote und ABs und Stammdatenpflege (Kunden, Lieferanten und Artikel) aber vollkommen ausreichend. Die üblichen Marketplaces kann JTL out of the Box, Webshops: Kann ich nicht mitreden.

Moin,

Wir werden ja mehr oder weniger genötigt auf einen PlentyOne Tarif umzusteigen.
Alleine schon wegen der Migration der Ereignisse, wenn diese nur noch über PlentyONE Flow laufen und die alten Ereignisse abgeschaltet werden !

Hat jemand Durchblick bei den Dschungel der Tarife ?
Momentan hab ich das Gefühl , man muss die Katze im Sack kaufen. Wo ist den hier die Transparenz ?

Ich erhalte noch nicht mal eine Antwort auf verschiedene Anfragen von Plenty
z.B

Was kostet mich bei Überschreitung der Produktvarianten je Variante.
Was kostet mich eine Limit Überschreitung beim GMV ? Ich kann auch keine Preise für das geplante GMV erkennen.

Hat jemand Erkenntnisse ?

Grüsse
Pelle

Das Zauberwort lautet „Revenue Share”. plenty möchte einfach ein Stück vom Kuchen abhaben.

Allerdings muss man sich fragen, ob es Sinn macht, wenn der Preis für eine Software immer weiter steigt, während die Qualität immer schlechter wird.

In meinen Augen ist es vor allem wichtig, den Gesamtpreis zu betrachten. Denn die neuen Verträge kommen in der Regel mit einem kleinen Support-Kontingent. Hat man darüber hinaus Bedarf an Support, kostet dieser extra. Egal, ob es sich um ein technisches Problem handelt oder um etwas ganz anderes. Überlegt auch, was eine Agentur oder ein Berater kostet, wenn immer wieder Updates, neue UIs etc. anstehen, wofür man externe Unterstützung benötigt. Wenn der Onlineshop relevant ist, bedenkt bitte, dass sich das System alle paar Jahre grundsätzlich ändert und ihr wieder eine Agentur benötigt, die euch den Shop neu aufbaut. Von Callisto zu Ceres und jetzt wieder zu dem PWA-Shop…

Es gibt jede Menge Alternativen, aber die Entscheidung sollte man in Ruhe treffen. Lasst euch vom Vertrieb nicht unter Druck setzen. Angebote wie „Wenn Sie heute unterschreiben, gibt es noch mal 10 % Rabatt“ sind unseriös. Plentymarkets kann euch kündigen, aber das werden sie nicht so schnell tun. Und wenn doch, könnt ihr immer noch das Angebot annehmen. Das Argument mit Plenty Flow etc. ist Blödsinn. Man kann nicht den gleichen Preis verlangen und dann die Ereignisaktionen einfach streichen.

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Nein, die sind ja nicht zu verstehen weil die Transparenz fehlt.

Ich auch nicht, außer eine Einladung zu einem Verkaufsgespräch.

Okay, aber was bekomme ich dafür ?

Passt aus meiner Sicht in keiner Weise mit der Leistung zusammen. Für die Hälfte bekommt man schon was viel besseres. Es ist ja nicht meine Aufgabe die Fehlinvestition von PSG zu retten.

Das ist ein realistischer Zeitraum, es ist nicht so mal eben erledigt.

Naja, nichts. Zumindest nicht mehr, als das was man jetzt mit dem alten Tarif auch schon hat. Daher ist das auch völliger Quatsch und hilft nur plentymarkets.

Achtet bei den Angebot auch auf die Laufzeiten und Zahlungsbedingungen. Teilweise werden Verträge über 3 Jahre angeboten und man bezahlt dann 1 Jahr im Voraus.

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Wir sind ja auch noch im Classic Tarif und vermutlich einer der kleinsten Lichter hier in der Runde.
Bisher hat es noch keine Kontaktaufnahme seitens Plenty gegeben.
Es bleibt also spannend.

Gruß

Ute

Geht mir genauso. Ich will ja auch wechseln, werde es aber dieses Jahr - auch wegen Kur & Krankenhausaufenthalte nicht schaffen, leider.

Hallo zusammen,

erstmal vielen Dank für eure vielen Rückmeldungen und Einschätzungen, das hat uns wirklich sehr geholfen, das Ganze besser einzuordnen.

Wir werden uns auf jeden Fall auch einmal JTL näher anschauen und dort einen Beratungstermin vereinbaren, um eine mögliche Alternative zu prüfen.

Aktuell sieht es bei uns so aus:

Wir zahlen im bestehenden Plenty CLASSIC Vertrag aktuell ca. 654,52 € netto monatlich (inkl. Zusatzoptionen).

Das Angebot für PlentyONE liegt bei uns bei:

  • ca. 1.200 € netto für B2C + B2B

  • ca. 799 € netto für nur B2C

Das ist für uns eine deutliche Steigerung, die sich in unserem Fall aktuell schwer wirtschaftlich darstellen lässt. Laut dem Ansprechpartner von Plenty sei bereits ein Rabatt von 70 % inkludiert… dennoch ist es viel zu teuer.
Wir bewegen uns teilweise im Niedrigpreissegment mit starkem Wettbewerb, sodass wir solche Systemkosten nicht einfach auf die Artikel umlegen können.

Daher werden wir vorerst beim CLASSIC-Vertrag bleiben, da uns bestätigt wurde, dass dieser weiterhin bestehen bleiben kann.

Uns ist bewusst, dass:

  • keine Weiterentwicklung mehr stattfindet

  • nur noch Bugfixes kommen

  • das System perspektivisch evtl. langsamer wird

Damit könnten wir grundsätzlich erstmal leben.

Eine Frage, die sich für uns aktuell noch stellt:

Wie verhält es sich mit den Ereignissen?

Da ja immer mehr in Richtung Flows entwickelt wird, wäre für uns wichtig zu wissen:

  • bleiben bestehende Ereignisse im CLASSIC-System weiterhin bestehen?

  • oder ist hier langfristig damit zu rechnen, dass diese komplett wegfallen bzw. nicht mehr funktionieren?

Gerade weil viele unserer Prozesse darauf basieren, wäre das für uns ein entscheidender Punkt.

Vielen Dank euch nochmal für den Austausch!

Viele Grüße
Marc

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Ereignisse werden irgendwann wegfallen aber auch im CLASSIC-Tarif kann man Flows anlegen, man kann sie halt nicht migrieren. Wir haben auch den CLASSIC-Tarif und nutzen Flows bereits teilweise.

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Puh das ist eine sehr gute und erleichternde Nachricht. Dann haben wir wenigstens genug Zeit für eine neue Umorientierung. Aber gibt es nicht eine Limitierung für die Anzahl von Flows dann?

Aktuell 200, sollte für die meisten auch mehr als genug sein, da man sehr oft mehrere EAs in einen Flow bündeln kann.

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Perfekt 200 sollten wohl wirklich ausreichen :sweat_smile: Nochmals vielen Dank für die Unterstützung

Du kannst davon ausgehen, dass bestehende Tarife laufend teurer werden, deutlich stärker als etwa durch Inflation begründbar wäre. Dadurch wird irgendwann der neue Tarif “billiger” sein.

Bei meinem Zero/Pure Tarif wurde das in den letzten Jahren gemacht, anfangs hatte ich 0 EUR Fixkosten und irgendwas unter 20ct/Auftrag. Jetzt, nur wenige Jahre später, bin ich bei knapp 100 EUR Fixkosten (82eur+Hosting etc.) und bei stolzen 46ct/Auftrag.

Es wurde mindestens 1x im Jahr der Preis kräftig angehoben, anfangs noch mit “Widerspruchsmöglichkeit” (= Kündigung) falls man nicht einverstanden wäre, mittlerweile einfach so (es steht einfach ein höherer Preis auf der Rechnung, mit Glück bekommt man noch ein Email zur Info).

Das ist keine Basis für die Zukunft. Und: Jede Stunde die du dich mit Umstellungen (Flow…) im Plenty System beschäftigst führt nur zu noch mehr lock-in, und ist verloren, wenn du doch wechseln möchtest.

Das ist korrekt und wichtig. Was aus meiner Sicht das größere Problem für Händler ohne PlentyONE Vertrag wird, ist der Umzug der Prozesse in Flows, denn die neuen Prozesse in den Flows sind stand heute nicht für Altverträge. Bedeutet, wenn Plenty die alten Prozesse irgendwann abschaltet (wird sicherlich noch eine ganze Zeit dauern), dann haben Altverträge die Funktionalitäten der Prozesse nicht mehr.

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