Odoo "Frag mich alles" Thread

Hallo Uwe,
ist monatliche Zahlung überhaupt möglich ? Mir wurde heute für 3 Jahre 8% und für 5 12 % Rabatt angeboten, allerdings in Gesamtsumme für die vereinbarte Laufzeit sofort zahlbar.

Bindung hat Vor und Nachteile, vor Preiserhöhungen ist man dann in der Laufzeit geschützt, aber nicht vor Insolvenz und das Geld ist dann gebunden.

Wie habt Ihr Euch entschieden ? Ich will maximal 1 Jahr. Am liebsten einen offenen monatlich kündbaren Vertrag ohne Rabatte

Grüße

Marcel

Wir haben für ein Jahr abgeschlossen, wenn ich das richtig im Kopf habe. Wobei du noch mal nachhaken solltest. Ich meine, dass auch bei einer Bindung über mehrere Jahre die Zahlung nur ein Jahr im Voraus ist. Und monatlich sollte in jedem Fall möglich sein – dann aber eben ohne Rabatt.

Hallo @uweschuermann ,

erst einmal vielen Dank für die ausführliche Vorstellung und Beschreibung von Odoo.

Ich habe gerade eine Testumgebung laufen und finde vieles sehr überzeugend. Beim Austausch mit dem Support / Vertrieb von Odoo konnte ich folgende Thematik leider noch nicht lösen:

Wie würde man mit unterschiedlichen Bildern / Formaten für verschiedene Marktplätze bzw. Onlineshops umgehen? In Plenty lassen sich Bilder ja zuordnen, eine ähnliche Funktion gibt es bei Odoo leider nicht…

Etsy hat beispielsweise andere Formate als Faire bzw. unser Onlineshop.

Hast du da genügend Einblick um einschätzen zu können ob das generell anpassbar wäre?

Danke und beste Grüße

Niels

„Bilder an Marktplätze binden“ geht so tatsächlich nicht. Aber es lohnt sich, dass die Anbieter der entsprechenden Apps zu fragen. Vielleicht hat dann das jeweilige Modul eine Lösung dafür. Denn Etsy und Faire sind keine Anbindungen, die es im Standard gibt.

„Produkte“ ist kein PIM im eigentlichen Sinn. Und Odoo wirbt meines Wissens auch nicht damit. Aber das Handling der Bilder lässt sich in jedem Fall anpassen. Haben wir für uns auch schon gemacht und etwas aus plenty entlehnt, was dort (auf Daten-Ebene) tatsächlich mal schlauer als bei Odoo gelöst ist. In Odoo hat man Bilder für Produkte und Varianten. Aber wenn man mal ein Bild für mehrere, aber nicht alle Varianten haben will, muss man das Bild auch bei allen diesen Varianten getrennt hochladen/anlegen.

Wir haben es relativ einfach so umstellen können, dass man Bilder auch am Produkt hochladen und mit Varianten verknüpfen kann. Spart Speicher und vereinfacht die Handhabung. (Der Odoo-Weg ist damit immer noch offen.)

Von daher bin ich zuversichtlich, dass man Bilder auch mit Kanälen verknüpfen kann.

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Danke für die Info, das klingt auf jeden Fall spannend! Werdet ihr euer Modul auch als App bereitstellen?

Beste Grüße

Niels

Be

Wir bauen die Module auf jeden Fall so, dass sie nicht nur auf unser spezifisches Anwendungsprofil passen. Wegen der Nachfrage hier haben wir uns auch schon Gedanken zum Vertrieb gemacht. Das wird aber (erst mal?) nicht über den Odoo App Store sein. Denn dafür müssten wir uns erst mal als Odoo Partner aufschalten lassen.

Zudem bauen wir die Module mit wenig echten Abhängigkeiten untereinander, wenn machbar. Manche gewinnen durch andere Module Funktionalitäten hinzu. Ein paar wenige Abhängigkeiten versuchen wir in technische Module auszulagern.

Im Moment sind wir im Endspurt für unseren Wechsel. Bedeutet also, dass ich die bisher entstandenen Module auf „production“ trimme und hier und da auch noch neue schreibe. Und nach dem Wechsel geht das dann fröhlich weiter. :sweat_smile:

Die Ideen gehen uns so schnell nicht aus.

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Dann erstmal viel Erfolg für den Umzug! Das API Migrations-Tool wäre auch für uns interessant…

Beste Grüße

Niels

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Hallo,
Plenty und mein Kassesnystem quält mich gerade wieder. Mit meinem Kassensystem bin ich im Grunde zufrieden. Habe mir vor einigen Jahre dazu eine Schnittstelle programmieren lassen die die Artikel und Bestände Synct, das hakt mal wieder. Im Moment möchte ich meine Systeme vereinfachen um weniger Aufwände gesamt zu haben. Weil gerade bei uns einiges im Umbruch ist muss der Administrative aufwand reduziert werden. Am Besten alles aus einer Hand. Mein Kassensystem ist keine Option weil es kein Amazon und Webshop „automatisiert“ kann.

Odoo sieht sehr mächtig und interessant aus. Nun zu meinen Fragen?

  • Multichannel
    – wie sieht eine Amazon Anbindung aus, ich möchte gerne nur in Odoo Fakturieren und meine Preise nach AMZ Übermitteln, geht das oder wie würde das gehen?
    – Eine WooCommerce Anbindung, hier gibt es eine Anbindung hab ich auf der Woo Seite, nutzt die schon jemand?
  • Buchhaltung, aktuell geben wir die Plenty, AMZ, Woo, Stripe und Paypal Daten in den Nexus Dekodi Konverter, dort bereiten wir die Daten für das Steuerbüro auf, gibt es so etwas für mit Odoo?
  • gibt es vergleichbares zu den Plenty Prozessen und Ereignisaktionen?
  • Kassensystem, nutzt das schon jemand in Deutschland? wegen TSE und allgemein Finanzamt Konformität etc.
  • Erfahrung mit B2B, mit Rahmenvereinbarungen (Kontrakt) verwalten etc.?
  • Edit: Produktion Funktion währe auch gut, für Lebensmittel und Stücklistenauflösung?

@uweschuermann entschuldige, ich hab nicht den ganze Thread gelesen, hab nur immer mal wieder überfolgen. Wenn schon mal beantwortet verweise bitte nach oben, ich such es mir raus.

Vielen Dank

Gruß
Peter-Alexander

@uweschuermann evtl. das auch als Tabelle in den eingangspost?

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  • Auftrag importieren und in Odoo fakturieren: Geht im Standard.
  • Alles andere nicht. Dafür braucht es dann eine Drittanbieter-App zur Anbindung von Amazon.

Für WooCommerce gibt es Drittanbieter-Apps. Keine Erfahrung meinerseits.

Ja/nein. In Odoo hat man – wenn aktiviert und eingerichtet – eine vollständige Buchhaltung. Man könnte also die laufende Buchführung komplett selbst machen. Es soll auch in Deutschland Steuerberater geben, die Odoo-zertifiziert sind und sich auf dein System aufschalten können. (Das zählt dann nicht in dein Benutzer-Kontingent hinein.)

Stripe, PayPal und Co. kann man als „Bank“ anbinden und die Daten abgleichen. (Geht übrigens auch mit Amex und Co.)

Anders ausgedrückt: Man wird sich für den eigenen Fall umstellen müssen. Das kann auch eine Gelegenheit sein, die Arbeit mit dem Steuerberater neu aufzustellen.

Ja.

Habe ich tatsächlich schon mal produktiv eingesetzt. (Und bald wieder bei meinem Arbeitgeber.) TSE ist gar kein Problem. 2-3 Mausklicks und du hast eine Cloud-TSE. Kostet 0,00 €. Alles konform und man kann es natürlich ebenfalls direkt an die Odoo-Buha anbinden.

Das müsste man sich im Detail ansehen, was du meinst, und wie man das in Odoo abbilden kann.

Schau dir das Modul „Fertigung“ an.

Mal schauen. Zeit ist ein knapper Faktor bei mir. Die Tests unserer Module in der Staging-Umgebung fangen gerade an.

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In der Theorie ja, eine sehr gute Idee. Aber man muss einen Steuerberater finden der mitmacht (und irgendwas an “seinem” System” ändert). Ich bin zu einer Online Buchhaltungssoftware gewechselt, bei der gäbe es auch die Möglichkeit Steuerberater/Buchhalter aufzuschalten etc., aber auf meine Anfragen hat sich niemand davon gemeldet (von den “Partnern” der Software!).

Sprich “Buchhaltung plötzlich selbst mit Odoo machen” würde ich nur andenken wenn man fix jemanden hat der dabei hilft (neuer Steuerberater, oder ein super flexibler bestehender Steuerberater).

Natürlich muss man den Steuerberater da mitnehmen. Es hilft, diesem klarzumachen, dass es weniger Arbeit bedeutet (oder zumindest bedeuten kann). Das eröffnet die Möglichkeit, wirklich mal zu beraten.

Der größte Vorteil entsteht aber für einen selbst. Wenn alles zeitnah in der laufenden Buchhaltung erfasst ist, sieht man sehr genau, wo das Unternehmen steht. Odoo bietet dazu eben auch Cash Flow Vorschau und andere Nettigkeiten.

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Odoo hat gerade DHL integriert :slight_smile:

Da wäre ich mir nicht so sicher. DHL Express heißt bei Odoo schon länger nur „DHL“. In der Doku hat sich jedenfalls nichts geändert.

Hallo in die Runde,

wie schaut es denn bei Odoo mit dem gesamten Bereich Prozesse aus? Der einzige wirkliche Grund, warum wir nie von Plenty weg sind, ist, dass die allermeisten Alternativen sehr “starr” sind - die haben ein Modul hierfür, eins dafür, darin ein paar Automatisierungen aber damit endet es.

Bei Plenty sind die Aktionen / Ereignisse / Prozesse bzw. zukünftig Flows schon recht mächtig, fehlt eine Funktion, kann man diese sehr häufig darüber nachbauen und meist dann sogar deutlich mehr an die eigenen Bedürfnisse anpassen, bspw. für uns die Überwachung von Produktionsflüssen (wer was wann macht, Sonderfälle, verschiedene Produktionsstationen etc.).

Gibt es auch Flows wie man sie aus Plenty (oder inzwischen bspw. aus Shopify) kennt? Und greifen darüber dann auch auf die unterschiedlichen Module von Odoo ineinander oder sind diese relativ “getrennt” (bspw. das Ticketsystem von den Aufträgen)?

Danke und Grüße

Alex

Odoo ist komplett anders als plenty.

In der Regel gibt es „Workflows“ die Odoo an die Hand gibt. Oft genug sind diese dann durch Optionen usw. anpassbar. Wenn man sich dazu mal ein Beispiel ansehen möchte, empfehle ich die Lagerverwaltung mit Warenein- und -ausgang im Handbuch zu studieren. Sehr flexibel einstellbar und für ein breites Spektrum an Händlern out-of-the-box passend.

Ein Modul bzw. eine App ist natürlich schon in sich abgeschlossen. Damit meine ich aber nicht, dass diese nicht mit anderen interagiert. Es geht mehr um die „Zuständigkeit“. Das Ticketsystem hat einfach die Hoheit über Tickets: Wie sie ins System kommen, wie nach außen kommuniziert wird, der Flow innerhalb des Systems.

Hat man beispielsweise die Projekt-App installiert, kann ich einfach aus einem Ticket eine Aufgabe machen (und umgekehrt) – mal so als einfaches Beispiel. Module/Apps erweitern also oftmals den Funktionsumfang und die Möglichkeiten bereits installierter Module.

Da du Produktionsflüsse usw. angesprochen hast, solltest du dir mal „Fertigung“ ansehen. Ist jetzt nicht so ganz mein Gebiet. Aber soweit ich das überblicken kann, hat man gute Möglichkeiten, Produktionsworkflows in Odoo zu etablieren.

Die Apps (und Bridge-Module) bringen meist schon Automatisierungen und Workflows mit. Wie erwähnt, lassen sich diese im einfachsten Fall durch Einstellungen anpassen.

Darüber hinaus gibt es mehrere Automatisierungsmöglichkeiten. Ein Bereich heißt sogar schlicht „Automatisierungen“ oder „Automatisierungsregeln“. Das funktioniert nach dem Prinzip „Wenn dies, dann das“. Wenn die vorhandenen Aktionen, die eine Automatisierung ausführen kann, nicht ausreichen, kann man auch direkt Python-Code hinterlegen.

Ich muss dazu sagen, dass wir genau das nicht machen. Das liegt daran, dass ich persönlich Code lieber in einem Versionskontrollsystem habe. Wenn man aber im Unternehmen Regeln für den Umgang mit solchem Code implementiert, spricht wenig dagegen.

Dann gibt es noch „Geplante Aktionen“, was im Prinzip Cronjobs sind. Auch hier gilt: Man kann direkt Python-Code schreiben.

Und dann gibt es noch einen Blumenstrauß an Aktionen verschiedenster Couleur. Das würde hier zu weit führen, die Details auszurollen. Daher ganz konkretes Anwendungsbeispiel: Man kann damit in der UI (auch) Buttons bereitstellen, die Aktionen/Workflows ausführen – auch als Batch-Funktion, wenn ich das noch richtig im Kopf habe.

Odoo Studio werfe ich hier auch mal in den Raum. Das nutzen wir ganz bewusst nicht, aber es ist ein wirklich mächtiges Werkzeug.

Für unsere Anwendungsfälle gehen wir so vor:

  1. Bietet Odoo im Standard bereits einen passenden Workflow bzw. Automatisierung?
  2. Brauchen wir ein zusätzliches (Standard-)Modul, um das Gebrauchte bereitzustellen?
  3. Können wir die Anforderung mit Automatisierungsregeln (die ja auch aufeinander aufbauen können) und ganz ohne Code erfüllen?

Wenn es mehr braucht, läuft es bei uns (!) auf eine Eigenentwicklung hinaus. Das kann dann ein relativ kleines Modul sein oder eine vollumfängliche App.

Angefangen hat das mit Kleinigkeiten – und damals noch mit externer Unterstützung – wie der Übernahme von Dateianhängen beim Erzeugen einer Reparatur aus einem Ticket. Dann ging es viel um die Automatisierung und Optimierung des Ticket- und Reparaturhandlings. Und danach ist das dezent eskaliert. Wir haben Stand jetzt mehr als ein Dutzend eigene Module, die „product“ im Namen haben.

Andere Händler werden das anders handhaben (wollen). Bei uns sind die Ansprüche sehr schnell mit den Fähigkeiten des Systems mitgewachsen. Ein paar Module bügeln auch echte Defizite aus. Wobei wir ja auf Odoo 18 sind. Manche der Lücken hat Odoo 19 vielleicht schon gar nicht mehr.

Viele Worte … Lass mich versuchen, es zusammenzufassen.

Ja, Odoo bietet Automatisierungsmöglichkeiten. Ergänzend hat man für viele Bereiche bereits gut funktionierende Workflows und Automatismen im Standard dabei. Falls das nicht reicht, kann man mehr oder weniger alles so umgestalten, wie man möchte – sei es durch Odoo Studio oder Eigenentwicklung.

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Ich kann zu Odoo nichts sagen, aber nach mehreren Systemwechseln: Am Besten mit realen Fällen in einem Testsystem einrichten und ausprobieren.

Beispiel Rechnungen: Plenty kann Rechnungen erstellen. Woo kann mit Germanized pro Rechnungen erstellen. Sobald man Lager Standorte in mehreren Ländern und grenzüberschreitenden Versand hat ist Plenty VIEL mächtiger in dem Bereich. Könnte Odoo das auch? Das würde ich wirklich erst mal komplett einrichten, mit Prozessen wie der anschließenden Verbuchung, denn ein “kann Rechnungen erstellen” in einer Funktionsübersicht reicht nicht um beurteilen zu können wie die Funktion zur eigenen Firma passt.

Ja.

Davon abgesehen handhabt Odoo den steuerlichen Aspekt weitreichender als plenty. :wink:

Odoo beherrscht auch so nette Tricks wie virtuelle Lager.

Das ist halt für mich auch eine der Fragezeichen. Man ist schlicht daran gewohnt, dass Software immer aktuell ist und man nicht bei Odoo 18 bleibt, wenn es Odoo 19 gibt. Klar, bei einigen Sachen passiert das ja jetzt auch schon, PlentyOne bei uns ist das Altvertrag und somit fehlen Features von PlentyOne Neuvertrag, bei unserem Shopify-Theme, an dem wir viel angepasst haben, wollen wir auch möglichst selten die Version ändern, aber irgendwie “fühlt” sich das komisch an, dass es ggf. tolle, neue Features gibt und man darauf nicht upgraded.

Aber vermutlich würde das ja uns nur bedingt betreffen, da wir eher auf die Standardfeatures setzen würden, damit müssten Upgrades ja leichter möglich sein?

Danke nochmals für den ausführlichen Text!

Grüße

Alex

Das ist eine aktive Entscheidung. Man kann auch Odoo Online nutzen. Dann hätte man jetzt eine „Fast-schon-Odoo-20“, die man nutzen würde. Also immer aktuell, aber eben auch „unkontrolliert“ und bei Odoo Online gibt es keine Drittanbieter-Apps oder Eigenentwicklungen. Die anderen Wege stehen einem offen.

Das erste Upgrade haben wir noch vor uns. Das wird frühestens Version 20. Odoo 18 ist schon sehr ausgereift. Da müssen wir nicht so schnell wechseln.

Wenn es bei euch auf „nur Standard“ hinausläuft, ist Odoo Online eine Option. Aber auch mit Odoo.sh oder eigenem Hosting kann es von Vorteil sein, wenn man keine Eigenentwicklungen hat. Immerhin muss man diesen Code dann nicht auf die neue Version heben.