Plenty Alternativen

Jtl schrieb mir gerade auf mein Ticket:

Die beta ist für Oktober 2026 geplant, wie der exakte Rollout plan aussieht, dazu kann ich Ihnen allerdings nicht mehr sagen.

Es tut mir leid das ich nicht mehr Infos für Sie habe, ich hoffe ich konnte Ihr anliegen dennoch klären

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Um jede Firma die Investoren an Bord hat sollte man meiner Meinung nach einen riesen Bogen machen. Denn da steht immer nur der Profit an erster Stelle und der Kunde wird immer das nachsehen haben. Das wird NIE besser für den Endkunden meiner Meinung nach. Immer nur teurer, teurer, teurer.. (siehe Plenty die letzten 3 Jahre) Leistung immer schlechter. Performance und Usability unterirdisch. Und die Preise steigen jedes Jahr stabil um 20%. Jetzt schon wieder.

JTL hat auch Investoren die direkt nach dem Einstieg die Preise nach oben getrieben haben, Das muss so vor 2 Jahren gewesen sein glaube ich.

Das bedeutet Unsicherheiten bei den Preisen (Entwicklung Allgemein) und man muss damit rechnen das es dort auch immer noch teurer wird. (und das wird es denke ich)

Zusätzlich haben sie gerade groß Ankündigt Europa anzugreifen und massiv zu wachsen. Jetzt gezielt auch auf Produzenten zuzugehen um die direkt an E-Commerce anzubinden. Arbeiten also aktiv gegen uns Händler sogar das uns Umsätze weg brechen. (Das mit Europa und den Produzenten erzählte JTL vor ca. 2-3 Monaten in Bremen auf einer Veranstaltung)

Exakt!
Und für den Kunden wird es immer teurer und du hast keine Planungssicherheit. Die Investoren quetschen dich immer weiter aus.

Wobei die JTL Software an sich aber stabiler und runder läuft als bei Plenty. Und die Preise sind aktuell auch nur ca. 1/3 der von Plenty. (Trotz der Erhöhung bei JTL)
JTL hat/hatte nur eben keine Cloud und keine richtige API soweit ich weis. (Soll aber beides ja kommen?!)

Und Plenty ist halt richtig dreist teuer in meinen Augen. Vor allem für das was sie alles nicht mehr leisten für das viele Geld. (Und jetzt im Januar 2026 schon wieder 20% Preiserhöhung :smiley: angekündigt)

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Wir sind nach Plenty zu JTL gewechselt in 2023.

Die Kritik an JTL ist berechtigt, die Software ist doch altbacken, erfüllt aber Ihren Zweck.

Die frage ist, in welchem Umfang du JTL nutzen musst / willst. Wir Machen eigentlich nur Amazon und B2B, dafuer ist es gut / ausreichend und im Vergleich zu Plenty unschlagbar guenstig.

Wir hosten JTL über eComdata, so dass es auf dem Wege “Cloud-Lösung“ ist.

Ich bin nicht 100% sicher, die Kosten liegen um die 700 euro im Monat. Das virtuelle Setup haben wir mit einer Einmalzahlung gekauft, wenn ich mich richtig erinnere.

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Das ist auch meine Überlegung. Aber die stecken halt fast überall drin.
JTL fällt für mich aus, keine Cloud und von der Hoffnung lebe ich schon viele Jahre bei Plenty. Bei Odoo hast Du Blackrock und Google im Rocksack sitzen.

Ich würde am liebsten nach Powergap wechseln, da scheinen die Uhren anders zu ticken. Aber ob und wie sich damit für mich alles abbilden lässt ist mir noch nicht klar.

Womit denn ? So wie JTL jetzt ist lässt sich damit nichts erobern. Mir kommt das alles komplett überholt vor.

Hast Du dir mal das Backend (Demo) dazu angeschaut? Das war ja auch mal meine Überlegung zu Powergap, aber ich komme damit gar nicht zurecht - deshalb hab ich es auch wieder gelassen. Demo:

https://www.testinstallation.de/v/

User: admin / PW: Peter744

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Hallo Dirk,

vielen Dank für den Link – schaue ich mir direkt an.

Ich denke, mit dem Backend kommt man grundsätzlich zurecht. Entscheidend ist für mich weniger die Optik der Oberfläche als die Frage, ob sich damit mein Geschäftsmodell vollständig und sauber abbilden lässt. Auf den ersten Blick wirkt die Testinstallation grafisch nicht besonders überzeugend, aber das ist am Ende nur die Bedienoberfläche.

Was Powergap für mich interessant macht, ist vor allem der persönliche Kontakt, der dort offenbar noch gepflegt wird, sowie die Performance der Shops, die ich bisher gesehen habe. Auch die Unternehmensgröße und das sichtbare Engagement des Geschäftsführers wirken auf mich aktuell sehr positiv.

Ich werde mir das auf jeden Fall noch genauer anschauen. Danke dir nochmals für den Zugang.

Viele Grüße
Marcel

Absolut. Soweit ich weis besteht das ganze Team nur aus 10 Leuten. Das macht es schon mal auch etwas angenehmer, wie ich finde.

Und der Shop ist ja auch wirklich sehr schnell. Das war ja auch der Grund, warum der Rene Steg | JuBaTec dorthin gewechselt war (kurz danach ist er ja leider Konkurs gegangen)

Kommen wird sie sicher, die Frage ist nur, wie gut sie dann ist. Als negatives Beispiel sehe ich da Greyhound, die ja inzwischen auch zu JTL gehören - die haben irgendwann auch Abstand vom reinen Windows-Client genommen, nur die weiteren Lösungen sind im Funktionsumfang stark beschnitten und für viele Basis-Einstellungen brauchst du dann doch den Windows-Client, das wäre für uns ein KO-Kriterium.

Hallo @DirkO
Gibt es denn einen direkten Zusammenhang zwischen dem Wechsel und dem Konkurs ?

So ein Wechsel birgt ja auch ein gewisses Risiko in sich, deswegen tut man sich ja damit auch so schwer. Wenn man es falsch macht könnte man im Bereich SEO in der Bedeutungslosigkeit versinken.

Was ich immer als Alternative auf dem Schirm habe ist Xentral. Hat sich das schon jemand näher angeschaut?

Du meinst, das Rene Steg | JuBaTec dann pleite gegangen ist. Nee, das hatte andere Gründe und hat nix mit dem Wechsel des ERP zu tun.

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hat hier jemand schon Berührungspunkte mit tricoma gehabt?

Lizenz zum Importieren. Wenn du originale bereits in die EU importierte Ware über welchen Händler auch immer beziehst, kann und darf dir keiner verbieten die Ware zu vertreiben. Und wenn dann übermotivierte System dich erst einmal sperren, ist das schon ein Unding.

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Naja, das wissen die ja erstmal ja nicht - bis Du dehnen das beweist, das Du das vertreiben darfst - wie auch immer.

Naja von meinem Dienstleister würde ich erst einmal erwarten, nicht zu Unrecht vorverurteilt zu werden und dieser erst einmal in meinem Sinne handelt. Dass Marktplätze mehr Verantwortung in Folge der Flut der Chinesen bekommen haben ist ja völlig in Ordnung, aber wenn ich meinen eigenen Shop auf mein eigenes Risiko betreibe, verlange ich auch Hausrecht, was sowas angeht. Wenn jemand meint, es ist nicht rechtens was ich tue, so darf er mich gerne abmahnen oder versuchen eine einstweilige Verfügung zu erwirken und dann wird das auf der Ebene entsprechend geklärt und meinerseits dargelegt, dass alles rechtens ist.

Wir handeln fast ausschließlich mit Markenwaren und wenn ich wegen jeder einzelnen Marke Angst haben muss, dass mein Dienstleister mir den Shop mehrfach für die gleiche Marke dicht macht, ist es für mich nicht der richtige Partner.

Aber ja… was ist der richtige Partner… Eigentlich erschreckend, dass es so schwer ist so einfache (breite) Bedürfnisse zu decken. Eigentlich den Ansatz für den Plenty früher einmal stand. Plenty vor 10 Jahren war nicht perfekt, aber für uns lief es halbwegs sorgenfrei und die Punkte die mir wirklich dringend damals fehlten, fehlen mir heute immer noch.

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Ich will da Shopify gar nicht in Schutz nehmen, aber es gibt natürlich eine Fülle an rechtlichen Problemen und involvierten Stakeholdern und daran ist nicht immer Shopify allein Schuld.

Zunächst stimmt es, dass Shopify nicht proaktiv auf die Suche nach Shops mit illegaler Ware suchen muss, sie müssen aber als Plattform-Anbieter sofort den Zugang sperren, wenn sie davon erfahren, also bspw. wenn Nike & Co. melden, dass ein Shop potentiell Fälschungen anbietet. Nun wissen wir, dass es Hersteller gibt, die das gerne auch ausnutzen, indem sie Grauimporte oder den Verkauf durch Shops, die sie nicht direkt beliefern, damit ausschließen wollen (Argumentation - wenn wir die nicht beliefern, ist es vermutlich gefälscht). Ja, das ist eine unschöne Taktik, aber sie wird genutzt. Es kann also durchaus sein, dass ein Markenrechtsinhaber überschnell oder sogar absichtlich an Shopify eine Meldung abgibt, die sperren das dann ohne weitere Prüfung. Und meist haben die großen Marken einen speziellen Zugang, sie können darüber ohne weitere Prüfung Shops melden, dafür müssen die nicht einmal eine E-Mail schreiben.

Der nächste Punkt ist, dass Shopify in Kooperation mit Stripe bekanntlich Shopify Payments anbietet, was sicherlich in 90% aller Shopify-Shops zum Einsatz kommt. Die Kreditkarten-Firmen (Visa, MC, Amex etc.) sind besonders vorsichtig, was Fälschungen angeht (Chargebacks vermeiden), daher bauen die viel Druck gegenüber Payment Providern auf, das zu verhindern. Das erklärt auch, warum Shopify proaktiv versucht, per KI solche Sachen zu erkennen, man möchte vermeiden, dass man später Ärger mit den Zahlungen hat.

Schlussendlich muss man festhalten, dass in dern AGB die Acceptable Use Policy genau spezifiziert, dass Sperrungen jederzeit möglich sind. Daher sagte ich ja auch, wer mit großen Marken handelt, der sollte vielleicht Abstand von Shopify nehmen, wer eigene Produkte vertreibt oder Produkte von kleinen Marken, die keinen direkten Sperrzugang zu Shopify & Co. haben, die sind in der Regel auf der sicheren Seite.

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Deine Einordnung ist fachlich richtig und in sich schlüssig. Die rechtlichen Rahmenbedingungen, der Druck durch Markeninhaber, Payment-Provider und Kreditkartenorganisationen sowie die daraus resultierenden Prozesse bei Shopify sind nachvollziehbar. Das ist kein irrationales oder „böswilliges“ Verhalten der Plattform, sondern systemisch erklärbar.

Gerade deshalb fällt mir die Entscheidung ja so schwer:
Objektiv betrachtet würde alles für Shopify sprechen. Technik, Ökosystem, Geschwindigkeit, Integrationen, Skalierbarkeit – wenn ich rein rational auf Funktionen und Effizienz schaue, würde ich am liebsten sofort wechseln.

Der entscheidende Punkt ist jedoch ein anderer:
Ich begebe mich mit Shopify in eine strukturelle Entscheidungsabhängigkeit, bei der Sperren nach Aktenlage, Meldung oder KI-Bewertung erfolgen können – ohne vorherige Anhörung, ohne echte Eskalationsstufe und ohne eine realistische rechtliche oder operative Handlungsoption in dem Moment, in dem es passiert.

Ob eine Meldung berechtigt, überzogen oder strategisch motiviert ist, spielt dann faktisch keine Rolle mehr. Der Shop ist offline, Zahlungen sind blockiert, der Geschäftsbetrieb steht. Genau dieses Damoklesschwert möchte ich nicht dauerhaft über meinem Online-Shop haben.

Das ist kein Angriff auf Shopify und auch kein moralisches Urteil. Es ist eine nüchterne Risikoabwägung.
Ein Geschäftsmodell, das vollständig von der sofortigen und einseitigen Entscheidung eines Plattformbetreibers abhängt, ist für mich nicht tragfähig – selbst wenn diese Entscheidungen juristisch abgesichert sind.

Kurz gesagt:
Ich halte Shopify für ein extrem starkes System.
Aber die Tatsache, dass ich im Ernstfall keine echte Handlungsmöglichkeit habe und meiner eigenen Existenz nur noch zuschauen kann, führt für mich zu einer klaren Konsequenz:
So sehr alles für Shopify spricht – unter diesen Bedingungen ist es für mich leider keine Option.

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Kann ich absolut nachvollziehen, diese Abwägung “Chancen durch das wirklich gute System gegen das Risko, dass der Shop mal eben geschlossen wird” muss jeder für sich abwägen. Wir setzen daher auch auf mehrere Pferde, Shopify und WooCommerce sind inzwischen gleich stark, dazu noch Amazon - würde eine Säule wegbrechen, wäre es zwar sehr schmerzhaft, wir könnten es aber auf Dauer kompensieren, zumal wir in der Nische, in der wir sind, einen gewissen Kanibalismus-Effekt haben, kaufen die Leute nicht bei Shopify, kaufen viele bei WooCommerce, am Ende aber doch bei uns (natürlich nicht alle, daher fahren wir ja auch mehrgleisig, aber ein gewisser Effekt ist vorhanden).

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WooCommerce bin ich noch nicht durchgegangen. Aber das ist eine starke Aussage.
Ich werde mir die Möglichkeiten anschauen. Macht Ihr den Auftragsimport aus WooCommerce und die Abwicklung der Aufträge dann über Plenty ?

Ja genau, die Anbindung an Woo und Shopify in Plenty ist sehr ähnlich, ich vermute sogar das war mal die selbe Datenbasis. Wir erstellen die Artikel grundsätzlich in Plenty, exportieren die an Woo, Preisabgleich und Warenbestand werden automatisch übertragen, bei Käufen landet alles in Plenty und wir wickeln das ab.

Tatsächlich ist Woo in seiner Flexibilität nochmals besser als Shopify, der große Fallstrick ist die Performance. Da arbeitet das Woo-Team auch dran, es wird inzwischen besser, aber wenn du auch nur halbwegs viele Käufe hast und viele Plugins benutzt, die in die meta_order-Tabelle der Datenbank, wo alles zu einer Bestellung gespeichert wird, reinschreiben, so hast du schnell eine riesige DB - und dann wird es langsamer und langsamer.

Es gibt aber ausgeklügelte Cache-Systeme, die nutzen eine Vielzahl verschiedener Techniken bis hin zu REDIS, um das abzufangen. Unser Shop ist daher für Kunden akzeptabel schnell, aber wehe, man geht auf die nicht gecachte Version, da haben wir teils Antwortzeiten von 10 Sekunden. Aber wie gesagt, der Kunde bekommt das nicht mit.

Unterm Strich ist Shopify der “sanftere” Weg, aber Woo bietet noch mehr Tiefenintegration mit den Plugins, da die alle auf deinem Server laufen, somit kannst du diese auch wirklich verzahnen, bei Shopify arbeiten die immer nur auf Umwegen zusammen, da Plugin A nicht direkt mit B kommunizieren kann, es muss alles immer über Shopify laufen.

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