Also wir sehen die Auftragshistorie, die Kunden werden in einer Kundenklasse angelegt und über die Mailadresse sieht Plenty durchaus, wenn ein Kunde mehrfach bestellt hat und bündelt diese im CRM.
Wir arbeiten auch mit Base(linker), da unser Produzent diese verwendet und wir unsere Aufträge aus Plenty dort rüber senden via API. Ich würde es als ERP Tool definitiv nicht verwenden. Alleine der DocumentBuilder ist anno 1999 - also für mich würde es in keinem Fall in Frage kommen, da es an tiefe fehlt. Ereignisse sind ebenfalls nicht so komplex zu steuern.
Was genial ist, dass ist der Support…. dauert keine 24h und man kriegt eine richtige Lösung geliefert
Für wen Powergap passt dem kann ich es auch nur empfehlen.
Die sind wirklich mit Herzblut dabei und wollen das die Kunden Erfolgreich sind.
Wir passen da nur zu deren Zielgruppe nicht und was wir an Besonderheiten benötigen würde es für deren Zielgruppe unnötig kompliziert machen hat sich im Austausch ergeben.
Bei uns scheiden leider einige hier im Thread genannte Anbieter schon aus da es keine oder nur einen Lagerort je Artikel gibt. Kann verstehen das für die Zielgruppe vieler Anbieter einfach übertrieben wäre da Tiefergehende Lagerfunktion einzubauen.
Ein paar Dinge brauche ich auch. Ich bin dabei alles aufzulisten und dann möchte ich herausfinden ob ein Wechsel möglich ist.
Ich denke zum Beispiel an API, DHL Anbindung, Tags, Auftrags Ereignisse und Aktionen, Import von Bankbuchungen und automatische Zuordnung der Buchungen zu Aufträgen, Zahlungsarten in Abhängigkeit von Lieferländern, Prime Identifizierung, Debitorenkoten , Match Amazon ASIN auf Artikel ID, Auftragseingenschaft Zahlungsstatus, Bezahlt, unbezahlt, teilbezahlt Überbezahlt, Auftragsherkünfte Reffer ID´s Auftragsnotizen Picklisten, Datev Anbindung ect.
Es kommt schon was zusammen worauf man nicht verzichten will oder kann.
Wie läuft das eigentlich nach einer Migration von plenty auf ein anderes System bei einer Betriebsprüfung? Es könnte ja sein, dass in die Vorsysteme (zum Steuersystem, in der Regel DATEV) geschaut werden möchte. Das wäre dann aber nicht mehr da, weil migriert.
Optionen wären
GoBD sorgt dafür, dass plenty die alten Daten noch aufheben muss
Die Odoo-Leute hatten mir von einer Migration der Auftragsdaten abgeraten. Da hängen viele Dinge dran und man kann sich damit wohl schnell selbst ins Knie schießen.
Das heißt natürlich nicht, dass man es nicht machen kann. Die Frage ist eher, ob es ein sinnvolles Kosten-Nutzen-Verhältnis gibt.
Wegen Betriebsprüfung: „Schwierig“, aber ich denke mir, dass das ein kleineres Problem ist, wenn die Belege entsprechend umfangreich Auskunft geben. Also zum Beispiel nicht nur Rechnungsadresse, sondern auch Lieferadressen klar ausweisen. Über die Verbringung hat man ja im Bestfall noch mal Belege, um auch nachweisen zu können, dass ein Paket in das jeweilige Zielland geliefert wurde.
Hallo zusammen und ein gutes neues Jahr in die Runde,
wenn vermehrtes Interesse an der GoBD-konformen Umsetzung eines ERP-Wechsels besteht, dann kann ich dazu im Februar einen Thread starten, um grundlegende Informationen zur Verfügung zu stellen und Fragen zu beantworten.
Ich kann an der Stelle nur schon einmal sagen, dass dies bei plenty durchaus mit einigem Aufwand verbunden ist, da kein GDPdU-Export (eigentlich GoBD, aber man redet noch immer von GDPdU) aus plenty möglich ist (wie der DART-Export in SAP).
In plenty existiert z.B. auch gar keine Buchhaltung. Aber darüber hinaus existiert eine Vielzahl von weiteren Daten, die gesichert werden müssen.
Aber ich will darauf hinweisen, dass es sich um kritische Entscheidungen handelt, die auch keinesfalls ohne Einbindung des Steuerberaters umgesetzt werden sollten.
Das ist die isolierte technische Betrachtung. Eine Migration ist am Beispiel von SAP R3 zu S/4HANA der Königsweg. Aber eine Migration ist auch rechtlich nicht vorgeschrieben (es kann zudem auch sein, dass etwa der Geschäftsbetrieb eingestellt wird und damit auch das Produktivsystem). Allerdings sind Anforderungen strikt zu berücksichtigen, da es im Zweifel zu Schätzungen bei einer Außenprüfung kommen kann (und man keinerlei Möglichkeit hätte, die Ansätze zu widerlegen).
Das ist so leider nicht ganz der Fall. Die Belege als PDF werden nicht den Erfordernissen einer maschinellen Auswertbarkeit gerecht (zum Import in CaseWare IDEA). Stichproben einzelner PDFs werden dann abgestimmt. Aber da die Buchhaltung selbst nicht in plenty erfolgt – sondern mit hoher Wahrscheinlichkeit final in DATEV – ist dieser Bereich weniger problematisch, sofern auch wirklich eine echte OP-BuHa existiert. Allerdings geht es nicht lediglich um Buchungsbelege.
Versetzt Euch einfach mal gedanklich in die Lage des Prüfers:
Was steht in den Bilanzen und Erfolgsrechnungen – und wie kommen diese Werte zustande?
Als einfaches Beispiel die Warenbewertung: Wie hoch genau ist die Anzahl und der EK jedes Artikels zum Beginn des ersten Jahres der Prüfung und am Ende jeder geprüften Periode (in der Regel werden vier Jahre geprüft – in 2026 würde dies regelmäßig die Jahre 2021 bis 2024 oder 2020 bis 2023 betreffen). Um die Frage zu beantworten, ist in plenty eine Auswertung der Warenbewegungen durch einen Roll-back erforderlich, also eine Rückwärtsrechnung, ausgehend von den Werten zum aktuellen Datum. Ohne die Warenbewegungen vom ersten geprüften Jahr bis zum aktuellen Datum wäre diese konkrete Frage nicht zu beantworten, wobei darüber hinaus grundsätzlich die gesetzliche Aufbewahrungsfrist nach § 147 AO berücksichtigt werden muss.
In DATEV existieren dann zwar auch jeweils die absoluten Werte für die Eröffnungs- und Schlussbilanz jedes Jahres. Aber nur als ein finaler Wert. Wie diese zustande kommen, kann dadurch hingegen nicht beantwortet werden.
Wenn ein Nachweis nicht erbracht werden kann, dann kann dies zu den bereits angedeuteten Schätzungen führen.
Deshalb hatte ich weiter oben bereits einen gewissen Aufwand angedeutet; und die Warenbewegungen stellen nur ein Beispiel dar.
Anhand von Likes kann ich das Interesse für einen solchen eigenen Thread beurteilen.
Wiso war mir es nur klar das es nicht so einfach ist wie: “Umstellung der ERP Software zum Monatswechsel und dann einmal diesen Backup Download Knopf in Plenty drücken, dann Pleity löschen und fertig”
Ich kann die Kritik an Shopware nachvollziehen, vor allem aus Shopware-5-Zeiten mit instabilen Schnittstellen und Plugin-Chaos.
Allerdings muss man fair sagen: Shopware 6 ist deutlich aufgeräumter und die Oberfläche inzwischen absolut brauchbar.
Ein Punkt, der in solchen Diskussionen oft unterschätzt wird, ist die Kontrolle über den Checkout. Während Systeme wie Shopify Zahlungsarten aktiv in den Vordergrund drängen (z. B. PayPal), kann man bei Shopware die Priorisierung komplett selbst steuern. Das hat bei größeren Volumina direkte Auswirkungen auf die Kostenstruktur.
Dass Shopware in Plenty-Diskussionen selten auftaucht, liegt meiner Meinung nach weniger an der Qualität, sondern daran, dass es kein ERP-/Multichannel-System ist. Man braucht zusätzliche Komponenten – und genau das wollen viele vermeiden.
Am Ende ist es eine Grundsatzfrage:
Will ich maximale Kontrolle (Shopware) oder maximale Einfachheit (Shopify/Plenty)?
Soweit ich mitbekomme wurde SW6 im Vergleich zu SW5 massiv verteuert, und ist nur mehr für große Firmen interessant.
Genau Paypal ist bei Shopify problematisch, weil man Gebühren (auf den Umsatz) an Paypal UND an Shopify zahlt, und dadurch die Kosten weit höher sind als bei Shopify Payments.
Und die einzige Zahlungsart zu vertretbaren Kosten ist genau Shopify Payments, da man bei externen Zahlungsanbietern immer doppelt zahlt (außer eventuell bei teuren Tarifen).
Als Plentymarkets-Händler ist man ja ohnehin eine hohe Preisstruktur gewohnt. Ich liege aktuell bei rund 1.000 € netto im Monat – und da ist man schnell an einem Punkt, an dem man sich fragt, ob es wirklich noch teurer gehen kann.
Genau deshalb schaue ich mir Shopware 6 aktuell genauer an. Die Community-Version ist ja zunächst kostenlos, dazu kommen Hosting und einige Plugins. Natürlich ist das nicht „gratis“, aber zumindest wirkt die Kostenstruktur transparenter und nachvollziehbarer als bei Plenty.
Was mir aktuell noch fehlt, ist ein wirklich klares Gesamtbild der monatlichen Kosten im Realbetrieb. Es ist aufwendig, sich das sauber zusammenzustellen, aber es bleibt zumindest greifbar und planbar.
Der Unterschied scheint eher zu sein, dass man die Kosten bei Shopware aktiv steuert, während sie bei Plenty einfach da sind.
Ich bin daher gerade am Abwägen, ob sich der Schritt lohnt.
Das mit der „doppelten Bepreisung“ von Paypal lässt sich umgehen. Auch in den Einstiegstarifen kann man die zusätzlichen Shopify-Gebühren auf externe Zahlungsanbieter vermeiden. Sobald man mindestens eine Zahlungsart aus dem Shopify- Payments-Universum aktiv im Checkout anbietet, entfällt diese Zusatzgebühr auch für PayPal. Man kann entsprechend konfigurieren.
Warum sollte es nicht teurer gehen? Es kann jedes Jahr 10% teurer werden. Oder 20%. Oder einen größeren Sprung machen wenn der Tarif wegen irgendwas gewechselt werden muss.
Plenty ist ein Cloud Software Anbieter, der 100% für Hosting, Fehlerbehebung, Verfügbarkeit, Updates usw. verantwortlich ist.
Bei einer “Community Edition” bist du wohl selbst dafür verantwortlich. Wenn du das managen kannst ist es billig, wenn du eine Agentur brauchst ist es (sehr) teuer.
Woher hast du diese Information? Hier sind die Preise (unten aufklappen):
Oben sind zB Kreditkartengebühren via Shopify Payments (2% beim kleinsten Tarif).
Unten die Drittanbieter-Gebühren für andere Anbieter wie z.B. Paypal. Stolze 2% beim kleinsten Tarif, zusätzlich zu den Paypal Gebühren.
Wenn man eher einen kleinen Tarif bei Shopify nutzen möchte und gleichzeitig (weil in Deutschland so beliebt) 50+% Paypal Zahlungen hat dann ist das wirklich unangenehm. Und blöd, wenn man erst drauf kommt wenn der Shop schon fertig ist…
bei Shopware 6 bitte nicht davon ausgehen, das man immer die Wahl für die Community Edition hat. Dies ist nicht der Fall, da nur unter bestimmten Bedingungen die Community Edition dauerhaft betrieben werden darf.
Wenn du da ein paar mehr Infos oder Hilfe bei Shopware brauchst kann ich da aber gerne helfen
Kannst du das etwas genauer erläutern, bislang dachte ich, das läuft über eine MIT-Lizenz und somit dürfte doch eigentlich bei Selbsthosting & Co. grundsätzlich ein dauerhafter Betrieb erlaubt sein, egal ob ein Startup mit 1000 Euro Umsatz oder ein Mittelständler mit 8-stelligem Umsatz. Es mag da Problemem it Compliance geben, ggf. auch Plugins, die es nicht für die Community Edition gibt, aber rein rechtlich sollte es grundsätzlich erlaubt sein?