… ich bin nicht Plenty, aber ich habe eine Meinung. Die solltest du aushalten können ![]()
![]()
Wenn es halt auch manchmal ein schwer verdaulich ist
- kenn ich ja irgendwie auch.
Ich würde es sehr begrüßen wenn dieser Thread hier on topic bleibt. Deine Meinung halten doch schon auf Facebook und deinem Blog genug Leute aus.
Ja und streiten können die Beiden ja auch wo anders oder per PN.
Ich sehe das etwas anders.
Bei Amazon, eBay oder Kaufland zahle ich einen festen Prozentsatz auf meinen tatsächlichen Umsatz. Das ist für mich als Händler jederzeit transparent und sauber kalkulierbar. Verkaufe ich weniger, zahle ich automatisch weniger. Verkaufe ich mehr, zahle ich entsprechend mehr. Das Risiko tragen beide Seiten gleichermaßen.
Beim neuen Plenty-Modell ist das aus meiner Sicht anders. Dort habe ich zunächst einmal eine hohe monatliche Grundgebühr, unabhängig davon, ob ich den enthaltenen GMV überhaupt erreiche oder nicht. In meinem Fall sind das 990 € netto pro Monat, selbst wenn der Umsatz deutlich unter 80.000 € liegt.
Kommt es dann zu einem Umsatzeinbruch, bleibt diese Grundgebühr trotzdem bestehen. Wachse ich hingegen über das enthaltene GMV hinaus, kommt zusätzlich noch die Umsatzbeteiligung dazu. Das Risiko liegt damit überwiegend beim Händler, während Plenty seine Einnahmen weitgehend absichert.
Deshalb hätte ich ein reines umsatzabhängiges Modell sogar fairer gefunden. Dann würden beide Seiten gleichermaßen vom Geschäftserfolg profitieren und in schwächeren Monaten würden die Kosten automatisch sinken.
Bei dieser Variante müsste ich ja sofort eine Verbindlichkeit von 11880 € Netto eingehen, sorry das kommt für mich garnicht in Frage und da brauche ich mir auch nichts schön reden.
Ich fand dafür das bisherige Modell aus einem kleineren Fixum und einer variablen Vergütung nach Aufträgen/Umsatz, das wir seit mehr als einem Jahrzehnt genutzt haben, für uns als Händler natürlich besser.
Das “neue” Vergütungsmodell schafft mehr Planungssicherheit beim Anbieter. Summe X ist für 12 Monate sicher und wenn alles gut läuft überschreitet der Händler die vereinbarte GMV-Grenze und die Einnahmen steigen sogar noch. In einer Zeit in der es der Wirtschaft nicht insgesamt nicht sonderlich gut geht, ist das eine nachvollziehbare Entscheidung. Ob das System in der Vergangenheit zu günstig gewesen ist oder nicht ist sicher Ansichtssache. Wir würden bei den günstigeren Mitbewerbern aktuell auch etwas finden, bei dem wir wahrscheinlich keine großen Einschränkungen im Tagesgeschäft gegenüber Plenty bemerken würden.
Was mich jedoch wirklich schade finde ist die fehlende Transparenz. Ich versuche nach wie vor nachzuvollziehen, warum der Ultimate Tarif angeblich der für uns günstigste Tarif sein soll, denn nach den frei einsehbaren Informationen wäre schon der Expand Tarif für uns vollkommen ausreichend um das zu leisten, was wir derzeit in Anspruch nehmen. Ich hoffe sehr das mir das Account Management dahingehend Klarheit bringen kann.
Gruß Johannes
Du sprichst hier vom ehemaligen plentymarkets Zero Tarif. Ein Tarif der auch oft für Experimentier- / Spiegelsysteme verwendet wurde, oder eben als Inkubator im E-Commerce Umfeld.
Damit hat der der Anbieter nichts verdient, sogar unter Umständen noch Geld drauf gelegt. Und mit dem passenden Umsatz kam der passende Vertrag, in dem die Marge für den Dienstleister sinkt.
Es gab viele solcher toten / leeren Zero Systeme, und es war kein faires Systeme für beide Seiten.
Man kann das ein wenig mit dem Agenturgeschäft vergleichen. Häufig wird von „Retainern“ gesprochen. Regelmäßige / wiederkehrende und vor allem planbare Einkünfte.
Zum einen gewinnt man Kundschaft, welche Ressourcen abfragt und dafür auch Geld zahlt.
Diese Ressourcen bereitstellen und liefern zu können, kostet den Dienstleister aber immer Geld. Nicht nur dann, wenn ein Kunde die Ressourcen anfragt oder für sich rentabel einsetzen kann.
Die Bereitschaft die Ressourcen zu bewirtschaften setzt auch bei uns eine Planung voraus. Geschultes Personal kann nicht wie Server OnDemand gebucht/abgeschaltet werden.
Und dann kommen Zeiten in denen die Nutzung des Dienstes aus verschiedensten Gründen abnimmt (Umsatzeinbruch, Geschäftsaufgabe, Insolvenzen, Invenstitionsstopp, wirtschaftliche Unsicherheit, Ferien, Hitze, Urlaub, …) bei denen die Kosten bei dem Dienstleister weiterhin anfallen.
Sven von der webimpact® GmbH
www.webimpact.io
office@webimpact.io
+49 (0) 2252 953 9797
Nicht nur der Zero-Tarif war umsatzabhängig. Wir nutzen aktuell bspw. noch den Flex-Tarif und zahlen 419€ Grundgebühr. Der Rest des Gesamtrechnungsbetrags von 1.300-1.500€ setzt sich aus ein paar weiteren kleinen fixen Gebühren (SSL-Zertifikate, etc.) und aufwandsabhängigen Positionen zusammen. In Zeiten als wir 3-4x so viel Umsatz gemacht haben wie jetzt war die Rechnung dadurch deutlich höher als jetzt, dennoch hab ich es jedenfalls als weitestgehend fair empfunden, zumindest bis das ganze Drama mit den neuen UIs während der Pandemie losging.
Gruß Johannes
Kleines Update von meiner Seite:
Unser Account Manager hat sich inzwischen gemeldet. Er wird die Kosten anhand unseres letzten Monats durchrechnen, damit wir einen direkten Vergleich zwischen dem aktuellen und dem neuen Tarifmodell erhalten. Sobald ich diese Zahlen habe, melde ich mich hier nochmals…. vielleicht hilft das auch anderen Betroffenen.
Für mich persönlich ist aber inzwischen etwas ganz klar geworden.
Wir haben uns in den letzten zwei bis drei Monaten intensiv mit Odoo beschäftigt. Der einzige Knackpunkt war bisher die Anbindung an die verschiedenen Marktplätze. Genau dafür sind wir jedoch mit einem Anbieter im engen Austausch, der diese Schnittstellen inzwischen fertig entwickelt hat.
Nach den ersten Tests muss ich ehrlich sagen: Die Anbindungen funktionieren mindestens genauso gut wie bei Plenty.
Für uns ist die Entscheidung deshalb eigentlich gefallen. Odoo inklusive der Marktplatzanbindung kostet uns rund 280 € pro Monat inklusive MwSt. Ausserdem keine Begrenzung Anzahl Artikel und keine Transaktionsgebühren bzw. Umsatzabhängige Gebühren! Wenn ich die neue Plenty-Preisstruktur richtig einschätze, werden wir künftig wahrscheinlich bei mindestens 1.100 € pro Monat liegen.
Das wäre für uns eine Ersparnis von über 800 € jeden Monat – und damit ist die wirtschaftliche Entscheidung eigentlich eindeutig.
Wir geben jetzt Vollgas bei der Migration und ich freue mich ehrlich gesagt schon darauf, Plenty hinter uns zu lassen und den Fokus auf eine Lösung zu legen, die für unsere Unternehmensgröße besser passt.
Sobald ich die genaue Kalkulation von Plenty erhalten habe, teile ich sie hier gerne mit euch.
Ausserdem Empfehlung an jeden Händler mit bis zu 5 Mitarbeiter. Schaut Euch Odoo an! Wer etwas Technisches Fingerspitzengefühl hat ist hier gut aufgehoben. Mit Odoo.sh, kann man auch sensationell eigene Apps (mit Claude) einbinden und einfach und schnell im Staging testen und ggf. produktiv gehen. Produktdaten haben wir an unser eigenes PIM innerhalb von 3-4 Stunden vollständig verknüpft….. Man muss vieles individualisieren weil die Logik einfach eine andere ist als bei Plenty, aber machbar und auhc noch Spassig ![]()
Ist das Satire?
Wir haben 2023 gut 30.000€ an plenty überwiesen, und in diesem Jahr werden es allein durch die bisherigen Preiserhöhungen (vor einem möglichen Wechsel auf einen neuen Tarif) knapp 50.000€ für die selbe Leistung sein.
Das Problem ist ja immer bei solchen Anbieter, welche viele Funktionen bietet, das man als Nutzer immer auch Funktionen mit bezahlt, die man nie braucht.
Ich finde ja, was ja das optimalste wäre, das man einzelne Funktionen quasi zusammen klickt und dann erst einen fairen Preis für nur diese Funktion bekommt. So hätte man genau das was man braucht.
Nur das wie fair berechnen?
Ihr neuer Vertrag:
-
-
Neuer Tarif: Ultimate
-
Monatliche Grundgebühr: €950,00
-
Umsatzbeteiligungsgebühr oberhalb des Limits: 0,78%
-
Monatlich inbegriffenes GMV-Volumen: €110.000
-
Artikelvarianten (SKU): 210.000
-
Benutzer: 5
-
In dem Ultimate Angebot, welches wir heute bekommen haben, ist die Anzahl der aktiven Benutzer falsch. Des Weiteren liegt die Variantenanzahl um gut 40K daneben. Beim GMV-Volumen hat der Praktikant auch gewürfelt.
Die 12 Monatige Kündigungsfrist ist einfach dreist.
Die Preiserhöhung kurz vor den Sommerferien erinnert mich stark an den beliebten Trick aus der Energie- und Servicebranche, die ihre Preiserhöhungen gerne zwischen Weihnachten und Neujahr oder während der Sommerferien versendet….. also genau dann, wenn viele Unternehmen urlaubsbedingt personell eingeschränkt sind.
Noch nie habe ich solch eine unprofessionelle Angebotskommunikation erlebt.
Was die neuen Verträge angeht, ist der Ablauf aktuell purer Wahnsinn, und die Preisgestaltung erscheint auf den ersten Blick willkürlich. Ganz ehrlich, es hilft nur, Widerspruch gegen die bevorstehende Anpassung einzulegen und zu schauen, was dann passiert.
Dass Plenty dann einfach kurzfristig von ihrer Seite aus kündigt, halte ich für unwahrscheinlich. Vermutlich werden die dann eine ganze Weile die Altverträge weiterführen und dann hoffentlich mit angemessenem Vorlauf kündigen, sodass man genug Zeit für einen eventuellen Wechsel hat. Oder aber sie sehen, dass der Widerstand groß ist und verschieben das Ganze vorhaben ![]()
So oder so, ich persönlich würde Widerspruch einlegen und schauen was passiert. Zusagen kann man im schlimmsten Fall ja dann immer noch.
Hallo in die Runde,
Wir wurden auch auf Scale eingestuft, wobei man offenbar einen GMV genommen hat, der ungefähr unserem durchschnittlichen Monatsumsatz entspricht und der Preis geht um ca. 220 Euro netto pro Monat hoch (ca. 750 Euro aktuell, 970 Euro danach). Allerdings sind da auch ein paar Sachen dabei, die wir bislang nicht nutzen und extra gewesen wären (mehr Mandanten bspw.), ggf. würden wir diese sogar nunmehr zum Einsatz bringen . Es ist nicht toll, aber wenigstens ist es keine Verdopplung.
Leider ist das wieder wie der Frosch im heißen Wasser, es schmerzt zwar, aber im Gesamtkontext unserer Umsatzes sind 220 Euro pro Monat auf dem Konto kaum zu erkennen und man denkt sich dann “hat man erstmal wichtiges zu tun als umzusteigen”, auch wenn es natürlich immer wieder 200 Euro hier und da sind.
Grüße
Alex
Das würde mich auch interessieren. Was passiert bei Widerspruch … wie verhält sich plenty dann?
Wir haben eben als Antwort auf die Email einen Fragenkatalog raus geschickt, ohne das Wort Widerspruch zu erwähnen.
Mal abwarten wie darauf reagiert wird.
Gruß
Ute
Habe gestern wie folgt wiedersprochen und gebe euch gerne eine Rückmeldung sobald ich eine Antwort erhalten habe ![]()
Sehr geehrte Damen und Herren,
hiermit lege ich einen fristgerechten Widerspruch gegen die mit Ihrer E-Mail angekündigte Vertragsänderung zum 01.09.2026 für das System PlentyID XXXXX ein.
Mit den angekündigten Änderungen, insbesondere der monatlichen Grundgebühr in Höhe von 990,00 € netto, der zusätzlichen umsatzabhängigen Vergütung sowie der damit verbundenen Mindestvertragslaufzeit von 12 Monaten, bin ich nicht einverstanden.
Aus meiner Sicht stellt diese Anpassung eine erhebliche und wirtschaftlich nicht vertretbare Verschlechterung der bisherigen Vertragsbedingungen dar. Das neue Preismodell steht für mich in keinem angemessenen Verhältnis mehr zum Nutzen der angebotenen Leistungen.
Ich widerspreche daher ausdrücklich der Vertragsänderung und bitte um eine schriftliche Bestätigung des Eingangs meines Widerspruchs.
Gruß Rike
Unser Widerspruch damals im Sommer 2023 wurde von Plenty schlicht nicht beantwortet / ignoriert.
Vertrags-Bedingung damals war, dass Plenty bis zu 15% (glaube ich) anpassen darf, ohne dass ein Widerspruch möglich war. Die Preiserhöhung, die wir bekamen war aber 35% - 50%.
Wir hatten dann, unter Nennung der AGB (oder Vertragsbedingungen) widersprochen, Plenty hatte, laut AGB (oder Vertragsbedingungen) 6 Wochen um auf den Widerspruch zu reagieren und entweder uns zu kündigen oder anzupassen bzw. den Vertrag wie gehabt weiterlaufen zu lassen.
Auf den Widerspruch erfolgte keine Reaktion von Plenty.
Die Preisanpassung und Plentys Reaktionszeitraum lag zeitlich sehr dicht am Termin für die automatische Vertragsverlängerung.
Wir hatten hatten dann den Vertrag unsererseits gekündigt und entsprechend gewechselt.
Ich bin gespannt ob und wie Plenty auf eure Widerrufe reagiert.
Wir haben vor zwei Tagen offiziell Widerspruch eingelegt und unsere Bedenken etwas ausführlicher begründet.
Zum einen stören wir uns an der neuen Mindestvertragslaufzeit von zwölf Monaten. Zum anderen finden wir die neue Preisstruktur zu intransparent. Aus den Informationen geht für uns nicht hervor, wie sich unsere tatsächlichen Kosten verändern werden.
Deshalb haben wir Plenty gebeten, anhand des Monats Juni einen direkten Vergleich zu erstellen: Wie hoch waren unsere Kosten im Juni mit dem bisherigen Tarif und wie hoch wären sie mit dem neuen Modell gewesen? Nur so lässt sich die Umstellung aus unserer Sicht fair beurteilen.
Außerdem haben wir offen kommuniziert, dass wir als kleiner E Commerce Händler langfristig Kosten von maximal etwa 900 bis 1.000 Euro pro Monat tragen können. Alles darüber wäre für unser Geschäftsmodell wirtschaftlich nicht mehr sinnvoll. In diesem Fall müssten wir entweder unser Geschäft einstellen oder auf ein anderes System wechseln.
Wir haben aber auch klar geschrieben, dass wir grundsätzlich gerne bei Plenty bleiben würden, da das System für uns gut funktioniert und wir den Aufwand einer Migration natürlich gerne vermeiden möchten.
Positiv war, dass wir bereits kurz darauf eine Rückmeldung von unserem Account Manager erhalten haben. Er hat bestätigt, dass unser Widerspruch eingegangen ist und zur Kenntnis genommen wurde. Außerdem wird uns in den nächsten Tagen genau dieser Kostenvergleich erstellt, damit wir eine transparente Grundlage für die Entscheidung haben.
Ja, das trifft unsere Situation leider auch ziemlich genau.
Bei uns stehen in Kürze drei Wochen Urlaub an und den möchte ich mir nach einem intensiven Jahr auch wirklich gönnen, um mal komplett abzuschalten. Wir haben keine Mitarbeitenden, die sich in dieser Zeit um so ein Projekt kümmern könnten.
Realistisch bleiben uns damit gerade einmal vier bis fünf Wochen für eine allfällige Migration. Ohne Ferien wäre das mit sehr viel Einsatz wahrscheinlich machbar gewesen. Aber genau jetzt fehlt schlicht die Zeit und die Kapazität, sich seriös mit einem Systemwechsel auseinanderzusetzen.
Genau deshalb finde ich den gewählten Zeitpunkt so unglücklich. Man erreicht viele Händler in einer Phase, in der sie entweder im Urlaub sind oder kurz davor stehen und andere Prioritäten haben.
Fairerweise muss man auch sagen, dass es wahrscheinlich nie einen perfekten Zeitpunkt für so eine Mitteilung gibt. Immerhin wurde sie nicht mitten im Weihnachtsgeschäft verschickt. Trotzdem wäre aus meiner Sicht eine deutlich längere Übergangsfrist oder mehr Planungssicherheit gegenüber den Kunden angemessen gewesen……