Oder anders gesagt: Wenn in einem ERP die Erstellung einer Rechnung zum Luxus wird, den man sich aufgrund der Softwarekosten nicht leisten möchte, dann hat man nicht das passende System für seinen Anwendungsfall.
Es gibt sicher bessere Systeme um manuell Großkunden Aufträge abzuwickeln. Für mich war die GUI für die Auftragsanlage im Backend nie intuitiv nutzbar. Während bei der automatisierten Abwicklung von Online/Marktplatz Bestellungen Plenty seine Vorteile hat (zumindest bei Eigenversand).
Rechnungen in getrennten Systemen erstellen ist kein Problem (2 Nummernkreise). Bestände kann man über eine Schnittstelle abgleichen (zB in Plenty ein Katalog Export, den das andere System einliest).
Ich würde andere Systeme einfach mal ausprobieren, und sehen, wie angenehm man damit die manuellen Aufträge anlegen kann. Das sollte Spaß machen, kein Ärgernis sein.
Hey Leute hier noch ein kurzes update.
Nach nunmehr sehr vielen Terminen und Verhandlungen mit Plenty konnten wir für uns ein Angebot für den Ultimate-Tarif vereinbaren.
Parallel dazu habe ich mir auch KINGBILL heruntergeladen, welches wir für einige Aufträge zusätzlich verwenden. https://www.kingbill.com
Für viele Manuelle Aufträge reicht uns Kingbill zusätzlich als Hilfe. Einmalzahlung fertig!
Stornos!
Wir haben leider sehr viele Fake- bzw. notorische Rechnungskäufer. Damit meine ich Kunden, die bei unserem Zahlungsanbieter für den Rechnungskauf nicht durchkommen, trotzdem aber immer wieder Bestellungen auf Rechnung über teilweise mehrere Tausend CHF auslösen.
Diese Bestellungen treiben unseren GMV natürlich sofort nach oben, obwohl wir bereits wissen, dass daraus mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit niemals ein tatsächlicher Umsatz entstehen wird.
Wir haben deshalb einen Auftragstag „STORNOnullen“ erstellt. Bei solchen Bestellungen setzen wir den Artikel- bzw. Auftragsbetrag mittlerweile sofort auf 0, sobald klar ist, dass der Kunde nicht bezahlen wird bzw. der Rechnungskauf nicht zustande kommt.
Alleine in den letzten Tagen hatten wir beispielsweise zwei bereits bekannte, notorische Rechnungskäufer, die zusammen Bestellungen von mehreren tausend CHF ausgelöst haben.
Auf alle Tage im Monat mit allen solchen Fakekäufern gerechnet sind das Beträge die unseren GMV massiv erhöhen, obwohl daraus kein einziger Franken Umsatz entsteht.
sicher, da bin ich schon bei Ihnen.
Wir wurden aber nicht wegen des GMV in Scale einsortiert, sondern weil wir das Nachbestellungsmanagement nicht aufgeben wollten.
Ich halte das aber für eine wesentliche Funktion, deswegen mussten wir in den sauren Apfel einer Preissteigerung von 45% im Vergleich noch zum Januar beissen.
Ich meine, hier im Thread wurde das Thema schon mehrfach diskutiert. Irgendwo hatte auch ein Händler geschrieben, dass er das direkt mit seinem Plenty-Account-Manager abgeklärt hatte und ihm empfohlen wurde, bei stornierten Aufträgen die Werte auf 0 zu setzen, damit diese nicht in den abrechnungsrelevanten GMV einfließen.
Wie man merkt ist aber gerade alles chaotisch, was stimmt jetzt was stimmt nicht.
Ich kann nur empfehlen hart zu verhandeln, das funktioniert am besten wenn man echte Alternativen hat. Ich habe das bei uns im Frühjahr so aufgestellt das wir inzwischen relativ schnell wechseln können und zu 99% auch werden. Das Thema wechseln hat seinen Schrecken verloren. So verhandelt es sich sehr entspannt. Inzwischen will ich eigentlich auch gar nicht mehr bleiben, ich hab mich schon zu sehr mit einem anderem System beschäftigt.
Das Gross Merchandise Value (GMV) beschreibt den gesamten Netto-Bestellwert über unser System, exklusive Versandkosten und ohne Abzug von Retouren. Für Ihre vertragliche Abrechnung (BillingGMV) zählt strikt das Erstellungsdatum der Bestellung; stornierte Aufträge sind hierbei aktuell ausgeschlossen.
Ich hatte in den letzten 3 Monaten über 100.000 EUR Fake Bestellungen weil ich auf Rechnung anbiete. Und dafür soll man jetzt noch GMV Überschreitung Bußgeld zahlen. Wie kommt man eigentlich auf solche Iddeen ?
Wer so viele Fake-Bestellungen hat, für den ist die Abrechnung nach GMV nicht geeignet. Da sollte man sich lieber ein System suchen das eine Pauschale pro Auftrag abrechnet. Ich verstehe aber grundsätzlich warum Plenty (und viele der Mitbewerber) sich auch Fake-Bestellungen bezahlen lassen wollen (und würde es selber genauso machen), denn sobald die Bestellung an das System übermittelt und dort angelegt wurde, hat der ERP-Anbieter ja eine Leistung erbracht. Ob sie dann im Nachgang storniert wird oder der Kunde die Bestellung zwar erhält, dann jedoch im späteren Verlauf die Sendung wieder zurückschickt, hat ja nichts mit dem ERP-System zu tun (im Gegenteil, eine Retoure verbraucht ja auch wieder Systemleistung).
Um aber zum Thema zurückzukommen, wir hatten beiden Angeboten (dem ursprünglichen Ultimate-Angebot und dem späteren Scale-Angebot) widersprochen. Gestern wurden wir dann von einer neuen Mitarbeiterin aus dem Account Management kontaktiert, die angekündigt hat das die Frist zur Vertragsänderung um einen Monat nach hinten verschoben wird und jetzt nochmal mit der Geschäftsleitung über die GMV-Einstufung gesprochen wird.
Wenn wir am Ende dann doch beim Scale-Tarif mit realistischer GMV-Einstufung ohne Nachteil zum Neukundenpreis landen, werden wir der Umstellung wohl zustimmen.
Gruß Johannes
Edit: Mich würde ja wirklich interessieren wie hoch der Anteil der Kunden ist, die einem neuen Vertrag zugestimmt haben und wie hoch der Anteil derer ist, die der Vertragsänderung widersprochen haben und nun mit einer Kündigung des Vertragsverhältnisses rechnen müssen.
Dann würde ich nie Kunde bei Dir werden, denn ich versteh nicht warum ein Dienstleister am Umsatz beteiligt werden sollte. Er hat ja nichts in mein Unternehmen investiert.
Erledigt. Ich zahle ja auch keine Umsatzabhängige Miete an meinen Vermieter und wenn es das verlangen würde wäre ich sehr , sagen wir, zumindest irritiert.
Wir wahrscheinlich klappen wenn Ihr standhaft bleibt, das Angebot was ich jetzt auf dem Tisch habe geht eigentlich im Vergleich zu dem was mir am Anfang angeboten wurde. Nur noch doppelt so teuer wie die Lösung die wir jetzt anstreben. Für die Differenz würde ich jetzt nicht mehr kündigen. Ich werde jedoch trotzdem nicht zustimmen, weil ich auch nicht verstehen will wieso ich nach 15 Jahren Plenty Treue in einen Jahresvertrag einwilligen soll.
So war es ja mal, hätte ich vor 15 Jahren gewusst das es in diese Richtung geht wäre ich natürlich nie Kunde geworden. Na ja, Dinge ändern sich halt und ich bin mit dem System eh schon lange nicht zufrieden. Eigentlich bin ich dankbar, man beschäftig sich halt erst mit Wechsel wenn die Grenze erreicht ist.
Ich meinte damit genau das was du hier geschrieben hast:
Wenn ich als Kunde eine Bestellung bei Plenty anlege, wird das System beansprucht, egal ob der Kunde die Bestellung am Ende bezahlt oder ob ich sie stornieren muss. So wie die meisten, finde ich das System mit einem fixen Prozentsatz vom Umsatz allerdings nicht gelungen. Bei der Systemlast macht es schließlich kaum einen Unterschied, ob die Gesamtsumme nun 2 oder 3 Nullen mehr hat.
Deshalb halte ich die Abrechnung einer Pauschale von ein paar Cent pro Auftrag (egal ob nun am Ende bezahlt, storniert oder retourniert) für beide Seiten für fair. Die Abrechnung nach Prozenten empfinde ich hingegen für Verkäufer mit hohem durchschnittlichen Warenkorb als unfair.
Hallo, vielleicht ging es jemanden hier wie uns. Wir haben keine Mail von PlentyOne erhalten und sollen nun folgendes im Monat abdrücken: Ihr neuer Vertrag:
Neuer Tarif: Ultimate
Monatliche Grundgebühr: €1.770,00
Umsatzbeteiligungsgebühr über dem Limit: 1,90%
Monatlich inbegriffenes GMV-Volumen: €80.000
Artikelvarianten (SKU): 121.000
Benutzer: 10
Vertriebslager (eigene Auftragsabwicklung): 8
Mandanten: 2
Kassenintegrationen: 1
EBICS-Schnittstellen: 2
Plugin-Sets: 60
**Konfiguration von Business-Intelligence -Kennzahlen: PlentyBI XS
**
Wir haben natürlich Widersprochen, da uns Plenty ja erstmal nachweisen muss das uns die Mail erreicht hat. Mal schauen was die jetzt meinen.
Es ist wenig relevant, ob du ein Mail bekommen hast, oder nicht. Plenty wird deinen Vertrag umstellen, wenn du Plenty Kunde bleibst. Vielleicht ein paar Monate später, aber vermeiden kannst du das nicht.
Du kannst versuchen, einen besseren neuen Vertrag auszuhandeln, der nicht ganz so teuer ist. Aber für eine gute Verhandlungsposition solltest du eine Alternative bereit haben, also das System wenn nötig wechseln können.
Denn sonst, wenn du dich nicht mit Plenty einigst, kann Plenty dein System relativ kurzfristig kündigen, und dann sind die Daten weg. Das ist leider der Nachteil bei Cloud-Software.
versendet hat plenty die Mails an alle Kunden. Allerdings haben wir auch ein paar Fälle gesehen, wo die Mail von plenty nicht „ankam“, weil sie:
übersehen wurde, weil sie wie Werbung aussah
im Spam-Ordner gelandet ist
an eine uralte Mailadresse gesendet wurde (z.b eine GMX Adresse über die vor 15 Jahren das System mal initial gebucht wurde )
Inhaltlich kann ich zu Deinem Angebot nichts sagen, da ich nich weiß wieviele Aufträge ihr habt, wieviele Artikel im System sind, was ihr bisher bezahlt habt…
Bei unsern Kunden war es so, dass nach dem nachverhandeln ein zweites (in der Regel günstigeres) Angebot kam. Es lohnt sich also auf jeden Fall es zu versuchen.
Für die allermeisten Kunden wurde es am Ende in Summe ca 25-50 % teuerer, allerdings gibt es auch solche, bei denen am Ende weniger als der Schnitt der letzten 12 Monate auf dem Angebot stand.
Ich habe aus sehr zuverlässigen Quellen gehört, dass bei harter Verhandlung Nachlässe von bis zu 40 % auf das erste Angebot möglich sein sollen. Also: nur Mut beim Verhandeln. Verschenkt kein Geld !
Für mich persönlich ist zum Jahresende allerdings Schluss mit Plenty. Dabei geht es inzwischen nicht mehr nur um den Preis. Entscheidend sind für mich ebenso die Möglichkeiten, die Plenty für die weitere Geschäftsentwicklung bietet – oder eben nicht bietet – und die Frage, wie zukunftsfähig das System für mein Geschäftsmodell ist.
In der Gesamtschau komme ich deshalb zu dem Schluss, dass es höchste Zeit für einen Wechsel ist. Wäre ich hauptsächlich Marktplatzhändler, würde ich das möglicherweise anders beurteilen und vermutlich bei Plenty bleiben.
Ich werde zu Odoo wechseln und dadurch rund 950 Euro pro Monat einsparen.
Kleiner Fun Fact am Rande:
Von dieser Differenz könnte man einen Porsche leasen und Odoo verdient ja wahrscheinlich auch noch Geld.
Ich denke, die richtig große Austrittswelle kommt erst nächstes Jahr im September 2027. Wenn viele nicht mehr mit dem neuen (teuren) Tarif einverstanden sind, da sich ja die Funktionen & Service nicht wirklich positiv ändern.
Ich habe mit allen gut ca. 19 Shops kontakt, die zwar dieses Jahr notgedrungen leider verlängert haben, aber nächstes Jahr kündigen werden. Das ging in diesem Jahr leider erstmal nicht.