Das denke ich auch, ich konnte es halt zum Jahresende 2026 machen weil ich mich schon im Frühjahr mit Wechseln beschäftigt habe, alle Entscheidungen sind schon getroffen und das neue System steht schon zu 75 %.
Aber viele haben das eben nicht geschafft - es gibt dazu ja einige Gründe - diese wechseln dann hat erst im nächsten Jahr und beißen halt diese Jahr noch in den sauren Abfall.
Das hatte ich auch erst überlegt, allerdings hat alleine dieses Geschäftsgebaren bei mir im Frühjahr einen Fluchtreflex ausgelöst.
Hallöchen,
wir sind nun in den Scale-Tarif gerutscht. Was ist daran aber Scale? Für uns unsinnige Funktionen, bei einer Preissteigerung, ohne wirklichen Mehrwert. Seit Monaten kämpfen wir mit dem System, weil Bilder nicht mehr angezeigt, Benutzeroberflächen zurück gesetzt wurden und die Artikelbearbeitung mit workarounds durchgeführt werden mussten, in diesem Stress haben wir vermutlich einiges an Informationen übersehen. Unser Vertrag begann 2013 im Mai, wenn ich das richtig in Erinnerung habe. Wir sind in all den Jahren bei Plentymarkets nie wirklich angekommen. Immer, wenn das System für uns perfekt eingerichtet war, wurde es uns genommen und wir mussten uns mit Neuem beschäftigen. Wie kann es sein, dass die Umstellung auf einen teureren Vertrag nicht erstens die Option eines Sonderkündigungsrechts beinhaltet, auf das wir, jedenfalls nicht bewusst, hingewiesen wurden - die Kommunikation ist unter aller Kanone! - und Zweitens, der Vetragsbeginn einfach verschoben wird? Theoretisch läuft mein Vertrag, den ich in 13 Jahren nur 1 mal angepasst habe, weil es gar nicht anders ging, der stets von Plenty einseitig zu unseren Ungunsten geändert wurde, bis Mai. Im Moment habe ich nur einen monatlichen Gesamtpreis, ich habe keine Ahnung, was in den AB 229 Euro eigentlich zusätzlich enthalten ist, dass wir nun mehr als das Doppelte davon zahlen müssen.
Wir haben uns oft gescheut, den Schritt zu gehen, zu Wechseln, weil Plenty alles daran setzt, dass ein Wechsel so kompliziert, wie möglich ist. Aber dieses Mal scheint es der richtige Zeitpunkt zu sein, einfach mal sauber neu zu starten.
Ich habe mir das Odoo nun mal angeschaut, das klingt ziemlich übersichtlich. Gibt es da Erfahrungen? Auch bezüglich der Kasse? Ist da alles rechtskonform?
Grüße
John
Ihr habt doch sicher, so wie eigentlich alle anderen auch, im Juli/August eine Mail mit dem Hinweis auf die Vertragsänderung bekommen. Dieser Vertragsänderung hättet ihr doch widersprechen können, damit wäre der Vertrag erstmal zu unveränderten Konditionen weitergeführt worden. Im worst-case hätte Plenty dann von sich aus den Vertrag gekündigt, wenn sie der Meinung gewesen wären, das die Weiterführung des Vertrags unzumutbar wäre.
Wenn ihr die Mail zur Vertragsänderung nicht bekommen habt, dann macht es Sinn sich an das Account-Management zu wenden.
Gruß Johannes
Tatsächlich kann ich mich an eine Mail diesbezüglich nicht erinnern und habe nun auch noch mal die Mails durchgeschaut. Hier läuft so viel von „Spam“ plentymarkets auf, dass es tatsächlich möglich gewesen wäre, dass diese Mail untergegangen ist, aber ich kann keine Mail mit Vertragsänderung finden. Kollege sagte auch, wenn die Mail wie Werbung aussah, wurde sie vielleicht gelöscht.
Woran ich mich erinnern kann ist die Einblendung beim Login, dass der Vertrag nun umgestellt wurde, da haben wir schon geschluckt, aber keine Zeit gehabt, uns damit zu beschäftigen, weil uns Plenty eben im alltäglichen Arbeiten wahnsinnig bindet.
Ich habe Plentymarkets nun um ein Telefonat gebeten, um das mal abzuklären, ich glaube aber nicht, dass ich da heute noch einen Anruf erhalte.
Wir benötigen einfach nicht so ein aufgeblasenes System, aber genau die kleinen Funktionen, auf die wir angewiesen sind, werden hier an die teuren Pläne gebunden. Wenn hier von Falle gesprochen wird, dann fühlen wir uns genau in diese getappt. Als Bekleidungshändler haben wir an fast jedem Artikel gleich 7 Varianten hängen, egal, ob der Artikel 10 Euro kostet oder 200.
PS: Jetzt hatte hier vermutlich gerade Plenty versucht anzurufen. Wir hatten aber einen Notfall, eine Frau wurde von einem Mann bis in unser Geschäft verfolgt und während wir sie hier „versteckt“ hatten, konnten wir auch nicht ans Telefon gehen. Es soll einfach nicht einfach sein mit Plenty. ![]()
Das ihr nicht alle Funktionen braucht kann ich nachvollziehen, das geht uns ähnlich. Wir nutzen vieles nicht, brauchen aber wegen der Anbindung von Zalando und deren Vorgaben für Dokumente eigentlich mehr als die 3 individuellen Dokumentenvorlagen die Scale bietet. Der Rest des nächsthöheren Ultimate Tarifs ist für uns völlig uninteressant und eigentlich wäre für uns auch Scale bei den meisten Leistungsmerkmalen schon überzogen.
Gruß Johannes
Das ist kein „worst-case“ Verhalten, das ist Standard, nach Widerspruch und Nachbesserung des Angebotes, was von mir nicht angenommen wurde, kam die Kündigung mit Verweis auf die von mir nie akzeptierten AGB innerhalb weniger Stunden. Die schießen sich auch gerne selbst ins Knie
D.h. ihr wurdet von jetzt auf gleich gezwungen, alles woanders umzuziehen oder gibts eine Frist dafür? Wofür habt ihr euch entschieden?
Die Frist ergibt sich laut Plenty aus den aktuell geltenden AGB. Genau hier sehe ich allerdings einen problematischen Punkt: Diesen AGB habe ich weder zugestimmt, noch wurde ich meines Wissens jemals über entsprechende Änderungen informiert.
Der Verlauf war im Grunde folgender:
- Wir haben – wie offenbar viele andere Händler auch – ein aus meiner Sicht ziemlich freches neues Angebot erhalten.
- Diesem haben wir widersprochen.
- Anschließend wurde nachverhandelt – was sich im Übrigen sehr gelohnt hat.
- Den ursprünglichen Widerspruch haben wir trotzdem nicht zurückgezogen.
- Daraufhin hat Plenty den Vertrag gekündigt zum 31.12.2026
Damit kann ich grundsätzlich leben. Problematisch finde ich lediglich, dass Plenty die Kündigung bzw. die Kündigungsfrist nun auf Regelungen in aktuellen AGB stützt, die aus meiner Sicht für unser Vertragsverhältnis möglicherweise gar nicht wirksam einbezogen wurden.
Nach meinen Unterlagen habe ich zuletzt im Jahr 2018 AGB ausdrücklich akzeptiert. Über spätere Änderungen wurde ich weder informiert noch habe ich diesen zugestimmt. Aus den damals akzeptierten Bedingungen ergibt sich meines Erachtens nicht ohne Weiteres das Recht, so vorzugehen, wie Plenty es nun tut.
Für mich ist diese Frage letztlich allerdings zweitrangig, da unsere Entscheidung ohnehin feststeht: Wir werden Plenty in jedem Fall verlassen.
Wir haben das erste und zweite Angebot nicht akzeptiert. Daraufhin wurde die Frist bis zum 31.10. verlängert. Das dritte Angebot ist immernoch teurer als das was ein Neukunde mit vergleichbaren Zahlen wie wir zahlen müsste, deshalb haben wir auch das Angebot bislang nicht angenommen. Zum Neukundenpreis mit realistischem GMV würden wir das Scale-Angebot annehmen, aber sicherheitshalber haben wir unsere ganzen Daten inzwischen gesichert und bereiten uns auf einen Systemwechsel vor.
Gruß Johannes
Ja man braucht zuerst ein laufendes neues System, dann das alte kündigen. Und 1 Jahr Zeit für die Umstellung ist auch relativ angenehm
Wenn jemand noch Unterstützung braucht bei so einem Umstellungsprojekt bitte gern Bescheid geben.
31.12. ist ja noch etwas Zeit und der Druck, den es erzeugt, hilft vermutlich auch dabei, zu starten. Ich hab noch einmal nach der Mail gesucht, ich kann sie einfach nicht finden, es gibt so eine Mail bei uns nicht, damit konnten wir auch nicht widersprechen. Mich würde interessieren, wenn das neue Angebot „sehr gut“ war, weshalb es nicht angenommen wurde.
Preislich war das nachverhandelte Angebot tatsächlich sehr gut. Nachdem ich ziemlich hart verhandelt und auch klar gesagt hatte, dass ich bereit bin zu wechseln, kam ein Angebot, bei dem man beim Preis eigentlich kaum noch meckern konnte.
Nur: Bei mir geht es inzwischen nicht mehr nur um den Preis.
Ich betreibe einen Onlineshop, der bisherige Plenty-Shop LTS ist End of Life, und ohnehin stehen größere Veränderungen an. Ich müsste mich also jetzt mit der PWA beschäftigen, sie aufsetzen lassen und erneut Zeit und Geld in Plenty investieren.
Und genau da kam bei mir der Punkt: Wenn ich ohnehin erheblich in eine neue Shop-Lösung investieren muss, kann ich auch gleich das gesamte System hinterfragen.
Ich habe mich deshalb seit dem Frühjahr intensiv mit Alternativen beschäftigt und mich letztlich für Odoo entschieden. Dort kann ich wesentlich mehr Dinge in einem System abbilden, einige Drittanbieter-Lösungen komplett ersetzen und gleichzeitig deutlich Kosten sparen.
Im Vergleich zum ursprünglichen neuen Plenty-Angebot spare ich rund 950 Euro im Monat, selbst gegenüber dem nachverhandelten Angebot sind es noch etwa 420 Euro monatlich.
Aber wie gesagt: Das Geld ist inzwischen gar nicht mehr der entscheidende Punkt.
Mich hat vor allem die gesamte Preis- und Vertragspolitik gestört. Nach 15 Jahren Zusammenarbeit sollte ich mich plötzlich für ein Jahr fest binden. Das wollte ich nicht.
Im Grunde hat Plenty mit der neuen GMV-Tarifpolitik bei mir selbst einen schlafenden Hund geweckt. Ohne diese ganze Geschichte hätte ich vermutlich einfach weitergemacht wie bisher.
Es ist ein bisschen wie nach 15 Jahren Ehe, in der man sich an vieles gewöhnt hat: Plötzlich lernt man jemand anderen kennen und denkt sich: Ach guck an – so kann das also auch funktionieren. ![]()
Und genau deshalb habe ich das gute Angebot am Ende trotzdem nicht angenommen.
Schau im Posteingang nach Absender „am@plentyone.com“ bei uns eingegangen am 17.07.2026 um 8:23 Uhr.
Betreffzeile:
Wichtige Kundeninformation: Ihr Abonnement ändert sich zum 1. September 2026
Inhalt:
Sehr geehrte Damen und Herren,zum 1. September 2026 werden die Details Ihres Tarifs aktualisiert. Mit dieser E-Mail erhalten Sie einen umfassenden Überblick darüber, was diese Umstellung bedeutet, warum sie erfolgt und wie sie Ihr Unternehmen künftig unterstützen wird… usw.
Danke sehr. Ich hab mit den Infos mal rumgesucht, da ist nichts zu finden, außer eine Webinar-Werbung vom August. Im Messenger von Plenty habe ich nun auch mal geschaut, aber da ist alles gelöscht, was vor August kam, weil das wirklich ein rumgespamme war, wir haben da nichts mehr gelesen, weil nach ein paar Minuten schon wieder über 100 neue Nachrichten waren. Das kann auch nicht die Basis der Kommunikation zwischen Plenty und uns sein.
Ich werde das mal ansprechen, wenn die noch Mal anrufen sollten, aber bei uns läuft nun vermutlich auch alles auf einen Wechsel zu.
Wahrscheinlich dann aber erst in 12 Monaten, denn die Frist ist ja wahrscheinlich abgelaufen. Ein Ausweg kann es sein die AGB anzufechten, denn die Änderungen wurden so wie es aussieht nicht kommuniziert. Reich rechtlich sehe ich die Version aus 2018 für uns bindend und da sieht die Sache etwas anders aus.
Ich habe mir heute odoo angeschaut und das wäre, wenn es so einfach ist, wie es klingt auch das, was wir brauchen. Shop, Warenwirtschaft/Lager, Kasse, Anbindung an Amazon und ebay. Mehr brauchts bei uns gar nicht. Allerdings sind die Infos, wie das alles „zusammengesteckt“ wird, sehr spärlich, was uns wieder abschreckt. Webshop und E-Commerce sind hier getrennt, was die Frage aufwirft, sind das getrennte Domains oder landet man im Shop und dort ist die Webseite integriert? Oder ist die Kasse zertifiziert, solche Infos findet man nicht oder nur sehr schwer. Auch wer hinter odoo steckt ist nicht auszumachen, es gibt diese Adresse in Berlin, aber ein richtiges Impressum haben wir nicht gefunden. Vielleicht hatten wir auch nicht genug Zeit jetzt, das alles zu finden.
Wir legen viel wert auf die Echtzeit-Aktualisierung der 3 Verkaufspunkte Webshop, Laden, Marktplätze. Wir sind deswegen vor 13 Jahren zu Plentymarkets und bis vor einiger Zeit haben wir auch alle Preiserhöhungen geschluckt. Aber es gibt mehr und mehr Alternativen und nun sind bei uns Limits erreicht, obwohl wir ein Winzling im Vergleich zu anderen Nutzern sind. Aber es sind genau diese Stellschrauben, die es für uns jetzt zu teuer machen.
Schau hier rein:
Ich bin seit 4 Monaten damit beschäftigt und sehr zufrieden mit den ganzen Möglichkeiten.
Oh, sehr gut, vielen Dank!