Wechsel zu Plenty ONE Pflicht?

spannend. Dann viel Glück, dass du weiterhin unter dem Radar fliegst - ich frage mich, wonach die gehen!

Hi Denis, du sprichst mir aus der “Seele”. Wir haben hohe Umsätze mit umkämpften Margen und uns trifft das wirklich stark - sonst würde ich mich auch nicht so aufregen. Angeblich ist mein Fall nun an Legal weitergeleitet worden - ich soll dann von dort eine schriftliche Stellungnahme bekommen, auf welcher rechtlichen Basis das alles geschieht…. mal sehen. Ich will das dann auch unbedingt anwaltlich mal abklären lassen. Alleine aus Prinzip. Vielleicht sollten wir uns dann ggf. zusammenschließen :wink:

Ich verstehe worauf du hinaus willst, aber so wie du es geschildert hast stimmt doch die Aussage von Jan nach wie vor. Nicht das ich das Vorgehen des Vertriebsteams in irgendeiner Form gutheiße, aber so lange es nur darum geht das es, je länger man mit dem Umstieg wartet, die neuen Verträge nur teurer werden, ist der Aussage von Jan doch anscheinend nicht widersprochen worden.

Anders siehts aus wenn den Kunden am Telefon erklärt wird das die alten Verträge irgendwann gekündigt werden, wenn die Kunden nicht in die neue Tarifstruktur wechseln möchten. Das Recht zur Kündigung haben nunmal beide Vertragspartner, das steht denke ich außer Frage. Das aber würde zumindest mit der Aussage von Jan kollidieren.

Gruß Johannes

Hallo Johannes,

vielen Dank für deine Einschätzung.

Ich sehe das allerdings etwas anders. Für mich bedeutet die Aussage von Jan, dass Bestandskunden vom neuen Preismodell nicht betroffen sind, dass sie ihren bestehenden Vertrag grundsätzlich behalten können und eben nicht zum Wechsel auf das neue Vertragsmodell gedrängt werden.

Wenn Bestandskunden hingegen mit der Aussage konfrontiert werden, dass der bestehende Vertrag gekündigt werden könnte, sofern sie nicht in die neue Tarifstruktur wechseln, dann sind sie aus meiner Sicht sehr wohl betroffen. In diesem Fall besteht letztlich nur noch die Wahl zwischen einer Vertragskündigung oder dem Abschluss eines neuen Vertrags. Das wäre für mich ein faktisch erzwungener Vertragswechsel und würde der ursprünglichen Aussage des CEOs widersprechen.

Genau deshalb wünsche ich mir von PlentyONE eine klare offizielle Stellungnahme, wie die Aussage des CEOs zu verstehen ist und wie mit Bestandsverträgen künftig tatsächlich umgegangen werden soll.

Beste Grüße

Denis

Das die Herangehensweise von Plenty nicht schön ist sehe ich genauso. Bislang steht für mich die Aussage von Jan auch noch, denn zumindest wir haben schriftlich bis jetzt noch nicht mitgeteilt bekommen das unser Altvertrag gekündigt werden würde, wenn wir nicht in das neue Tarifmodell wechseln.

Hat das schon jemand schriftlich mitgeteilt bekommen, oder waren das alles mündliche Aussagen?

Im Moment habe ich nur den Eindruck das der Vertrieb mit allen Mitteln versucht Druck aufzubauen. Die Frage ob das aus Provisions-Gier oder auf Anweisung der Vorgesetzten passiert könnte uns wohl nur jemand aus dem Vertriebsteam beantworten.

Ich rechne, insbesondere nach den Erfahrungen der letzten Jahre und es Investoren-Einstiegs, nicht damit das die Geschäftsbeziehung mit Plenty immer als lupenrein fair abläuft. In die Aussage von Jan würde nichts weiter hineininterpretieren wollen als das wir unseren alten Vertrag Bestand behalten könne, wenn wir nicht wechseln möchten.

Allerdings bin ich dennoch soweit Realist, als das ich davon ausgehe das diese Aussage nicht unbefristet Bestand haben kann. Letztendlich kann der Vertrag eben von beiden Seiten ohne Nennung von Gründen gekündigt werden. Die Kündigung dann auf den nicht erfolgten Wechsel zu beziehen ist zwar naheliegend, wäre aber reine Spekulation.

Gruß Johannes

@LauraKreuzkamp @Denis

Ich denke es ist ziemlich klar mittlerweile, wie die zukünftige Preispolitik aussehen wird. Viele Kunden berichten von “neuer Vertrag soll doppelt so viel kosten”. Das würde ich ernst nehmen. Das sind Ziele die von Geschäftsführung und Investoren vorgegeben werden, und die erreicht werden müssen.

Der Vertrieb setzt diese Vorgaben nur um, und probiert es eben mehr oder weniger geschickt. Wenn das nicht funktioniert wird eine andere Methode probiert. Naheliegend sind einfach laufende Preiserhöhungen bei Bestandsverträgen (Gründe wie “Energiekosten!" findet man immer).

Ich würde davon ausgehen, dass nach einer gewissen Übergangszeit nur mehr Kunden akzeptiert werden die genug Einnahmen nach der neuen Preispolitik bringen (egal ob mit altem oder neuem Vertrag).

Strategisch gesehen würde ich JETZT beginnen die Anforderungen an die Software die man hat zu prüfen, zu berechnen was sie kosten darf, und dann prüfen welche Alternativen man hat.

Eine ERP/Shop etc. Umstellung kann gut ein Jahr dauern, damit sollte man nicht erst beginnen wenn etwas mit einer Frist von 1 Monat passieren soll.


Auch wenn es hier im Forum so aussieht: Es sind nicht alle Kunden mit der neuen Preispolitik unzufrieden. Es gibt auch Kunden die komfortable Margen haben, und die kein Problem mit etwaige Preiserhöhungen haben, da der Nutzen der Software für sie groß genug ist.

Aber für andere Kunden passt Preis-Leistung eben nicht mehr. Und da schadet es nicht sich am Markt umzusehen, ob es nicht etwas gibt was besser passt zum eigenen Bedarf.

Das sehe ich genauso,

Wir hatten vor Kurzem auch Bauchschmerzen und schlaflose Nächte wegen des Umstiegs auf PlentyONE (ob es künftig besser wird, muss sich natürlich erst zeigen).

Als die Überlegung bei uns anstand, haben wir recherchiert und Beiträge im Forum verfolgt. Die meisten waren kritisch, kaum jemand äußerte sich positiv. Bewerten und entscheiden muss das natürlich jeder für sich selbst.

Wir sind seit 2014 dabei und waren mit dem Classic-Vertrag sehr happy.

Für die Zukunft wollten wir aber die neueste Technologie von Plenty nutzen und erhoffen uns auch von den KI-Integrationen und Weiterentwicklungen einiges.

Der Wechsel auf PlentyONE war für uns auch mit den doppelten Kosten verbunden, das tut natürlich weh. Wenn man aber zum Vergleich andere Preisentwicklungen über die Jahre betrachtet (DHL, Personal, Wareneinkauf), sind diese fast identisch. Bei anderen Sachen kam der Schmerz nur auf Raten, bei Plenty nach einiger Zeit mit Wucht.

Wir haben nun einen neuen Vertrag abgeschlossen. Damit können wir planen, und es wird sich zeigen, ob PlentyONE sein Geld wert ist.

Ich finde, man sollte bei allen Abwägungen nicht nur die Probleme, sondern auch die Chancen sehen.

PS: Dies ist meine persönliche Meinung, ich bekomme dafür keinen Bonus von Plenty :wink:

Bei uns kam der Schmerz schon mit den jährlichen Preiserhöhungen, die deutlich über der Inflationsrate lag. Bei euch nicht?

Gruß Johannes

Sehe ich tatsächlich nur bedingt so. Wir haben uns ja überhaupt erst für Plenty entschieden, weil es gut zu uns und unserer Margenstruktur passt! Außerdem gab es ja auch schon diverse hohe Preisanpassungen analog DHL und co. Ein ERP System ändert man nicht über Nacht - und damit wird ja ganz bewusst gespielt! Mal abgesehen davon, dass die Kommunikation ziemlich miserabel ist, alleine aus psychologischer Sicht.

Dass Kunden tatsächlich zufrieden sein können mit so einer Umgangsweise und derartigen Preiserhöhungen, Marge hin oder her, kann ich nicht nachvollziehen. :slight_smile:

aber es gibt doch gar keine “neues System” - nur ein paar neue Features, deren Vorteil sich für uns zumindest nicht erschließt. Zumindest nicht für den Aufpreis. :slight_smile:

(4) Widerspricht der Kunde der Änderung der Geschäftsbedingungen, Entgelte oder der Leistungen, so gilt der Vertrag zu den bisherigen Bedingungen ohne Änderung zunächst fort.

Hat der Kunde dem Angebot auf Vertragsänderung widersprochen und kann der Provider begründen, dass es ihm technisch, organisatorisch oder wirtschaftlich unzumutbar ist, den Vertrag ohne die Vertragsänderung fortzusetzen, so ist der Provider zur Kündigung des Vertragsverhältnisses mit einer Frist von 6 Wochen zum Quartalsende berechtigt. Der Provider ist nicht verpflichtet, die Unzumutbarkeit zu beweisen. Es obliegt ihm jedoch eine plausible Begründung zu übermitteln, ohne dass er dabei interne Geschäftsvorgänge offenlegen muss.

Der Provider wird den Kunden mit der Mitteilung über Änderung der Geschäftsbedingungen, Entgelte und/oder der Leistung über die Rechtsfolgen eines unterbleibenden Widerspruchs unterrichten. Er darf zugleich darüber informieren, dass im Fall der nicht mehr gegebenen Zumutbarkeit einer Vertragsfortsetzung ein Kündigungsrecht des Providers besteht.

(6) Bei Änderungen, die mit Änderungen der technischen Infrastruktur oder wesentlichen Programmiergrundlagen verbunden sind, ist regelmäßig davon auszugehen, dass es dem Provider technisch und wirtschaftlich nicht zumutbar ist, die Vertragsleistungen für den Kunden auf einer alten bisher genutzten Soft- oder Hardware-Struktur weiter zu betreiben.

Ich interpretiere das so: Wenn man nicht will, dann wird von PlentyONE gekündigt.

Hi Laura,

ich habe dir heute eine PN geschickt.

Beste Grüße

Denis

Ein „neues System“ gibt es nicht. Aber selbst wenn die Classic-Verträge bestehen bleiben, wird dort aus unserer Sicht weder nennenswert weiterentwickelt noch langfristig unterstützt.

Wir gehen davon aus, dass Funktionen wie der KI-Assistent, Flow Studio, die neue Channel-Verwaltung oder auch zukünftige API-Technologien nur noch mit den aktuellen PlentyONE-Verträgen verfügbar sein werden.

Aber wie ich schon geschrieben habe: Ein richtig oder falsch gibt es dabei nicht. Das muss jeder für sich bewerten und entscheiden.

Hallo Johannes,

bei uns haben sich in den letzten Jahren viele andere ebenfalls nicht an die Inflationsrate gehalten. Da habe ich die Gebühren für Plenty-Classic bisher noch als “recht angenehm” empfunden.

Ob die aktuellen Preise gerechtfertigt sind, muss natürlich jeder für sich beurteilen.

Das Vorgehen finde ich natürlich auch nicht gut. Dass praktisch jeder Vertrag individuell gestaltet wird und zusätzlich das Thema GMV eine Rolle spielt, macht das Ganze nicht gerade transparent und ist aus Kundensicht nur schwer nachzuvollziehen.

VG Kirsten

Plenty versendet nun “Zwangsmigrationsmails”:

Mit ganz ordentlichen Preisen.

Jemand evtl. Interesse sich mal gebündelt rechtlich beraten zu lassen?

Gruß und schönes Wochenende

Plenty versendet nun “Zwangsmigrationsmails”:

Mit ganz ordentlichen Preisen.

Jemand evtl. Interesse sich mal gebündelt rechtlich beraten zu lassen?

Wenns tatsächlich stimmt das Jans Stelle an Umsatz hängt, ist das wohl die letzte Verzweiflungstat.

Bin schon auf den Post gespannt:

„Nachdem ich mit Plenty alles gegen die Wand gefahren habe, ähhh alles erreicht habe, widme ich mich nun neuen Zielen!..“

Gruß und schönes Wochenende

Interessant, wir haben eine ähnliche Mail bekommen, aber mit Titel “Ihr Abonnement wird aktualisiert – Ihr Account Manager wird sich in Kürze bei Ihnen melden”, und dafür bisher ohne konkrete Preise.

Wie wohl entschieden wird, wer noch verhandeln darf…?

Haben wir auch bekommen.

Oha, wir haben die Mail bis jetzt noch nicht bekommen, aber ich bin gespannt was wir für ein Angebot erhalten werden.

Gruß Johannes

Mich würde mal interessieren was wirklich zum GMV zählt?
Alle Aufträge die rein kommen oder nur die wirklich bezahlten zB ?