Helft mir bitte kurz: Hier bei uns gab es Strikes / Sperren für euch?
Vielleicht stehe ich aber auch auf dem Schlauch. Mir liegt dazu jedenfalls keine Information vor.
Ich kann deine Werte nicht ganz nachvollziehen, wie hast du die 0,35-1,40€ berechnet?
Ich hab hier aktuell einen potentiellen plenty-Neukunden mit Warenkorbwerten von ~500€ wo ein Verbund von verschiedenen Firmen dranhängt mit ähnlichen Werten.
Ich habe die neuen Tarife mit Verträgen aus 2024 verglichen und dabei die Grundgebühr von 219€ herausgerechnet um nur das “Auftragspaket” zu betrachten.
Mit einem Vertrag aus 2024: 18,5 Cent pro Auftrag
Mit einem neuen Expand-Vertrag: um die 2€ pro Auftrag
Und ab 200.000€ Umsatz pro Monat wird’s richtig teuer: 3,45€ pro Auftrag.
@ecomsilio-gr@sleunig Habt ihr irgendwelche Erfahrungen gemacht mit individuellen Vereinbarungen bei hohen Warenkörben? Mein Erstkontakt mit dem Vertrieb war leider nicht sehr vielversprechend, die Konditionen wurden als ziemlich unverhandelbar dargestellt.
Sonst müsste ich mir nach über 12 Jahren mit plentymarkets für diesen Kunden wohl zwangsläufig andere Systeme ansehen, die aktuellen Konditionen werten den Wettbewerb massivst auf.
Ja. Der hohe durchschnittliche Warenkorbwert ist das Problem.
10.000€ GMV übersetzt sich da mit nur 20 Aufträgen.
Vielleicht hab ich mich auch verrechnet, ich hab die Grundgebühr genommen, alte Grundgebühr abgezogen und den Restbetrag durch die Anzahl der Aufträge geteilt:
GMV
Warenkorb
Aufträge
Grundgebühr
alte Grundgebühr
Gebühr/Auftrag
10.000 €
500 €
20
149 €
- 219 €
- €
25.000 €
500 €
50
289 €
- 219 €
1,40 €
50.000 €
500 €
100
429 €
- 219 €
2,10 €
100.000 €
500 €
200
629 €
- 219 €
2,05 €
200.000 €
500 €
400
959 €
- 219 €
1,85 €
Und über 200.000€ kostet jeder weitere Auftrag 0,69% in Expand und 0,89% in Scale.
Erst Scale entspricht einigermaßen dem Umfang der Classic-Verträge.
Wenn du dann noch kleine Warenkörbe aber großes Sortiment hast, ist das mehr als nervig. Wir sind mit unseren Varianten schon in Ultimate. Würden aber eigentlich mit kleineren Verträgen problemlos hinkommen.
Interessant ist, dass der GMV nicht mehr auf der Seite zu finden ist, aber im Kleingedruckten immer angesprochen wird.
Die Provision aus der Übersicht von Sven liegt zwischen 0,7 und 2,8 %.
50 € + 0,7 % = 0,35 €
50 € + 2,8 % = 1,40 €
Von den individuellen Verträge weiß ich nur eins: Halte euch davon fern! Im Moment werden wohl vor allem Händler mit hohen Umsätze umgestellt. Denn damit lässt sich natürlich sofort mehr Umsatz bei plentymarkets machen. Wer den neuen Vertrag nicht unterschreibt, wird nach 3 Monate gekündigt. Zumindest wird damit gedroht.
Ah, ok. Aber das ist eine Überschreitungsgebühr. Also nicht Grundgebühr + Provision sondern das prozentuale greift wenn man mehr Umsatz hat als im Paket inkludiert.
Also: wenn du das Paket Scale mit 10.000€ gebucht hast dann sind alle Aufträge bis 10.000€ kostenlos mit drin, alle Aufträge über 10.000€ kosten extra - außer du buchst das größere Paket. Und die Extragebühren sind unangenehm teuer.
Die Grundgebühr umfasst insofern eine Art Auftragspaket und nur darüber wird extra abgerechnet. Nur halt nicht wie früher unter 20 Cent sondern die happigen Prozente.
Nehmen wir mal Scale mit 229€ Grundgebühr und <10.000€ GMV.
Alter Vertrag wäre hier teurer mit 256€. (219€ Grundgebühr zzgl. 200x0,185€ = 37€)
Bei 25.000€ ist Scale schon viel teurer mit 419€ zu 311,50€.
Und bei 200.000€ kostet Scale 1349€ und Classic 959€.
Um Scale und Classic zu vergleichen musst du immer erst mal die Classic-Gebühr vom neuen Gesamtpaket abziehen und dann die Kosten für die Aufträge isoliert vergleichen.
War leider schon immer nen großes Plenty Problem: Undurchsichtigkeit und Kompliziertheit der Angebote. Unzählige Änderungen (Auftragspakete, Plenty Zero, Umsatztarife…) zeigen auch hier den klaren Fahrplan den Plenty seit Jahren verfolgt um den Händlern (seinen Kunden?!) Stabilität und Planungssicherheit zu geben.
Ich würde das niemals so berechnen aber grundsätzlich verstehe ich, was du meinst.
Die Tarife die jetzt online stehen, finde ich uninteressant. Die darin enthaltene Leistungen stehen in keinem Vergleich zu den alten Classic Tarife. Auch wenn nicht jeder Händler alles braucht.
Und dann musst du dich vorab zu einem möglichen Jahresumsatz entscheiden. Wenn man weniger Umsatz macht, bezahlt man dennoch dafür und schon sieht die Rechnung ganz anders aus. Dazu kommt, dass diese Grundgebühr vorab für ein ganzes Jahr bezahlt werden muss. Der Vertrieb versucht die Händler sogar zu dem Abschluss eines 2- oder 3-Jahresvertrag zu bringen.
Die Tarife die jetzt online stehen, enthalten soweiso schon mal nicht alle Kosten. Um alle Kosten zu erfahren, muss man sich eh ein Angebot machen lassen und diese Angebot fallen mögicherweise immer wieder verschieden aus.
Wenn man sich für ein ERP entscheidet, möchte man auch nicht jedes Jahr wieder wechseln müssen. Man muss also planen können und dafür sind die Kosten auf jeden Fall relevant. Da bringt mir persönlich eine Grundgebühr wenig sondern da gehe ich verschiedene Szenarien durch und gehen vielleicht auch mal davon aus, dass man im 2. oder 3. Jahr wesentlich mehr Umsatz macht als im ersten. Daher auch die Berechnung mit den “Überschreitungsgebühren”.
Das ist leider absolut wahr. Es gibt keinen Shopbuilder mehr und keinen plentyshop LTS, plentyshop PWA ist aber aktuell eher noch Beta. Keine Ereignisaktionen, man muss Flows nutzen und die sind auf eine irrsinnig niedrige Anzahl limitiert.
Wenn ich mir so typisch “gewachsene” plenty-Systeme ansehe mit dementsprechend vielen Ereignisaktionen dann sind die neuen Pakete eigentlich unbenutzbar für Bestandskunden, selbst die größte (und wirklich teure) Version hat nur 50 Flows.
Interessanter Punkt: welche Kosten fehlen aus deiner Sicht? Rechnen die z.B. Hosting oder Änderungshistorie immer noch separat ab?
Die neuen Tarife stehen eh nicht für Bestandskunden zur Verfügung. Bestandskunden können nur auf individuellen Tarife wechseln.
Das weiß ich leider nicht. Aber die Übersicht von Sven stehe auch nicht online und bekommt man nur auf Nachfrage. Bisher gab es aber immer Zusätzgebühren für Hosting, Traffic, etc. sowie Lager, Benutzer, EBICS Zugang usw.
Ja gut, das ist eigentlich auch logisch: es greifen ja mit den neuen Standard-Verträgen diverse Limits die es so zuvor nie gab.
Die Übersicht bekommt man wenn man ein Testsystem bestellt und dann im Start-Cockpit auf “Preisplan auswählen” klickt. Und insofern hast du wohl mit dem Vorwurf mangelnder Transparenz nicht unrecht.
Ich hab mir die Übersicht angeschaut: Lager sind je nach Paket mehr oder weniger inklusive, bei Hosting wird nichts aufgedröselt und ich würde daher “all inclusive” erwarten. Bei EBICS ist einfach nur ein Haken - würd ich daher auch alles inklusive ansehen.
In diesen Vertragsverhandlungen war ich bisher nicht anwesend, ich kann daher nicht aus Erfahrungen berichten.
Dieser Inhalt aus dem Kontext gerissen ist Brennstoff. Können wir kurz betont (oft genug) festhalten, dass Du von einem AOV (Average Order Value) / durchschnittlichem Warenkorb von 500,- EUR sprichst? Also weit weg von „normal“.
Ein guter Durchschnitt sind nach meiner Recherche Beträge zwischen 20 und 100 EUR.
Tarif
Umsatz im Monat in EUR
Aufträge
Durchschnitt Warenkörbe in EUR
Kosten je Auftrag in EUR
Scale (1.349)
200.000
40.000
5
0,034 EUR
Scale (1.349)
200.000
20.000
10
0,068 EUR
Scale (1.349)
200.000
10.000
20
0,135 EUR
Scale (1.349)
200.000
4.000
50
0,338 EUR
Scale (1.349)
200.000
2.000
100
0,675 EUR
Scale (1.349)
200.000
1.000
200
1,35 EUR
Scale (1.349)
200.000
500
400
2,70 EUR
Soweit ich die Preise verstanden haben, sind das all-inklusiv Preise (zzgl. natürlich optionale Verbrauchsgüter wie Support).
Im Endeffekt spekuliert Plenty natürlich auf die Kombination aus “Migrationshürden” und “geben wir an den Kunden weiter”. Bei einem Anstieg entsprechend der Tabelle von 15 auf 30 Cent ist das für viele Kunden sicher noch immer so überschaubar, dass man dann halt doch nicht wechselt, jedenfalls nicht kurzfristig.
Ja, es geht um einen durchschnittlichen Warenkorbwert von 500€, ich kann schwer beeinflussen ob Andere mich voll oder unvollständig zitieren.
Ich würde einen Warenkorbwert von ca. 50€ als normal ansehen, es gibt aber eben auch Händler mit hochpreisigen Produkten - die aber in diesem Falle nicht die brutal hohe Marge haben. Und das kann man über plenty mit dem aktuellen Preisgefüge nicht wirtschaftlich sinnvoll abbilden. Du zeigst es ja mit deiner Tabelle: ich kann plenty 1349€ im Monat zahlen und entweder 400 oder 40.000 Aufträge abwickeln - Unterschied Faktor 100. Wir wissen alle welches Szenario plenty mehr Kosten für Ressourcen erzeugt.
Bei der Tabelle wäre noch zu beachten: alle Aufträge über der Grenze von 200.000€ Monatsumsatz werden bei Scale mit 0,89% abgewickelt und kosten somit je nach Warenkorbgröße (5-400€) zwischen 0,0445 und 3,56€. Bei einem Warenkorbwert von 50€ haben wir schon fast eine Verdoppelung der Gebühren pro Auftrag im Vergleich zu den Altverträgen.
Und die Tabelle stimmt ja leider nur wenn man seinen inkludierten Monatsumsatz ziemlich punktgenau trifft, jeder Unter- oder Überschreitung erhöht die Kosten.