Odoo "Frag mich alles" Thread

Amazon stellt etliche Reports bereit. Also sollte es an importierbaren Daten nicht liegen.

Die Kunst ist diese automatisch und richtig zu verarbeiten nehme ich an.

Andere Sache:

Bei Plenty wird ja Grundlegend bei Aufträgen mit Status gearbeitet und die Übersicht der Status auch denke ich auf jeden Dashboard Standard.

Wie ist das bei Odoo gelöst? Also der Odoo Standard wie Aufträge durch das System gehen und man sehen kann in welchen Punkt der Abarbeitung dieser ist.
Ist da der Standard auch irgendwie das man mit sowas wie Tags an Aufträge noch verteilen kann?

Wenn ich eine KI frage wie ich eine bestimmte Sache anpassen kann dann kommt oft: Mach dir ein kleines Modul das eine Standardfunktion überschreibt. Da denke ich ok machbar. Aber was ist wenn ich da verschiedene Sachen habe die das Überschreiben und das Dokumentiert halten und wenn was knallt man es schnell lokalisieren kann.

Ein Modul fügt eine Tabelle ein und ein anderen Modul fügt einen Knopf ein oder so.

Ist nun konstruiert, meine bedenken sind die Wartbarkeit so das man einen jährlichen Hauptversion Wechsel gut hinbekommt.

Der prinzipielle Lebenszyklus ist im Handbuch beschrieben. Davon kann man natürlich abweichen. Im Standard gibt es Tags (Stichwörter) bereits als Feld an Angeboten/Aufträgen.

Zu beachten ist, dass Angebot und Auftrag quasi eine Einheit bilden. Sprich: Es existiert stets zuerst ein Angebot und daraus wird dann ein Verkaufsauftrag. Das ist auch bei Onlinebestellungen so. Allerdings wird „Angebot“ in der Regel dann „übersprungen“ und man sieht als Händler bereits direkt den Verkaufsauftrag.

(Angebote gehen im Onlineshop auch. Man kann also ein Angebot für einen Kunden vorbereiten und einen Link schicken. Nach Annahme/Zahlung ist es dann ein Verkaufsauftrag. Man ist also flexibel.)

Handelt es sich um Ware, die verschickt werden muss, dann wird zu dem Verkaufsauftrag ein Transfer vom Typ „Auslieferung“ erzeugt. Bei Bedarf sind es natürlich mehrere. Diese sind mit dem Verkaufsauftrag verknüpft.

Wie schon mal zuvor erwähnt: Eine KI nimmt einem (noch?) nicht das Denken ab. Erweiterungen sollte man sorgfältig planen, umsetzen und dokumentieren. Jedes Modul bzw. jede App hat eine eigene Versionierung. Der Umfang lässt sich also innerhalb einer App auch später noch erweitern. Weiterhin können die Module auf mehreren anderen Modulen aufbauen – in quasi beliebiger Tiefe.

Achtung: Themes bilden hier eine Ausnahme. Es gibt (unverständlicherweise) keine Child-Themes.

Nicht jede Anforderung muss mit einem Modul umgesetzt werden. Es gibt Automatisierungsmöglichkeiten. Und Odoo Studio kann ebenfalls eine Möglichkeit darstellen; auch wenn wir diese bewusst nicht einsetzen.

Danke für deine Antwort.

Verstehe es grob so

Alles anbezahlte könnte man als Angebot sehen und alles bezahlte dann als Auftrag und wenn die Fragabe für den Versand erfolgt ist dann werden passende Transfers(Lieferaufträge) erstellt.

Denke dann kann der Auftrag auch noch später Retouren(Ware ist in meiner Hand, vermutlich wieder “Transfer” genannt) und Gutschriften (Geld fließt) verknüpft haben.

Sprich ist müsste fürs Lager mir Dashboards bauen die z.B. nur Transfers anzeigen wie DHL, Express, GLS, Sperrgut.

Status 4 in Plenty wäre dann vermutlich ein Transfer den man ansehen kann das es nicht versandfähig ist oder es wird keiner erstellt und erst wenn Ware eingebucht wird zum Auftrag.

Bisschen umgewöhnen ist immer.

Was mich immer noch wundert ist das ich kein offizielles Paketversender Modul oder so sehe.

Wenn die Firmen Plenty oder Dienstleister bezahlen das die was passendes Programmieren und bei Odoo nicht für etwas passendes sorgen.

Hätte halt mehr “offizielle” Erweiterungen aus verschiedenen Bereichen erwartet so wie bei Plenty im PluginStore. Das halt der Odoo Markt viel mehr Leute erreicht als Plenty.

Es sind einige Versanddienstleister-Module direkt mit dabei. Beispiel: UPS, Fedex. Gerade für Deutschland fehlt aber DHL. Was aber auch an DHL liegt. (Je Land gibt es da eine eigene Lösung.)

DHL Express ist dabei. Wohl auch, weil es weltweit genau eine API dafür gibt.

Sendcloud ist zwar bei manchen Händler wegen der Zusatzkosten nicht beliebt, aber in Odoo ist das ein „first class citizen“, wenn man so möchte. Die Anbindung ist also richtig gut. Die Zusatzkosten amortisieren sich meiner Meinung nach schon allein durch die (einstellbare) E-Mail-Strecke nach Versand. Das reduziert unnötige Kundenrückfragen deutlich.

Trotzdem kann man auch verschiedene Versanddienstleister „direkt“ anbinden. Das ist dann über Drittanbieter-Apps möglich. Oder man entwickelt es selbst. Würde ich nur nicht machen wollen. :smiley:

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Verstehe ich es richtig das sowas wie elastischer Export, Katalog und Import von Plenty mit zusammenklickbaren Zeitgesteuerten Im und Exporten in Odoo nicht im Standard gibt?

Manuelle Im und Exporte gehen ne Menge über die Oberfläche soweit ich sehe.

Mit Custom Module kannst auch relativ überschaubar beliebige im und exporte machen aber dann halt als “Programmierer”. Dafür aber auch ohne Einschränkungen.

Also z.B. Bestandsabgleich vom Dropshipping Lieferanten oder so.

(Natürlich gibt es auch immer den weg über die API)

Also ein “normaler” Mitarbeiter kann sich mal Kundendaten oder so rausziehen ändern und hochladen. Aber alles was regelmäßig und automatisch passieren soll muss programmiert werden.

So mein Verständnis bisher.

Das habe ich mit großem Erstaunen vor ein paar Tagen auch festgestellt.
Dass DHL National bzw. das „normale“ DHL in Odoo fehlt, ist aus deutscher Sicht schwer nachvollziehbar. Ausgerechnet DHL Express ist integriert – obwohl das für den typischen deutschen Versand eher die Ausnahme als die Regel ist. Gerade DHL Standard wäre hier deutlich relevanter.

Was Sendcloud betrifft:
Ich habe mir die Preise sehr genau angesehen. Für meinen Bedarf kommt realistisch nur der Premium-Tarif infrage:

59 € pro Monat
0,08 € pro Label

Rechnen wir das durch:

Monatliche Grundgebühr: 159 €
1.908 € pro Jahr
Labelkosten bei 25.000 Sendungen × 0,08 €
2.000 € pro Jahr

Gesamtkosten pro Jahr: 3.908 €
Davon allein 2.000 € nur für die Labelerzeugung.

Auf der einen Seite verhandelt man mit DHL hart im Cent-Bereich pro Paket, auf der anderen Seite ärgert man sich über Preiserhöhungen bei PlentyMarkets und denkt über einen ERP-Wechsel nach, um Kosten zu sparen – und dann soll man zusätzlich fast 4.000 € pro Jahr für etwas so Banales wie Labeldruck akzeptieren?

Für mich ist das schlicht nicht vertretbar.
Mit diesen Zahlen hat sich ein Wechsel zu Odoo für meinen Anwendungsfall erledigt – zumindest solange es keine vernünftige, bezahlbare DHL-National-Anbindung gibt.

Richtig. Soweit ich bisher selbst nachgeforscht habe (und habe nachforschen lassen) gibt es „nichts“ oder Drittanbieter-Lösungen. Allerdings waren die für uns jetzt nicht so spannend. Also bauen wir selbst etwas. (Vorbereitungen dafür sind vonseiten der Attribute bereits gemacht.)

API hast du ja schon als Weg erkannt. So als „DIY“: Es gibt ein Odoo-Addon für Google Sheets. Das kann beliebige API-Daten abfragen und in einer Tabelle wiedergeben. Ist jetzt nicht schön, aber so als Notfalllösung oder Machbarkeitsstudie OK.

Ich kann deine Sichtweise verstehen. Für uns ist das etwas anders. Wir nutzen bereits Sendcloud in Verbindung mit plenty. Das liegt unter anderem daran, dass plenty jahrelang die UPS-Schnittstelle hat sterben lassen. Für uns betragen die Mehrkosten daher 0 €.

Da ich davon nichts habe, empfehle ich Sendcloud hier nicht uneingeschränkt. Aus der Erfahrung kann ich aber sagen, dass sich der Support-Aufwand durch die typischen Nachfragen („Wo bleibt meine Bestellung?“) faktisch minimiert haben. Gründe:

  1. Schon die Versandbestätigung wird von Sendcloud geschickt. Kommt im Zweifel eher besser an als von unserem eigenen Mailserver.

  2. Die E-Mail-Strecke nervt … äh … ich meine natürlich … informiert den Kunden zuverlässig.

  3. Sehr nettes Dashboard.

  4. Zugriff auf weitere Dienstleister, mit denen wir keinen Vertrag haben.

  5. Einbindung weiterer Dienstleister einfach, weil die mehr oder weniger nur in Sendcloud eingerichtet werden müssen.

Gibt natürlich auch noch weitere Leistungen, die Sendcloud mitbringt. Die nutzen wir aber nicht bzw. ich habe von denen wenig Ahnung. Interessant ist für uns noch das Retourenportal. Das wollen wir bei Gelegenheit evaluieren.

Kommt darauf an, was du „bezahlbar“ nennst. Ich habe jedenfalls die drei Apps umgehend gefunden:

70 bis 100 € einmalig und ich habe auf Anhieb nichts von Abo oder so gelesen. (Bitte noch mal selbst prüfen.) Und wenn ich das richtig sehe, hat mindestens eine der Apps einen Abgleich mit der Sendungsverfolgung.

Für DHL Spanien gibt es sogar etwas von der OCA – entsprechend kostenfrei. (Da sind wir halt wieder beim Thema, dass DHL pro Land ein eigenes Süppchen kocht.)

Ich hatte öfter die Apps so verstanden das der Preis für eine Odoo Major Version ist. Also wenn man jedes Jahr wechselt dann ist das quasi Jahresgebühr.

Sprich in den Beispiel grob 10 Euro im Monat je Paketdienst.

Und man hat die wahl zwischen mehreren Anbietern. Also wenn einer noch Sendungsverfolgung anbietet und ein anderer nicht kann man wechseln mit der neuen Odoo Version.

Korrekt. Das ist der einmalige Preis für eine Major-Version. Ich habe jetzt mal angenommen, dass man nicht unbedingt jedes Jahr wechselt. :wink:

Kann ich auch bestätigen, die 27 Updates, die der Kunde erhält, minimieren die “wo ist”-Anfragen schon deutlich. Ob es die Mehrkosten rechtfertigt, naja - bei DHL fände ich es auch eher unschön, bei UPS mit Plenty hatten wir ohnehin keine Alternative und die paar Cent pro Paket an Sendcloud lohnen sich für uns, da wir UPS in erster Linie für Express und Ausland nutzen und mit dem ausgehandelten UPS-Vertrag deutlich unter DHL & Co. liegen. Natürlich würde ich das Geld am Ende gerne sparen, aber so ist es noch immer viel besser als UPS nicht zu nutzen.

Hallo,

@uweschuermann

Kennst Du eine Möglichkeit, über das IPad auf Odoo zuzugreifen?

In habe nämlich das hier gefunden:

„Die Odoo-Apps für Android und Apple iOS werden von Odoo nicht mehr auf den Android- und Apple-Portalen gepflegt. Das bedeutet, dass der Odoo-Support nur noch in begrenztem Umfang Supporttickets für Odoo Android oder Apple iOS bearbeitet.“

Und wenn ich im IPad die Webseite Odoo.com aufrufen will, dann geht das nicht.

Gruß Dirk

Also eigentlich funktioniert Odoo wunderbar auf mobilen Endgeräten. Schon im Browser ist das passabel. Aber wenn man es „appiger“ haben möchte, dann einfach „auf dem Homescreen hinzufügen“ oder wie das genau heißt. Dann genießt man noch ein paar Vorteile.

Nett ist zudem, dass man mehrere „Apps“ auf diese Weise anlegen kann und so einen Schnellzugriff auf bestimmte Odoo-Apps bekommt.

Ich denke, dass Odoo deshalb die „echten“ Apps nicht mehr macht. Sie bieten keinen Vorteil.

Ok danke Dir.

Dann muß ich mal schauen, warum ich mit IPad nicht auf die Seite komme.

Hallo Uwe,

ich schaue mir gerade zum zweiten mal Odoo als Alternative an und hab für Montag eine Vorführung gebucht. Dabei sind bei mir ein paar Fragen aufgekommen, bei denen mich deine Einschätzung interessieren würde.

Ich nutze bei Amazon das „Versandentgelt kaufen“ (also Buy Shipping, FBM/Prime durch Verkäufer). Das ist ja ein komplett anderer Ablauf als normale DHL-Labels über eine API. Weißt du, ob man das in Odoo irgendwie sauber abbilden kann?

Dann das Thema DHL:
Mich wundert ehrlich gesagt, dass es nur DHL Express nativ gibt, aber kein DHL Paket DE. Gerade für Deutschland ist das ja eigentlich der Standard. Und was würdest du in der Praxis machen – eigene API-Anbindung bauen oder lieber ein Modul aus dem App Store nehmen? Ich bin da wegen Wartung etwas skeptisch mir ein externes Plugin zu installieren. Deswegen bin ich auch bei Plenty jahrelang immer im Standard geblieben und habe nie ein Theme installiert.

Ich überlege ob Odoo Online reicht oder ob man am Ende sowieso bei Odoo SH landet. Eigentlich brauche ich nur eine saubere DHL-Anbindung und das Amazon-Thema. Meinst du, das bekommt man mit Odoo Online + externer API sauber hin oder ist das in der Praxis unrealistisch?

Was mir noch aufgefallen ist:
Der eBay-Connector wurde ja entfernt. Deshalb die Frage, wie stabil solche Integrationen bei Odoo generell sind. Ist der Amazon-Connector aus deiner Sicht langfristig sicher oder kann sowas auch irgendwann einfach wegfallen?

Danke dir schon mal für deine Einschätzung.

Viele Grüße
Marcel

Leider weiß ich das nicht. Das nutzen wir im Unternehmen nicht und in Odoo hatte ich auch noch keine Berührungspunkte damit.

Einfach erklärt (aus Sicht von Odoo, die weltweit Kunden haben): DHL Express gibt es weltweit genau eine API. DHL hat für jedes Land ein eigenes Süppchen gekocht. Ganz gruselig.

Unser Weg: Sendcloud. Nutzen wir eh schon und sind damit zufrieden. Anbindung funktioniert schon in plenty gut und ist in Odoo sogar noch mal besser.

Wenn man das nicht möchte, gibt es tatsächlich Drittanbieter-Apps. Womit wir direkt auf deinen nächsten Punkt zusteuern.

Drittanbieter-Apps kann man in Odoo Online nicht installieren. Also entweder eigenes Hosting mit der Community Edition oder direkt die Enterprise Edition und hosten wie und wo man möchte (also ggf. Odoo.sh).

API in Odoo Online erst ab Custom Tarif, wenn ich das noch richtig im Kopf habe. Ich bin mir auch gerade nicht sicher, ob die Community Edition eine API verbaut hat. Aber für so etwas gibt es in der Regel Module – und das oftmals kostenfrei. Gerade bei OCA wird man schnell fündig.

Für Amazon wirst du übrigens ganz allgemein eine Drittanbieter-Lösung nutzen wollen. In Odoo selbst gibt es ja fast nichts dazu. Viel mehr als Aufträge (FBM) abrufen geht meines Wissens nicht im Standard.

Siehe oben – analog zu Amazon. Der ebay-Connector im Odoo-Standard konnte einfach nichts. Deshalb gibt es seit einigen Jahren gut gepflegte Drittanbieter-Apps mit Top-Bewertungen.

Also ja: Kann sein, dass der Amazon-Connector irgendwann wegfällt. Aber ich würde von Anfang an gar nicht auf diesen setzen wollen.


Allgemein zu Odoo Online: Das ist ein recht spezielles Angebot, das Odoo da macht. Man erhält bereits beim 0-Euro-Tarif die Enterprise Edition – in dem Fall aber nur eine App (und welche Apps auch immer diese App als Abhängigkeit hat). Ab Standard sind es dann alles Apps der Enterprise Edition, aber Hosting ist immer noch auf Odoo Online beschränkt. Mit dem Custom Tarif hat man dann alle Möglichkeiten.

Wenn man auf Drittanbieter-Apps verzichten kann und mit API und Odoo Studio allein bereits erreichen kann, was man möchte, spricht nichts dagegen. Odoo Studio ist schon ziemlich mächtig und man kann auch „Code in die Datenbank“ schreiben, der auf Button-Klicks oder Automatisierungen anspringt. (Halte ich für bedenklich, lässt sich aber mit strikter Dokumentation handhaben.)


Kurz unser Vorgehen:

Wir schreiben eigene Apps/Module, mit denen wir etliche Sachen umsetzen. Das meiste ist eher nicht „Odoo kann das nicht, aber plenty schon“ (auch wenn das hier und da vorkommt), sondern viel mehr „jetzt können wir das auch endlich umsetzen“. Da sind viele Sachen dabei, die jetzt schon produktiv genutzt werden und die unsere Mitarbeiter richtig gut finden. Die scharren auch schon mit den Hufen und können es kaum erwarten, dass wir komplett Odoo verwenden.

Allerdings nehmen wir uns bewusst mehr Zeit, um den Wechsel richtig zu machen. Das nervt mich ja selbst. Ein Migrationstool zu schreiben war eine gute Entscheidung. Das ist inzwischen allerdings ein größeres Projekt; vielleicht wegen eines gewissen Hangs zum Perfektionismus. Am Ende wird es uns ziemlich sicher Zeit und/oder Kopfschmerzen gespart haben. Bis auf Merkmale bilden wir so ziemlich alles ab, was plenty an Daten liefern kann – selbst lustige Workarounds, die wir mit Eigenschaften gebaut haben, kann man innerhalb des Mappings abbilden.

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Vielen Dank für Deine Einschätzung. Ich habe mir jetzt einige Systeme angeschaut und komme immer wieder auf Odoo zurück. Die Entscheidung ist heute weitestgehend gefallen.

Wie ich grade gesehen habe soll der Amazon Connector sogar das Versandlabel Problem gleich mit lösen. Ich brauche nicht viel, Aufträge abrufen & Prime by Seller reicht mir völlig aus.

Das erklärt einiges.

Ich werde den Custom Tarif buchen. API brauche ich unbedingt weil wird einiges darüber laufen lassen. Preislich wird das so oder so interessant werden im Plenty Vergleich lässt sich einiges sparen.

Preislich ist Odoo zumindest für uns – auch ohne weitere Preiserhöhungen bei plenty – sehr attraktiv. Wobei wir die Gesamtkosten betrachten. Odoo hat ja bereits andere Systeme bei uns ersetzt und wird noch viel mehr ersetzen.

Die Ersparnisse sind nicht nur netter Nebeneffekt. Ich muss jedoch gestehen, dass ich die Möglichkeiten durch Odoo für sehr viel wichtiger halte. Und maaaaaan ist die Entwicklungsgeschwindigkeit krass. Kleine Erweiterungen gehen mit Tests usw. von heute auf morgen. (Neuer Button, Suche in Modul X anpassen, neues Feld mit Zusatzlogik, UI etwas umbauen – so Sachen.)

Wenn es etwas mehr können soll, dann vielleicht eine Woche vom Konzept bis zum Livegang.


Kleines Randthema, weil so etwas in der Richtung beim anderen Thread aufkam: Odoo kann keine Child-Themes im Webshop. Das sollte man beachten, wenn man für den eigenen Shop darauf spekuliert hat. Oder genauer ausgedrückt:

  • Python- und JS-Logik kann man ableiten, überschreiben, erweitern.
  • XML-Templates nicht – oder nur mit einem Hack, den ich nicht gut finde.

Kommt man meiner Meinung nach mit klar, wenn man es weiß und sich darauf einstellt. Mich hatte es kalt erwischt und es war einer der wenigen Dinge, bei denen mich Odoo Zeit gekostet hat in der Entwicklung. Am Ende habe ich einen gangbaren Weg gefunden.

Kleine Zwischenfrage dazu: Odoo ist ja eher als ERP bekannt - wäre es da nicht logisch einen externen Shop wie Woo, Shopify etc. dranzuhängen? Oder ist der Odoo Shop wirklich so viel besser als das was zB Plenty als Shop anbietet?

Er ist meiner Meinung nach besser – nicht in allen Belangen, aber in vielen.

Ich bin großer Fan von Shop und ERP im selben System. Getrennte Systeme hatte ich schon. Funktioniert, aber die Nachteile überwiegen für mich.

Das, was der Odoo Shop nicht gut kann, passe ich selbst an. Wobei ich als Ausgangsbasis erst mal Theme Prime genommen habe. Das hat ein paar nette Tricks, die den Shop klar besser machen.

Mega-Vorteil gegenüber plenty: Ich kann wirklich alles (und zügig) im Shop anpassen.

Beispiel: Mir hat die URL-Struktur von Odoo (18) nicht gefallen. (Die von plenty und anderen auch nicht; nebenbei erwähnt.) Also habe ich das komplett auf links gedreht mit allem drum und dran.

Die schema-org-Daten fand ich auch nicht so prickelnd. (Odoo 19 holt da ein wenig auf.) Übrigens auch wieder etwas, was meiner letzten Recherche nach in jedem Shop, den ich mir angeschaut habe, im Bestfall lückenhaft umgesetzt war. Also habe ich das in einem Modul komplett neu aufgesetzt. Im Moment fehlt mir nur noch die Metadaten-Ausgabe für Versand und Retoure. Muss wahrscheinlich bis nach Livegang warten, ist aber fest eingeplant.

Auf der anderen Seite hört Odoo genau auf die Anwenderstimmen. Daher kann es sein, dass in der nächsten Version der Shop schon wieder etwas (besser) kann, was vorher nicht (gut) ging. Gerade Version 19 und 20 sollen etliche Verbesserungen am Shop umgesetzt worden sein und noch umgesetzt werden. Da ist also Wille zur steten Weiterentwicklung da.

Woo, Shopify und Co. bleiben natürlich auch nicht stehen. Ich bin mir auch sicher, dass sich mit denen auch gute Shops bauen und an Odoo anbinden lassen. Ich sehe es nur für uns nicht als beste Option.

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