Plenty Alternativen

@wanja

Der @uweschuermann ist dabei zu Odoo zu wechseln. Er ist ja richtig begeistert.

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ich habe mich die letzten Wochen auch umgesehen.

Das Thema halte ich aber für schwierig.

Am unteren Ende der Preise fehlen wesentliche Optionen, die für den Multichannel Handel wichtig sind. So kann z.B. ein Billbee vom Funktionsumfang plenty in keiner Weise ersetzen.

Ich habe mir auch ein Tricoma angesehen, das ich sehr interessant finde. Allerdings gibt es hier zu wenige Schnittstellen. Wir listen auf Shop Apotheke und das ist derzeit nicht mit Tricoma möglich, weshalb es für uns auch ausgeschieden ist.

JTL wäre eine Alternative. Allerdings hat man uns ein Angebot unterbreitet, was am Ende teurer gewesen wäre, als plenty. Zudem halte ich persönlich von einer Windows Server basierten Software nichts. Das ist meines Erachtens im Jahr 2025 nicht mehr zeitgemäß. Zudem verursacht es wieder weitere Kosten, weil man noch das Hosting dafür bezahlen muss. Bei JTL hätten wir dann mehrere Bausteine gehabt: JTL ERP, JTL WMS, Hosting, Migrationskosten.

Überhaupt Migrationskosten:

Wenn ich mir irgendwo etwas an den monatlichen Kosten spare, aber die Migration so teuer und aufwändig ist, dass ich über 12 Monate für die Amortisation brauche, ist das nicht rentabel. Zumindest nicht für KMU. Bei größeren Unternehmen mag das anders sein.

Wäre mal spannend, was bei dem Kollegen die Odoo Migration kostet… :slight_smile:

Natürlich gibt es noch andere Tools: Sage 100 bietet mehrere Technologie Partnerschaften für Ecommerce. Oder Haufe 360. Aber zumindest mit Sage habe ich in der Vergangenheit schon gearbeitet. Das bezweifle ich genauso, dass man preislich besser hinkommt.

Was auf jeden Fall gegen plenty spricht, aber das kennt ihr ja alle:

unterirdische Kommunikation
null Take Care für Bestandskunden
Bestandskundenbetreuung nach dem Kauf gleich Null
undurchsichtige Priorisierung von neuen Releases
in vielen Punkten von Entwicklern gemachte Features, die für normale Anwender zu kompliziert und unverständlich sind.

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Die Odoo 19 Präsentation war mal wieder der Hammer. Was da so „nebenbei“ an Features rausgehauen wird. Und mit Features meine ich echte Verbesserungen.

Und dann stellt sich der CEO zum Ende noch mal hin und erklärt über Minuten, wie viel schneller Odoo 19 im Vergleich zu Odoo 18 bei einer langsamen Internetverbindung ist. Währen das eigene plenty-System gerade mal wieder abröchelt.

Um es noch zu steigern, zeigt er anschließend noch, wie Odoo sogar bei Unterbrechung der Internetverbindung weiter benutzt werden kann. Nach dem Motto: Warum nicht?

Werden wir am Ende sehen. Natürlich bezahlt man bei so etwas auch Lehrgeld. Zudem haben wir den Anspruch, nicht einfach nur 1:1 zu wechseln, sondern wollen uns in allen Bereichen deutlich verbessern. Rechnet man das jetzt zu 100 % zu Migrationskosten oder wäre das nicht ohnehin angefallen (wenn sich mit plenty überhaupt hätte realisieren lassen).

Man sollte auch bedenken, dass wir mit Odoo eine deutlich umfangreichere Software nutzen, die nicht nur plenty ablöst, sondern auch die laufende Buchhaltung ins Unternehmen (zurück) holt. Dazu noch Personalverwaltung, An- und Abwesenheiten, Asset-Management, Ticketsystem, DMS, … Einen Teil davon nutzen wir bereits produktiv und konnten bereits andere Produkte ablösen.

@shoffmeister Lass mich deine Liste noch um etwas ergänzen: Das ständige Abgemeldet-Werden.

Bei Odoo kann ich solange eingeloggt bleiben, wie ich möchte. Klingt erst mal unspektakulär. Aber im Vergleich zu plenty ist das wie Tag und Nacht. Man hat nicht die Schweißperlen auf der Stirn, dass es mitten in der Arbeit einen rausschmeißt.

Systemstabilität wäre auch noch als Unterscheidungsmerkmal zu nennen. Bisher gab es nur vereinzelt Probleme, wenn etwas mit Cloudflare war. Nach ein paar Minuten ist der Spuk dann vorbei. Wir hätten auch die Option bei unserem Hosting, dass Cloudflare nicht zum Einsatz kommt . Da hätte aber andere potenzielle Nachteile. Odoo selbst läuft. Just like that.

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Naja von Plenty auf sage zu wechseln, wird sich nur schwer innerhalb von 12 Monaten amortisieren (eigene Erfahrung). Dafür ist die Kostendecke bei Sage zu hoch und wahrscheinlich ist es kaum mit Personal-Ersparnis aufzuholen (nicht Personal-Kosten sondern Zeitersparnis).

Der Wechsel auf JTL ist da wahrscheinlich die günstigere Wahl.

Bei der Kalkulation der Amortisierung sollte aber definitiv mit allem gerechnet werden. Wechsel auf neue Software bietet in der Regel neue Lösungsansätze und damit Zeitersparnisse.

Ja evtl. ist JTL teurer, aber wie @uweschuermann wahrscheinlich schon gesagt hat, spart man am Ende des Tages.
DSGVO ist da ein praktisches Beispiel, Bei Odoo hast du die wichtigen Sachen an einem Zentralen Ort und bei JTL in deiner lokalen Datenbank. In beiden Fällen ist die Kundenhistory einmal vorbereitet und schnell aufbereitet. In Plenty machst du egal wie oft du was vorbereites 80 % manuell.

Es sind am ende des Tages die kleinen Dinge, die teuer werden.

Mal im Vergleich: Wir sind zu Plenty, weil die Kosten pro Auftrag günstiger waren, als mit den eigenen Mitteln in einem xtc-Shop, jetzt müssen wir eigentlich wechseln, weil sich diese Kosten verdreifacht haben, nicht weil die Software teurer wurde, sondern weil der Arbeitsaufwand Höhe wird.

Nennen wir mal nur die Bestandsprobleme aktuell.
Oder die nicht funktionierenden Flows.
Alles Sachen, die eine Zusatzkontrolle erwarten.

Hör mir auf! Verhagelt uns komplett den Einkauf. Mehrere Stunden Mehraufwand pro Woche, weil alles einzeln geprüft werden muss.

Uns dann sieht man so was: https://www.youtube.com/live/3nH7a6Y2qCs?feature=shared&t=3608

Bestellvorschläge, ohne, dass man etwas einrichten müsste. Einfach auf Basis der vorhandenen Daten.

Keine wirklich neue Idee und sicher auch schon mal an plenty herangetragen worden. Aber da baut man lieber eine Bestandsberechnung ein, die auf der Logik- und Implementierungsebene fehlerhaft ist. Danke für nichts!

So viel billiger kann plenty gar nicht werden, dass sich das noch rechnet. Schlimmer noch: Odoo ist in Summe nicht teurer, eher günstiger. (Es kommt auf die individuelle Situation an und was man genau vergleicht.)

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JTL ist derzeit im Umbruch, eigentlich sollte die Cloud-Lösung schon da sein (war stand Anfang 25), offenbar verzögert es sich noch etwas, aber wenn sie dann da ist, dann braucht es keine Server/Client-Lösung mehr.

Hier kommen natürlich die persönlichen Anforderungen ins Spiel. Software wie Billbee, Xentral (die es sogar als Open Source als Branch gibt) oder auch einfache Konfigurationen von JTL können durch aus für viele KMUs ausreichen. Wir haben bspw. genau drei Kanäle (eBay, Amazon, Webshop), für uns sind die Schnittstellen egal. Unser Steuerberater holt sich so oder so alles aus Plenty (oder welcher Software auch immer) per AccountOne und GetMyInvoice in sein System, auch da brauchen wir nicht mehr als ein einfaches Rechnungswesen, insbesondere da wir auch nicht bspw. in die USA verkaufen. Die größten Hürden sind bei uns die Automatisierungen, da wir unheimlich viele Sonderfälle mit personalisierten Produkten haben, die in Billbee & Co. abzubilden wäre nicht unbedingt einfach, man fände aber sicher ein paar Lösungen.

Kurzum, für Firmen wie uns wäre der Wechsel vermutlich einfacher möglich, derzeit warten wir auf die Cloud-Lösung von JTL um zu schauen, ob dahin die Reise geht. Und Odoo wollten wir uns auch noch ansehen. Kurzfristig bleibt es aber bei Plenty, denn allein der zeitliche Aufwand für die Migration ist natürlich beachtlich und solange Plenty noch irgendwie “erträglich” bleibt, sind Projekte, die aktiv den Umsatz anheben, für uns attraktiver als eine potentielle Kostensenkung durch einen Wechsel, der aber Monate bis Jahre bis zur Amortisierung benötigt.

Grüße

Alex

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Moin @AlexBuzz ,

darf ich fragen woher du dir Info hast, dass die Cloud-Lösung von JTL eigentlich schon hätte Released sein sollen? :thinking:

Matthias von der webimpact® GmbH
www.webimpact.io
webimpact GmbH Logo Banner PlentyONE Enterprise Partner
:envelope: office@webimpact.io
:telephone_receiver: +49 (0) 2974 77 999 99

Hi Matthias,

Das war die Aussage unter der Hand von einem JTL Mitarbeiter Anfang 2025, da hatten wir gesagt, wir wollen kein Client/Server und er meinte, wenn wir noch 6 Monate warten können, wäre eine Cloud-Lösung da. Das wäre vor ca. 2 Monaten gewesen.

Grüße

Alex

Moin @AlexBuzz ,

das hätte mich schon sehr gewundert. Dann wäre die Entwicklung schon extrem schnell gewesen. Etwas offizielles haben wir noch nicht gehört.

Grüße

Matthias

Wir sind zwar seit ca. 2 Jahren kein Plenty Kunde mehr (inzwischen bei JTL), aner ich bin neugierig im Bezug odoo.

2023 hatten wir uns gegen odoo entschieden, weil man uns perfomance-bedingt abgeraten hatte.

Kannst du / magst du /darfst du verraten, wie viele tägliche Transaktionen über odoo laufen?


Fall wer neugierig ist: JTL kostet einen Bruchteil vergleich zu Plenty (Enterprise damals).

Die Anwerder-Erfahrung ist “ok”.

Wie weiter oben erwähnt, laufen bei uns aktuell die Bestellungen (also Webshop, Auftragsabwicklung, …) noch bei plenty. Ich kann also mit diesem(!) Odoo-System noch keine Aussage treffen. Allerdings hatte ich schon mal in einem anderen Projekt Odoo produktiv mit Webshop und Co. im Einsatz. Da hatten zwei Worker auf einem Shared-Hosting (Odoo.sh) ausgereicht, dass es durchweg flüssig war.

Und es gibt Firmen in allen möglichen Größen, die Odoo einsetzen. Neulich erst gesehen, dass Fairphone Odoo verwendet: Fairphone Shop | Fairphone

Darf ich fragen, über welche Größenordnung an täglichen Transaktionen wir sprechen? Und was genau ist eine „Transaktion“? Sind das Käufe oder Seitenaufrufe oder … ?

Ah sorry für die Unklarheiten.

Wenn ich von Transaktionen schreibe, meine ich damit vornehmlich Käufe und ggf. Retouren und Gutschriften.

Sagen wir 6.000 ±2000, je nach Tag, Aktion usw.

Allgemein gesprochen, macht es bei 6.000 Transaktionen am Tag nicht Sinn, eine der “großen” Lösungen am Markt (Sage etc.) zu nutzen? Odoo mag ja gut sein, aber ich würde da etwas nehmen, was sich auf den Enterprise-Markt konzentriert. Denn selbst bei einem kleinen Warenkorb von 30 Euro sind das ja schon 180k pro Tag bzw. 5,4 Millionen Euro pro Monat, da ist man sicherlich schon in dem Bereich, wo auch teurere Lösungen durchaus Sinn machen abseits von JTL und Plenty, die ich eher für “kleine bis mittlere” Shops sehe, auch wenn es da natürlich Ausnahmen gibt.

6000 Transaktionen ist jetzt nicht wenig. Ich würde sagen: Es kommt darauf an. Odoo kann durchaus skalieren, aber meiner Einschätzung nach braucht es dann spezifische Beratung und ggf. Entwicklung bzw. erfahrene Server-Administratoren.

Code-seitig (ist ja wirklich alles quelloffen) sehe ich viele Optimierungen in Odoo, um große Datenmengen effizient zu verarbeiten. Aber bei Performance-Flaschenhälsen ist es oftmals so, dass man diese erst erkennt, wenn man realistische Lasttests macht.

Wer hatte denn eigentlich wegen der Performance abgeraten?

Ein ehemaliger Händler, der Odoo 1-2 Jahre zuvor im Einsatz hatte, also um 2020 / 2021 (vielleicht auf früher, das Gespräch war vor bald 3 Jahren)herum. Das dort verarbeitete Auftragsaufkommen war unterhalb unseres, aber da traten dann schon Performanceprobleme auf.

Ich halte Odoo dennoch (bzw. wieder) für interessant um ggf. das US Geschäft (Amazon / Walmart) oder die weitere Internationalisierung (AU / JP / IN ) anzugehen.

Moin,

Aufgrund der Bewertung bei TP (anderer Beitrag)

@uweschuermann

Finde Deine Ausführungen zu odoo echt interesant.

Ich muss einfach mal konkret nachfragen.

Ich will doch einfach nur Artikel Anlegen. Mit Bildern und texte marktplatz passend. Die zu Marktplätzen exportieren. Die Aufträge importieren. Bestandsabgleich. Nen Webshop einrichten, anpassen und betreiben und halt die Abwicklung machen. DHL Labels, Rechungen, Lieferscheine etc. Zahlungsarten nutzen wie paypal, Mollie.

Ich hätte gesagt ganz normalen E-Commerce kram. Kann man das mit odoo abbilden ohne IT studiert zu haben?

Ich könnte auch odoo Fragen, aber wenn ich die gleiche Frage plenty stelle, bekomme ich halt auch ne Antwort aus der Markteingabteilung. Daher die Frage an Dich.

Danke Dir und ein schönes Wochenende

Gruß Marco

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Ja, ist leider auch bei Odoo teilweise so. Der Vertrieb ist nicht ganz so krass wie der von plenty. Eher werden sogar Fähigkeiten der eigenen Software unterschätzt. Richtig fundierte Aussagen bekommt man aber auch nur bedingt. Und die Fallstricke tun sich eher dahingehend auf, was einem der Vertrieb noch zusätzlich aufschwatzen will. :wink:

Mit Odoo folgendermaßen: Nimm eine Datei (bevorzugt tatsächlich XLSX, aber CSV geht auch) und schmeiß die in den Import. Dann machst du deine Zuordnungen. Wenn die Spalten so heißen, wie die Felder in Odoo wird auch automatisch zugeordnet.

Bei Varianten ist es leider etwas komplizierter. Ich hatte da mit vier Importdateien hantiert. Kann aber auch sein, dass das besser geworden ist oder ich mich nur dämlich angestellt habe. (Bei Odoo gibt es jedes Jahr ein Major Release, bei dem etliche große und kleine Dinge verbessert werden.)

Für Puresports sind wir in den letzten Zügen eines Tools zur Übernahme der Produktdaten von plenty zu Odoo, um eben nicht mit CSV-Dateien jonglieren zu müssen. :wink:

Auch ansonsten ist die Anlage von Produkten stressfrei. Man macht für den Kunden ein Angebot zurecht und merkt, dass ein Produkt noch gar nicht im System ist? Kein Ding. Einfach den Namen eintippen und „Erstellen“ im angezeigten Optionsmenü auswählen. Produkt wird angelegt ohne das Angebot zu verlassen. (Bisschen gruselig, aber ungemein praktisch.)

Kurz gesagt: Ja, Artikel kann man anlegen.

Muss ich leider immer wieder sagen: Marktplätze sind bei Odoo kein Thema. Ebay-Anbindung wurde komplett wieder gekillt. Und die Amazon-Anbindung im Standard ist rudimentär, um es nett zu formulieren.

Über Drittanbieter-Apps gibt es gute Lösungen, die man sich dazu installieren kann. Allerdings sind die guten eher nicht günstig. Wir haben das mal kalkuliert für Puresports und kommen auf > 1000 € pro Jahr nur für die Amazon-Anbindung. Das muss man also individuell durchrechnen, ob das lohnt. (Odoo wird gerade automatisch immer günstiger im Vergleich zu plenty, weil plenty ständig an den Preisen schraubt.)

Alternativ könnte man auch prüfen, ob Tools wie n8n einen gangbaren Weg darstellen. Das wäre dann aber wieder weitaus technischer.

Webshop: check. Themes: wenige, dafür aber richtig gute zum kleinen Preis.

Einrichtung ist an sich kein Drama. Man kann auch so viele Shops, wie man möchte, über ein Odoo-System betreiben (mit Zuordnung zu einem oder mehreren Unternehmen, die wiederum abhängig oder unabhängig voneinander sein können). Gestaltungsmöglichkeiten sind wirklich richtig gut.

Mit Odoo 19 ist noch „KI überall“ dazu gekommen. Man kann also zum Beispiel komplette Landing Pages von einer KI bauen lassen und auch andere Späße.

Mit Sendcloud oder Drittanbieter-App. Lustigerweise unterstützt Odoo im Standard nur DHL Express. Sendcloud und Odoo sind aber wirklich gut integriert.

Belege lassen sich viele Typen erstellen bzw. werden automatisch erstellt. Jeder Belegtyp hat einen eigenen Nummernkreis. (Kann man auch anpassen. Die Grundvorgaben sind aber schon sehr gut.)

Unterstützung für digitale Belegformate ist ebenfalls vorhanden – auch bei Eingangsbelegen! Und man kann direkt aus Odoo auch eine Anbindung an Peppol vornehmen.

Zahlungsarten: Paypal und Stripe gibt es als „first party“ Implementierung. Mollie gibt es als offizielle Drittanbieter-App(s). Das ist dann auch unsere Wahl. Immerhin sind wir mit Mollie super zufrieden.

Weitgehend: ja.

Wie bei allen komplexen Systemen hat man auch bei Odoo eine Lernkurve zu bewältigen. Allein bei der Fülle an Apps und Funktionen ist es gar nicht möglich, sofort alles zu erfassen.

Dazu kommt dann noch die Arbeitsweise, die man ggf. anpassen muss. Odoo gibt an verschiedenen Stellen die Möglichkeit, unterschiedlich vorzugehen oder anders einzustellen. Auf der anderen Seite gibt es aber auch Arbeitsweisen, die Odoo forciert oder voraussetzt. In der Regel ist das sinnvoll. Man muss aber bereit sein, das anzunehmen.

Das ist keine Eigenart von Odoo. Bei einer neuen Software ist man eigentlich immer mit einer Umstellung konfrontiert.

Positiv, wenn man die Odoo-Arbeitsweise verinnerlicht hat:

  • Die Apps bedienen und verhalten sich alle recht ähnlich.
  • Workflows laufen „einfach“ – auch über die Grenzen der einzelnen Apps hinaus.
  • Es ermöglicht ganz neue Ansätze.

@mr.blonde Ich hoffe, das hilft schon mal weiter. Wie bereits erwähnt, hat jede(r) ganz individuelle Anforderungen, die man abklopfen muss. Zu bedenken gebe ich auch, dass ein Wechsel Zeit und Aufwand bedeutet.

Konkret sind wir mit Puresports seit Anfang des Jahres mit dem Wechsel beschäftigt. Schon recht früh haben wir Teile auf Odoo umgestellt. (Arbeitszeiterfassung, Abwesenheiten, Ticketsystem, …) Der „Hauptgang“ folgt jetzt als nächstes – mit langer Vorbereitungszeit. Ich muss dazu sagen, dass wir Odoo aber auch für so ziemlich alles nutzen werden; inklusive Buchhaltung und sogar über VoIP mit Odoo denken wir nach. (Eine Dialog-App mit Messenger, Video-Calls, Screensharing usw. ist in Odoo eh schon vorhanden – nur so am Rande.)

Ich muss auch dazu sagen, dass wir Anpassungen und Erweiterungen in Eigenregie vornehmen. Und die sind teilweise recht umfangreich. Das ist jetzt nichts, was jeder Händler machen wird oder muss. Aber wir haben das von vornherein eingeplant. (Anmerkung: Für/in plenty haben wir auch eigene Plugins laufen, die durchaus komplex sind.)

Bisher sind wir zufrieden mit Odoo und dem Wechselprojekt. Leider haben wir es nicht vor Saisonstart geschafft, komplett auf Odoo umzuziehen. Das war unser optimistischstes Szenario. Realistisch Stand heute wird Q1 2026.

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Hallo @uweschuermann

ich danke Dir sehr für Deine ausführliche Antwort.

Das hört sich echt gut an und ich werde es im Auge behalten. Ich habe aber noch - noch - Hoffnung, das plenty es gebacken bekommt.

Wünsche euch allen einen schönen Start in den Tag

Gruß Marco

Naja, man kann auch hoffen, dass Blut im Stuhl am nächsten Tag nicht mehr da ist. Aber irgendwann sollte man aktiv werden.

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