Plenty Alternativen

Ich denke auch, dass insbesondere „kleinere“ Händler mit Marktplatzaktivitäten Billbee ansehen sollten. Oder man macht Shopify-only (mit Option, das später an ein ERP anzubinden).

Sind die Marktplätze kein Thema, kann man auch ein „schlankes“ Odoo nutzen. Die volle Möhre ist am Anfang ggf. etwas viel. :smiley:

Bei Billbee braucht man allerdings noch ein Tool für das Listen auf den Marktplätzen, wie den Magma Lister o.ä.

gerade das haut bei kleineren Händlern auch preislich nochmal rein und lässt den Preisvorteil schmilzen.

Eigener Shop direkt aus Billbee raus geht auf den ersten Blick nicht oder ?

Interessant. Das klingt auf der Billbee-Seite anders. Wie ist denn dann die (Amazon-/ebay-)Marktplatzanbindung zu verstehen? Ist das ein reiner Auftragsimport?

Korrekt. Daher auch mein Hinweis, dass kleinere Händler ggf. mit Shopify-only bzw. Shopify als führendes System gut fahren könnten. (Achtung: keinerlei eigene Erfahrung wie gangbar das wirklich ist!)

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Wir haben uns Anfang des Jahres mit Billbee beschäftigt. Dort wurde mir das im Chat von einem Experten so erklärt. Auftragsimport funktioniert, zum Listen benötigt man ein externes Tool. Wenn jemand andere Informationen hat lasse ich mich da gerne belehren. Wir haben uns deswegen letzten Endes dagegen entschieden.

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Man darf ja nicht vergessen, dass Billbee sich an eher kleine Händler richtet. Viele von denen nutzen schlichtweg SC zum Erstellen von Amazon-Artikeln, Billbee kann Amazon-Aufträge importieren und auch den Bestand sowie Preis in Richtung Amazon ändern, nur das Listen neuer Produkte geht nicht. Es werden aber in SC neu erstellte Produkte automatisch in Billbee angelegt, man braucht diese also nicht doppelt einzupflegen.

Hier mal ein schön von Gemini zusammengefasster Workflow:

  1. Produkt anlegen: Du loggst dich im Amazon Seller Central ein und erstellst das Produkt dort manuell (oder lädst eine Lagerbestandsdatei hoch).
  2. Artikelimport: Nach kurzer Zeit importiert Billbee den neuen Artikel automatisch (über den Button „Artikelabgleich“ oder beim nächsten Bestellimport).
  3. Verknüpfung: Billbee erkennt die SKU (Artikelnummer). Wenn die SKU in Billbee und Amazon identisch ist, werden die Artikel verknüpft.
  4. Synchronisation: Ab jetzt gleicht Billbee Lagerbestand und Rechnungen ab.

Wenn man Shopify als Shop hat, kann man auch einen anderen Weg gehen - Produkte in Shopify pflegen, zu Amazon übertragen (gibt da einige Tools), Billbee nutzen für WaWi, Rechnungen & Co. und die Shopify-Produkte über Amazon werden ebenso automatisch importiert. Shopify wäre dann also quasi der “Produkt-Master”.

Zudem hat Billbee zumindest einen CSV-Export, darüber kann man die Produkte mit etwas Aufwand (leichte Modifikation notwendig) zu Shopify bekommen, dann dort sauber aufbauen und verwalten, wenn man schon Produkte in Billbee hat.

Ist halt nicht 100% perfekt aber als kleiner Händler alles machbar und dafür sehr günstig.

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Ich denke das fasst es gut zusammen, warum wir uns erstmal dagegen entschieden haben.

Du hast Billbee + die Gebühren von einem Shopify Shop + einen externen Lister, ob es der Magma Lister oder dann eine App bei Shopify ist. Du hast viele Schnittstellen und kannst nicht mehr zentral alles an einem Ort verwalten. Spätestens wenn es neue Rechtstexte oder Anforderungen an die Beschreibungen gibt, geht das grosse wo aktualisier ich was los.

Unsere Anforderungen waren im Groben: 3 Marktplätze + Shop, verschiedene Steuersätze und marktplatzspezifische Rechtstexte, Wawi, Listen und Bestandsabgleich. 3 gleichzeitige Nutzer, Artikeletiketten, etwa 20000 Artikeldatensätze.

Vielleicht nicht ganz klein, aber auch nicht so speziell. Wir würden Standardlösungen bevorzugen und möchten nicht eigene Anforderungen programmieren.

Kostenmäßig lagen wir etwa 100-150 Euro im Monat unter Plenty. Da hat sich der Wechsel nicht gelohnt aufgrund des Komforts den man aufgibt.

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Hast Du einen Favoriten wenn Du wechseln würdest ?

Ich habe hier mal von euch auf weiteren Input gehofft :sweat_smile:

Ich bin im Moment Shopware am ausloten.
Jetzt kommt grade noch Odoo dazu. (Spontaner Favorit im Moment :heart_eyes: )

Fest steht das ich nächtes Jahr wechseln werde weil ich es muss, denn auf die PWA werde ich mich nicht verlassen können und Plenty hat kein realistisches Angebot mehr für Handel über den eigenen Shop. Und die Abzocke halte ich auch nicht mehr aus. Alles wird teuer, schon klar. Aber nicht in dem Ausmaß

Hallo @jackel-samenhaus

Hast Du Favoriten von Deiner Liste

Grüße

Marcel

Hi Marcel,

Ne, wir sind immer noch weit von einer Entscheidung entfernt, der Enterprise-Vertrag läuft noch ne Weile :wink:

Bei der letzten Betrachtung (vor etwa 2 Jahren) hatte leider jeder Kandidat noch gewichtige Ausschlusskriterien, was vor allem dem Fakt geschuldet ist, dass wir sehr viel über die API automatisiert haben. Deshalb würde ich vermutlich in den nächsten Betrachtung Odoo hoch auf die Liste setzen wollen, einfach weil da viel Potential für Erweiterungen vorhanden zu sein scheint.

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Okay, das wollte ich von dir hören. :grinning_face:

Odoo fällt hier schon ziemlich auf. Ich will auf jeden Fall das sinkende Schiff endlich verlassen. Aber die Entscheidung ist schwierig bei der Vielzahl an Angeboten, die es inzwischen gibt. Nur Shopify erscheint mir sehr riskant – das war ursprünglich meine erste Wahl. Allerdings hört man zu oft, dass Händlern einfach der Stecker gezogen wird, und was dann übrig bleibt, ist nichts.

Die API-Automatisierungen sind bei mir in den letzten Jahren immer mehr geworden. Das geschah aus der Not heraus, weil Plenty selbst kaum noch etwas Neues anbietet.

Inzwischen habe ich Kundenklassen-Markierungen über Tags per API, eine zuverlässige Neukunden-Identifikation, Schufa-Bonitätsprüfungen, kundenindividuelle Newsletter sowie vollständige Buchhaltungsdaten angebunden.
(Jerasoft hat bei Plenty2Datev die Preise ebenfalls um 350 % erhöht – meine eigene API-Lösung war in drei Tagen fertig.)

Ohne eine vernünftige API funktioniert heute schlicht gar nichts mehr.

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Powergap macht einen ziemlich schlanken und ehrlichen Eindruck. Es scheint das zu sein, was ich 2011 dachte, was Plenty wäre — oder sein bzw. werden wollte.

Hat jemand Erfahrungen mit Powergap? (Hatte ich bisher nie auf dem Radar)

Es scheint auf den ersten Blick eher etwas für überschaubare Use Cases zu sein.

Auf jeden Fall liebe ich das Video auf der Starseite von Robert Zajonz.

Hey @Marcel-1 ,

wir betreuen viele Shopify Systeme, das höre ich zum ersten Mal, dass einfach der Stecker gezogen wird. Weiß du hier mehr? Sind die Systeme zu klein/unrentabel? Oder wird es so wie bei Amazon gehandhabt, mit vorgeschobenen Grund? Kannst mir auch gerne die Infos per PN zukommen lassen.

Beste Grüße
Kim

Standard-Empfehlung:

  • Eigenen Kriterienkatalog aufbauen
    • Was ist extrem wichtig?
    • Was ist „nur“ wichtig?
    • Was ist nett, aber notfalls verzichtbar?
  • Jede Lösung, die infrage kommt daraufhin abklopfen.
  • Nicht davon ausgehen, dass etwas, dass man als „üblich“ voraussetzt auch tatsächlich so gegeben ist.
  • Gedanklich flexibel bleiben. Eine andere Lösung wird auch immer einen etwas anderen Workflow bedingen.

Den Kriterienkatalog kann man auch ruhig erweitern, wenn einem während der Begutachtung noch etwas auffällt, das man vorher vergessen hatte.

Hat man engere Kandidaten in der Auswahl, dann Testsystem. Am besten überlegt man sich vorher, was man testen möchte. Ideal ist es ganz typische, alltägliche Abläufe durchzuspielen. (Produktanlage, Auftrag, Rechnungsstellung, Storno, Retoure, …)

Und nie die erste Regel vergessen: Der Vertrieb lügt immer.

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Ich höre und lese es immer wieder.
Persönlich ist mir niemand bekannt.

Aber auf Bewertungen zu Shopify | Lesen Sie Kundenbewertungen zu www.shopify.co.uk finden sich viele Bewertungen . Viele von Kunden die auf Shopify Fake Shops gekauft haben und frustriert sind. Aber auch viele von Händler die nach eigener Aussage ohne erkennbaren Grund abgesperrt wurden.

Hier ein Erfahrungsbericht mir Shopify Payment negativ Erfahrung:

Oder hier:

Das Problem ist real und so eine Abhängigkeit will ich nicht haben. Oft geht es um Markenrechte und Anzweifelungen seitens Shopify an der Authentizität der Produkte.

Schon im Amazon Stil.

Grüße

Marcel

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Hi,

wir hatten das beim einem Shopify Shop.

https://forum.plentymarkets.com/t/jemand-hier-eine-idee-warum-wir-so-massiv-google-rankings-eingebuesst-haben/744650/21

Für uns ist Shopify schon lange raus. Ich rate dringend von Shopify ab.

Gruß
Torsten

Das ist doch logisch, das man eine Lizenz zum Verkauf braucht, wenn Du zB Puma, Adidas oder so verkaufst - hast Du das nicht, schützt Dich Spotify sogar, in dem Sie Dir den Verkauf unterbinden.

Wenn Du Gabeln, Eimer oder Hämmer verkaufst, wird Shopify sicher nicht den Shop zumachen.

Da muss man schon etwas differenzieren. Shopify wäre schlecht beraten, Betrugsverdacht, Markenrechtsverletzungen & Co. nicht nachzugehen. Als Anbieter in dieser Größenordnung ist das aber nunmal weitestgehend automatisiert, wie man es auch von Amazon kennt oder in anderen Bereichen bspw. von AirBnB. Sprich, in der Regel läuft es gut, es gibt aber sicher auch die Grauzonen-Fälle bzw. Erkennungsfehler, die dann zu unberechtigten Sperrungen führen.

Gleichzeitig kommt es schlicht sehr auf den eigenen Shop an. Gängige Gründe für Sperrungen sind:

  • Verkauf verbotener Gegenstände - neben Waffen und Drogen sind das bspw. bestimmte Nahrungsergänzungsmittel, das dürfte bei vielen “normalen” Shops schnell ein Problem sein, wenn die Automatik das nicht richtig erkennt.
  • Plagiate - gerade bei bekannten Marken sicher ein Problem, wer hingegen in erster Linie eigene Produkte oder kleine Nischen-Marken verkauft, dürfte damit weniger Probleme haben.
  • Hohes Betrugsrisiko - also bspw. Shops, die stark auf Social Media-Kampagnen setzen, kaum was verkaufen und dann auf einen Schlag den Umsatz um 1000% steigern, da dürfte die Automatik auch schnell anspringen.
  • High-Risk-Produkte, das mag die Betrugsprävention von Shopify nicht, in erster Linie wird dann Shopify Pay gesperrt, um Rückbuchungen etc. zu vermeiden.

Bei Dropshipping ist das Problem zudem die Kontrolle - da bietet man was an, über die wahre Herkunft hat man keine Idee, weil man ja nur im eigenen Namen versenden lässt. Fällt der Dropshipping-Anbieter dann aber negativ auf (und da gibt es so manche), führt das auch zu entsprechenden Auswirkungen auf die Client-Stores, schon hat man eine Sperrung. Ebenso ist DS bei Shopify wegen Produktqualitätsbeschwerden, unwissentlichen Designrecht-Verletzungen und langen Lieferzeiten ein Problem, also Shopfy und Dropshipping ist keine gute Kombi.

Und um auf meine Liste zurückzukommen, das größte Problem für “kleine, ehrliche Anbieter” sind False Positive Erkennungen, du verkaufst Wasserpistolen, wird aber als Pistole erkannt. Du verkaufst Vintage-Kleidung, wird aber als Plagiat erkannt.

Kurzum, für viele ist Shopify ein überschaubares Risiko und man darf auch nicht vergessen, dass Shopify für sich eine sehr gute Verkaufsplattform ist, bei der man noch immer sehr viel mehr Kontrolle behält als über Marktplätze. Wer nicht in die High Risk-Kategorien fällt, sollte in 99,9% keine Probleme mit Shopify haben.

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